Potenziale der Bionik-Forschung besser nutzen

Von der Natur lernen

Die Potenziale der Bionik-Forschung müssen in Zukunft besser genutzt werden. Genau das fordert der VDI in seinem Positionspapier von der Politik.

Bild: FESTO

Von der Natur lernen: Der VDI positioniert sich beim Thema Bionik. (Bild: FESTO)

Was ist eigentlich Bionik? Um die Frage zu beantworten, muss man gar nicht soweit ausholen. Die Erklärung steckt im Wort selbst. Bionik setzt sich aus den Begriffen BIOlogie und TechNIK zusammen. Kurz gesagt bedeutet Bionik: Von der Natur lernen. Ob Klettverschluss, Saugnapf oder Propeller, all das haben wir uns von der Natur abgeschaut und uns für das tägliche Leben zu Nutze gemacht. Schon Leonardo da Vinci nahm sich im 15. Jahrhundert die Natur zum Vorbild. Er analysierte den Vogelflug und versuchte seine Erkenntnisse auf Fluggeräte zu übertragen. Die bekannteste Entdeckung der Bionik ist bis heute jedoch wohl der Lotuseffekt. Der Effekt der selbstreinigenden Blätter der Lotusblume wurde jahrelang wissenschaftlich erforscht und aufbereitet. Mittlerweile ist er patentiert und weltweit im praktischen Einsatz.

Vernünftige Rahmenbedingungen für Bionik weiter gewährleisten
Wissenschaftler und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen arbeiten bei der Bionik interdisziplinär zusammen, um Nutzen für Technik, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen. Branchenübergreifend werden durch die Bionik innovative Produkte entwickelt und Produktionsprozesse verbessert. Um vernünftige Rahmenbedingungen der Bionik-Forschung weiterhin zu gewährleisten haben unsere VDI-Bereiche Technik und Wissenschaft sowie Strategie und Kommunikation gemeinsam mit BIOKON einen Katalog von Empfehlungen für die Politik formuliert. Das Positionspapier trägt den Titel „Zukunft der Bionik: Interdisziplinäre Forschung stärken und Innovationspotenziale nutzen“ (kostenloser Download).

Bundesregierung muss Bionik weiter fördern
Wir als VDI sprechen uns in dem gemeinsamen Positionspapier mit BIOKON u.a. dafür aus, dass die Bundesregierung die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf nationaler Ebene durch eine Bionik-Förderung auch nach Auslaufen der BIONA-Fördermaßnahme weiter unterstützt. Dies beinhaltet, dass die Bionik bei sämtlichen Ausschreibungen auch künftig eingebunden wird. Zudem fordern wir zusammen mit dem BIOKON, dass die Bundesregierung uns und BIOKON bei der Umsetzung einer Bionik-Bildungsoffensive unterstützt. Nach unserer Meinung gehört Bionik verstärkt in Bildungsangebote.

Über den Autor:
Fabian Götz
Aufgabe beim VDI: Pressearbeit, interne Kommunikation, Social Media
Position beim VDI: PR-Volontär im Bereich Strategie und Kommunikation
Interessensfelder: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Politikarbeit

 

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