„Vom Silo-Denken verabschieden“

Klaus Eck über Kommunikation in Großprojekten

Bild: Klaus EckInterview mit Klaus Eck, Experte auf dem Gebiet der digitalen Kommunikation, über die Abwicklung von Großprojekten und die Rolle der Kommunikation dabei.

 

 

In knapp sechs Wochen findet hier bei uns in Düsseldorf der Deutsche Ingenieurtag 2013 statt. Zum Thema „Infrastruktur der Zukunft – Menschen sinnvoll vernetzen“ werden dort Experten aus verschiedenen Themengebieten über die vielen Faktoren sprechen, die das Gelingen oder Scheitern von Großprojekten bedingen. Einer von Ihnen ist der Kommunikationsexperte Klaus Eck. Er berät Unternehmen in den Themenbereichen Onlinekommunikation, Online Reputation Management und Social-Media-Strategie. Außerdem ist er Herausgeber des Blogs PR-Blogger , gefragter Veranstaltungsreferent und Buchautor.

Herr Eck, womit beschäftigen Sie sich so täglich?
Als Gründer eines Beratungsunternehmens bin ich viel unterwegs und spreche viel mit unseren Kunden, denen wir bei der Entwicklung und Implementierung einer Social-Media-Strategie helfen. Wir haben uns auf Digital Consulting spezialisiert und gehen in die Unternehmen hinein, um dort die bisherigen Managementprozesse auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu überprüfen. Nebenher bin ich sehr aktiv in Social Media und versorge meine Follower auf Twitter, Facebook und Google+ mit zahlreichen Social-Media-Linktipps zu businessrelevanten Themen.

Was ist das größte Projekt an dem Sie beteiligt waren?
Wir arbeiten vornehmlich für große Marken. Bei vielen Social-Media-Projekten haben wir beratend unseren Kunden zur Seite gestanden. Dabei gehören der umfassende Aufbau der Social-Media-Kanäle sowie die kontinuierliche Beratung eines Versicherungskonzerns sicherlich zu unseren größten Projekten.

Was ist bei großen Projekten erfolgsentscheidend?
Wer innovative Projekte im Unternehmen durchsetzen will, sollte möglichst viele Unterstützer für sich gewinnen. Aus diesem Grunde empfehlen wir beim Start immer den Dialog mit möglichst vielen Stakeholdern im Unternehmen. Letztlich sollte man sich vom Silo-Denken verabschieden und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördern.

Was sind Warnsignale, an denen man erkennt, es gibt Sand im Getriebe?
Wenn das Social-Media-Team völlig abgeschottet vom Rest der Unternehmenswelt agiert, merkt man das sehr schnell. Denn gerade Markenunternehmen müssen viel Content produzieren und auf Kundenanfragen online schnell und flexibel reagieren. Geschieht dieses nicht, verliert man in manchen Fragen die öffentliche Deutungshoheit und wird allzu bald zum Spielball seiner Kunden.

Gibt es ein Traumprojekt, das Sie gerne mal realisieren würden?
Ich würde mich freuen, an der kompletten Umwandlung eines DAX-Konzerns in ein Social-Business-orientiertes Unternehmen beteiligt zu sein. Bislang tasten sich viele Unternehmen vorsichtig an Social Media heran. Nur wenige sind wirklich bereit, ihre Organisation mit aller Konsequenz auf die neue Herausforderung vorzubereiten. Es wäre toll, das Change Management und die Innovationskommunikation in einem DAX-Unternehmen bis hin zur Entstehung einer Social Business Company zu begleiten.

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*