Alternative Antriebe für Studenten-Rennwagen

CHEMCAR-Wettbewerb 2013

Beim CHEMCAR-Wettbewerb treten Studententeams mit Rennwagen gegeneinander an, die ausschließlich über chemische oder biologische Antriebe verfügen dürfen.

Bild: VDI

So sieht ein ChemCar aus.

Der CHEMCAR-Wettbewerb 2013 findet im Rahmen des Jahrestreffens der Fachgemeinschaft Prozess-, Apparate- und Anlagetechnik (PAAT) am 18./19. November in Bruchsal statt. Mit dabei ist auch Jonas Krause, der seit 2011 aktiv an den Wettbewerben teilnimmt. Wir haben mit ihm über chemisch bzw. biologisch angetriebene Rennwagen, die „kreativen jungen Verfahrensingenieure“ (kjVI)  im VDI und seine Rolle im Wettbewerb gesprochen.

Jonas, stellen dich doch bitte kurz in max. 140 Zeichen vor.
Mein Name ist Jonas Krause. Ich habe gerade mein Studium des Chemieingenieurwesens abgeschlossen und werde ab Mai an der TU Dortmund promovieren.

Bild: VDI

Wie kamst Du zum VDI?
Mit dem VDI kam ich zum ersten Mal durch den ChemCar-Wettbewerb 2011 in Kontakt, an dem ich mit einer Kommilitonin teilgenommen habe. Während meiner Diplomarbeit hat mich mein Betreuer, der selbst Mitglied bei den kreativen jungen Verfahrensingenieuren (kjVI) des VDI ist, zum Herbsttreffen mitgenommen. Das war 2012. Daraufhin habe ich Aufgaben bei der Organisation des ChemCar-Wettbewerbs übernommen.

Beschreibe uns kurz den Moment an dem Du gemerkt hast, dass Du Ingenieur werden willst.
Die Wahl Ingenieur zu werden war für mich ein Prozess, der sich von der Oberstufe bis in mein Studium hineingezogen hat. Während meiner Schulzeit hatte ich nur wenige Berührungspunkte mit dem Ingenieurberuf. Mein Interesse für Physik, Chemie, Informatik und Mathematik hat mich dann aber trotzdem dazu bewogen, ein Ingenieurstudium aufzunehmen, da hier interdisziplinäre Problemstellungen bearbeitet werden. Die Fülle an verschiedenen Arbeitsbereichen (und damit Möglichkeiten), komplexen Problemen und logischen Lösungsansätzen, mit denen ich in meinem Studium in Kontakt gekommen bin, haben mir dann endgültig gezeigt, dass das Chemieingenieurstudium für mich genau das Richtige ist.

Beschreib uns doch einmal kurz, was der ChemCar-Wettbewerb ist.
Der ChemCar-Wettbewerb ist ein Wettbewerb, bei dem Studenten-Teams von verschiedenen Universitäten mit selbstgebauten Fahrzeugen gegeneinander antreten. Die Wagen müssen durch eine chemische oder biologische Reaktion angetrieben werden. Ziel ist es, ein Zusatzgewicht über eine definierte, unmittelbar vor dem Wettbewerb festgelegte Strecke möglichst genau zu befördern. Dabei sind elektronische Regelungen des Fahrzeugs nicht gestattet.

Wie sind die Studenten-Teams der letzten Jahre mit der Umsetzung dieser Aufgabenstellung umgegangen?
In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Reaktionen verwendet. Diese reichten von elektrochemischen, wärmeerzeugenden, gaserzeugenden bis hin zu Licht emittierenden Reaktionen. Die Schwierigkeiten bei der Verwendung der unterschiedlichen Energieformen sind dabei die kontrollierte und zeitlich begrenzte Freisetzung der Energie. Außerdem muss eine passende Möglichkeit gefunden werden, um diese Energie in mechanische Energie umzuwandeln. Die Teams der Universitäten haben dabei große Kreativität gezeigt, was eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Designs zu Folge hatte.

Was ist ihre Rolle im Wettbewerb?
Zurzeit kümmere ich mich um den Internetauftritt des ChemCar-Wettbewerbs auf www.chemcar.de. In den nächsten Jahren werde ich auch bei der Organisation des Wettbewerbs vor Ort und der Vorbereitung des Wettbewerbs mitwirken.

Wo kann man sich im Netz über den Wettbewerb informieren?
Der Internetauftritt des ChemCar-Wettbewerbs ist unter www.chemcar.de zu finden. Hier sind auch die eingereichten Konzepte der letzten Jahre kurz zusammen gefasst. Weitere Informationen über die kjVIs und ihre Arbeit gibt es auf www.kjVI.de.

Übrigens: Bis zum 27. Juni könnt Ihr Euch noch als Team für den diesjährigen Wettbewerb anmelden!

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