26. Deutscher Ingenieurtag war ein voller Erfolg

Ingenieure und Wutbürger

Rund 1.300 Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren zum 26. Deutschen Ingenieurtag des VDI nach Düsseldorf gekommen.

Das Maritim Hotel am Flughafen war von mittags bis spät in die Nacht fest in den Händen von Technik und Wissenschaft. Am Nachmittag wurde erst einmal heftig diskutiert, denn das Thema der Veranstaltung lautete: „Infrastruktur der Zukunft – Menschen sinnvoll vernetzen“. Soll heißen: Wie schaffen wir es, dass Großprojekte, wie etwa Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen, nicht von vorn herein zum Scheitern verurteilt sind. Darüber debattierten unter der Leitung von TV-Moderator Tom Buhrow Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kommunikation und direkt beteiligte Wutbürger. Der VDI wurde durch seinen Direktor, Dr. Willi Fuchs repräsentiert. Ergebnis: ohne Transparenz, Ehrlichkeit und Offenheit in der Kommunikation, professionelle Planung und frühzeitige Bürgerbeteiligung geht in Sachen Großprojekte heute gar nichts mehr.

Nach einer kurzen Pause mit Walking Acts und Snacks begann dann der Höhepunkt des Abends: die Ehrung verdienter VDI Mitglieder. Die höchste Auszeichnung des VDI, die Grashof-Denkmünze bekamen Prof. Bruno O. Braun und Prof. Klaus Fischer. Zu Ehrenmitgliedern wurden Prof. Bernd-Robert Höhn und Prof. Ulrich Seiffert ernannt. Vorher jedoch hatte der neue Präsident des VDI, Prof. Udo Ungeheuer seinen ersten großen Auftritt. In seiner ersten Grundsatzrede machte Ungeheuer deutlich, dass sich Ingenieurinnen und Ingenieure künftig noch stärker als aktive Gestalter unserer Gesellschaft etablieren wollen und werden. Dies sah er als eine der zentralen Aufgaben des VDI in den kommenden Jahren an.

Nach dem VDI Präsidenten ging Bundeswirtschaftsminister Dr. Philip Rösler ans Rednerpult und hielt, ohne ein einziges Mal auf ein Manuskript zu schauen, eine teils sehr Launige aber dennoch ernsthafte Ansprache zum Thema Infrastruktur und Energiewende in Deutschland und die Rolle der Ingenieure in diesem Umfeld.

Danach war dann Partytime angesagt. Nachdem sich alle an den Buffets gestärkt hatten, konnte jeder wählen zwischen Small talk, Networking und Dancing. Letzteres wurde insbesondere von den fast 300 Studenten und Jungingenieuren in Anspruch genommen. Die Coverband Groovin‘ Affairs sorgte bis weit nach Mitternacht für allerbeste Stimmung. Übrigens: Der Deutsche Ingenieurtag war bisher das Social Media Highlight des VDI. Es wurde getwittert, gefacebooked und, dank anwesender Blogger, gebloggt bis das Web glühte.

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