Vor dem Hintergrund der Hochwasser-Ereignisse

Was tun, wenn die Pegel wieder fallen?

Die Hochwasserlage ist noch immer in vielen Teilen Deutschlands dramatisch. Da fällt es nicht leicht, sich schon jetzt Gedanken über Dinge zu machen, wenn die Pegel wieder auf Normalhöhe fallen. Ein Blick nach vorne lohnt sich aber.

Bild: pixelio.de / Kurt Michel

Hochwasser führt unsichtbar für das Auge alle möglichen Arten von Keimen und Verschmutzungen mit (Bild: pixelio.de / Kurt Michel).

Wie man im Fernsehen oder in Zeitungen sieht: Bei Hochwasser hat man es nicht mit sauberem, klarem Wasser zu tun, sondern mit einer bräunlich-grünen Brühe, die unsichtbar für das Auge alle möglichen Arten von Keimen und Verschmutzungen mitführt. Auch Heizöle aus privaten Haushalten, Benzin und Treibstoffe aus zerstörten Fahrzeugen oder überfluteten Tankstellen und vieles mehr werden von der Flut großflächig verteilt. Daher kann den Aufräumungs- und Reparaturarbeiten Schutzkleidung notwendig werden. Auf jeden Fall fängt aber mit dem Rückgang des Wassers die Arbeit eigentlich erst an.

Einige Verhaltensregeln sind bei den Aufräumungs- und Reparaturarbeiten zu beachten:

  • Zunächst sollte man prüfen (lassen), ob durch Schadstoffe eine Gesundheitsgefährdung besteht.
  • Schadensfälle sollten für mögliche Versicherungsansprüche durch Fotos und oder Videos dokumentiert werden.
  • Alle technischen Anlagen (Strom-, Trinkwasser-, Heizungs-, Klima-, Kälteanlagen), die mit Hochwasser in Berührung gekommen sind, müssen von Fachleuten geprüft, gereinigt, getrocknet sowie erforderlichenfalls ausgetauscht werden. Auch hierbei sollte man die Durchführung der Instandsetzung dokumentieren.
Bild: pixelio.de / V. Hesse

Die Entsorgung bzw. Trocknung nach einem Hochwasser muss ein Fachunternehmen leisten (Bild: pixelio.de / V. Hesse).

Die Entsorgung bzw. Trocknung muss ein Fachunternehmen leisten. Wer im heimischen Bereich in Eigenregie Trocknungsgeräte ausleiht oder Firmen beauftragt, sollte unbedingt Kosten- und Leistungsvergleiche einholen. Dabei sind auch Energiekosten ein wichtiger Faktor. Unsere Empfehlung: Lieber Verträge mit laufzeitunabhängigem Festpreis vereinbaren.

Durch Hochwasser verursachte Ölverunreinigungen in Gebäuden können zu Geruchsbelästigungen führen. Diese sind zwar meist ungiftig und stellen keine gesundheitliche Gefährdung dar. In jedem Fall ist es jedoch ratsam, für eine gute Durchlüftung aller Räume zu sorgen. Damit wird zugleich die Trocknung der Räume gefördert. Zudem kann dann das Öl beispielsweise durch Einsatz von Emulgatoren oder speziellen Reinigungsmitteln beseitigt werden.

Tipps rund um das Thema „Hochwasser und Gebäudetechnik“ – von der Vorsorge und Absicherung von Gebäuden und ihren technischen Anlagen bis zu Maßnahmen nach einem Hochwasser – gibt es übrigens gesammelt in unserer Richtlinie VDI 6004 Blatt 1. Herausgeber dieser Richtlinie ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG).

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