Vier Damen aus Wuppertal planen einen Flugzeughangar

„Traut Euch was!“

Ladies only: Vier Wuppertaler Studentinnen gewannen als Team „Thre3n“ den zweiten Platz beim VDI-Studentenwettbewerb „Energieeffizienter Flugzeughangar„. Aufgabe war es, letzteren in einem interdisziplinären Team zu planen.

Bild: VDITeam Wuppertal
Stellt Euch doch bitte kurz vor.
Wir sind das Team „Thre3n“ aus Wuppertal: Susanne Kauert ist Master-Studentin im Fach Architektur mit Schwerpunkt Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung. Janne Oberdieck und Melanie Schovenberg machen ebenfalls gerade ihren Master in Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt konstruktiver Ingenieurbau (Stahlbau). Anastasia Zaluga ist Master-Studentin im Fach Architektur und beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem experimentellen Entwurf.

Warum habt Ihr beim VDI-Wettbewerb mitgemacht?
Empfohlen wurde uns der Wettbewerb von unseren Betreuern. Schon alleine die Aufgabenstellung ist eine Herausforderung:  Ein rein praktisches Industriebauwerk mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und Architektur schien uns zu Beginn sehr utopisch. Darüber hinaus arbeiten unsere Fachbereiche eher selten zusammen. Das haben wir als Aufforderung angesehen: Wir mussten es versuchen. Die Sympathie im Team stimmte auch sofort, wir waren alle bereit Kraft und Zeit zu investieren.

Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?
Teamwork in jeder Planungsphase des Wettbewerbs. Die Bauingenieure haben beim Entwurf geholfen und die Architekten haben bei der Statik mitgearbeitet. Insgesamt haben wir so viel über den jeweils anderen Fachbereich gelernt, so dass es bei der Abschlusspräsentation ein Kinderspiel war, als Bauing den Entwurf und als Architekt die Statik zu präsentieren.

Was nehmt Ihr aus der Arbeit für den Wettbewerb für Euch aus beruflicher und auch persönlicher Sicht mit?
Die Fähigkeit zuzuhören ist eine unheimlich wichtige Eigenschaft, die in einem Team nicht fehlen darf. Man kann nicht immer nur stur seinen eignen Weg gehen, man sollte auch nach rechts und links schauen um vielleicht einen besseren zu finden. Unser Team hat mit einem sehr gewagten Entwurf gezeigt, dass der Blick über den Tellerrand hinaus für sehr viel Anerkennung sorgt.

War es für Euch ein Unterschied im Vergleich zu den anderen Gruppen, dass Ihr als rein weibliches Team angetreten seid?
Eigentlich war es kein Unterschied, sondern Zufall. Hier in Wuppertal ist das Verhältnis Frauen zu Männern sehr ausgeglichen. Dass wir im Wettbewerb als reines Frauenteam die Ausnahme waren, ist uns erst bei der Kick-Off Veranstaltung aufgefallen. Bei der Abschlusspräsentation haben wir das natürlich genutzt und uns in Szene gesetzt.

Was ratet Ihr Euren weiblichen Kommilitoninnen in Bezug auf eine Laufbahn als Ingenieurin?
Traut Euch was, man bleibt gedanklich immer an außergewöhnlichen Dingen hängen.

Was bedeutet das für Euch, Ingenieur/in oder Architekt/in zu werden?
Es bedeutet einen Traum zu erfüllen. Irgendwann wollen wir alle an der Planung eines Gebäudes beteiligt sein. Ich glaube der VDI selbst hat mal mit dem Slogan „Ingenieure schaffen reelle Werte“ geworben. Und genau das ist das Ziel von Architekten und Bauingenieuren.

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*