Kongress "Elektronik im Fahrzeug 2013"

Akzeptanz ist der Schlüssel zur Marktdurchdringung

Am 16./17. Oktober findet in Baden-Baden der internationale Kongress „Elektronik im Fahrzeug“ statt. Dort diskutieren Experten unter anderem über die nötige Infrastruktur für einen flächendeckenden Einsatz von Elektrofahrzeugen in Deutschland. Wir haben einige der Experten vorab zum Thema Elektromobilität befragt. Den Anfang macht Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik bei der AUDI AG.

Bild: privatHudiStellen Sie sich bitte kurz in max. 140 Zeichen vor.
Mein Name ist Ricky Hudi. Nach verschiedenen Stationen bei BMW und Audi bin ich seit 2009 Leiter der Entwicklung Elektrik/Elektronik der AUDI AG.

Womit beschäftigen Sie sich täglich?
Zu meinem Verantwortungsbereich zählen innovative Themen wie die Lichtentwicklung, Fahrerassistenzsysteme, Infotainment, Connectivity, Bedienung und Anzeige sowie die Batterieentwicklung. Hinzu kommen Querschnittsthemen wie das elektrische und physikalische Bordnetz oder die Karosserieelektronik. Auch die Integration und Erprobung elektrischer Komponenten und Systeme im Fahrzeug gehört zu meinem Arbeitsgebiet.
Die täglichen Aufgaben sind demnach sehr abwechslungsreich und spannend.

Was muss passieren, damit  Deutschland das Ziel erreicht, bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straße zu bringen?
Das genannte Ziel ist sicherlich ambitioniert. Ein Schlüssel zur Marktdurchdringung liegt aus meiner Sicht vor allem in der Akzeptanz der Produkte bei den Kunden. Wir setzen in einem ersten Schritt auf die Plug-in-Technologie. Sie verbindet die Vorteile eines Elektromotors mit der Reichweite eines Verbrenners. So bietet der Audi A3 Sportback       e-tron eine elektrische Reichweite von 50 Kilometern. Hinzu kommt eine Reichweite von 890 Kilometern im Hybridbetrieb.

Ist Europa für die flächendeckende Einführung von Elektroautos gerüstet?
Herstellerseitig sind wir bereit, auf eine entsprechende Nachfrage zu reagieren. Die Modulstrategie bei Audi und innerhalb des VW-Konzern bietet hierbei entscheidende Vorteile. Die maßgebliche Herausforderung auf technischer Seite liegt in der Reduktion der Batteriekosten. Zudem ist es notwendig, eine entsprechende Infrastruktur zu etablieren. Hier sind verschiedene Branchen gefordert.

Wie sind ihre bisherigen persönlichen Erfahrungen mit Elektroautos?
Ein Elektroauto – wie beispielsweise unser A3 Sportback e-tron – besticht durch seine Lautlosigkeit und geringste Emissionen. Zugleich macht es aber Spaß, seine dynamischen Qualitäten zu erfahren.

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