Projektstart VDI-Zukunftspiloten

„Technikmündigkeit ist unverzichtbar“

Mit den VDI-Zukunftspiloten ist ein neues Projekt des VDI speziell für Jugendliche gestartet. Ziel ist es, den Nachwuchs zu fördern und  Begeisterung für Technik zu wecken. Wir haben mit Nadine Rauber, Projektleiterin der VDI-Zukunftspiloten, über das Projekt und über die Rolle von Technik in unserer Gesellschaft gesprochen.

Bild: VDIOLYMPUS DIGITAL CAMERAFrau Rauber, bitte stellen Sie sich kurz vor.
Hallo, mein Name ist Nadine Rauber und ich arbeite im VDI e.V. als Referentin für Technische Bildung. Mein größtes Projekt derzeit sind die VDI-Zukunftspiloten.

Beschreiben Sie uns doch einmal kurz das Projekt Zukunftspiloten.
Mit dem neuen Jugendclub VDI-ZUKUNFTSPILOTEN ergänzen wir unser Angebot im Bereich der Nachwuchsförderung für die Gruppe der Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren.
Im Rahmen von Treffen in den lokalen Clubs in ganz Deutschland stellen sich Jugendliche den gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen, wie Umweltschutz, Energieeffizienz und Lebensqualität. Ausgangslage ist dabei stets die persönliche Lebenswelt der Jugendlichen. Anhand der zentralen Frage „Kann man das nicht besser machen?“ liegt es an den Zukunftspiloten selbst, Antworten auf diese Herausforderungen zu finden. Dabei erarbeiten sie im Team Ansätze, wie Technik eingesetzt werden kann, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Begleitet und unterstützt werden die Jugendlichen dabei von ehrenamtlichen Club-Managern vor Ort.

Die ersten Clubs starten bereits im Oktober – am 12. Oktober 2013 findet in der VDI-GaRaGe in Leipzig das erste Club-Treffen statt. Kurz darauf werden auch die Clubs in Hannover und Stuttgart ihre Aktivitäten aufnehmen.Bild: Shutterstock, Edyta PawlowskaZukunftspiloten_VDI

Wie genau können die Jugendlichen am Projekt teilnehmen?
Über unsere Website können sie sich anmelden und erhalten ihre Zugangsdaten zur Club-App und zum Mitgliederbereich der Website – und natürlich einen Mitgliedsausweis. Das Herzstück der App ist eine Foto-Funktion, mit der sich einfach und schnell alles dokumentieren lässt, was im Alltag verbesserungswürdig ist. So schärfen die Jugendlichen ihren Blick für die Welt und erkennen, wo sie selbst einen eigenen Beitrag dazu leisten können – über die gesamte Bildergalerie erhalten sie dann vielfältige Inspiration und Anregungen für die Club-Treffen, die vor Ort stattfinden. Die Treffen werden ebenfalls über die Website und die App angekündigt – hier wählen die Jugendlichen dann selbst die Themen aus, die sie gemeinsam im Team angehen möchten.

Warum ist es so wichtig, junge Menschen für Technik zu begeistern?
Die Begeisterung für Technik bildet eine entscheidende Basis für Berufs- und Studienwahlentscheidungen und damit auch für den Ingenieur- und Fachkräftenachwuchs. Um unsere Innovationsstärke und unsere Rolle als führender Technikstandort in der Welt beizubehalten, ist die Nachwuchsförderung daher enorm wichtig.

Wie schätzen Sie die Bedeutung von technischer Bildung für unsere Gesellschaft ein?
Leider ist die Haltung der Gesellschaft gegenüber Technik oft ambivalent. Große Akzeptanz wird vielen modernen technischen Produkten, wie z.B. Smartphones, entgegengebracht. Andererseits besteht jedoch auch eine kritische Grundhaltung gegenüber Technik und neuen Technologien –  teilweise auch eine unreflektierte Ablehnung.
Eine technische Allgemeinbildung sensibilisiert die Menschen für die gesellschaftliche Bedeutung von Technik und ermöglicht die angemessene Reflexion über Chancen und Risiken. In unserer zunehmend technisch-wissenschaftlichen Welt ist Technikmündigkeit zur Mitsprache und Mitwirkung unverzichtbar. Nur der technikmündige Bürger kann technische Entwicklungen nutzen sowie deren Folgen für sich, die Gesellschaft und die Umwelt abschätzen und bewerten.

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