Meet the EYE-Members

Begeistert vom Austausch

Erfahrt mehr über die European Young Engineers (EYE) und die Leute, die dahinter stecken: Wir haben mit dem ehemaligen EYE Secretary General Tim Mönkedieck über seine letzten Jahre bei der EYE gesprochen.
Bild: EYEEYE_Tim_Mönkendieck
Tim, wie bist Du zur EYE gekommen?
Ein klarer Fall von Mundpropaganda: Bei einem Netzwerktreffen der Studenten und Jungingenieure erfuhr ich von einer Konferenz der EYE in Sofia, Bulgarien. Eine kurze Suche nach möglichen Sponsoren – zu dieser Zeit war ich Student ohne Einkommen – führte mich über meinen Bezirksverein des VDI zum Landesverband. Von dort wurde ich unterstützt und konnte einige Wochen später nach Sofia reisen.

Wo kommst Du her und was hast Du studiert?
Als gebürtiger Osnabrücker blieb ich zunächst in Niedersachsen und studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Braunschweig. Mit dem Flugzeugbau kam ich dann zunächst nach Madrid um dort an der Universidad Politécnica mein Studium fortzusetzen und schließlich nach Hamburg, wo mein Berufsleben seinen Lauf nahm.

Du warst die letzten zwei Jahre als Secretary General ehrenamtlich aktiv. Wie bist Du dazu gekommen? Erzähl uns von Deinem Weg in der EYE.
Bereits während meiner ersten Konferenz in Sofia war ich zum Einen begeistert vom Austausch mit europäischen Ingenieuren und Studierenden der Ingenieurwissenschaften, zum Anderen war ich erschrocken, wie wenig wir Europäer doch voneinander wissen, obwohl wir alle dicht beieinander leben. Das war für mich die Grundlage zu sagen: Ein derartiger Austausch muss gefördert und unterstützt werden. Zwei Jahre und drei Konferenzen später wurde ich Mitglied der Task Force, also quasi des Vorstands der EYE. Kurze Zeit später wurde ich als Nachrücker auf den Posten des Generalsekretärs gewählt und so kam ich automatisch nach 2 Jahren dazu Generalsekretär zu sein –  ein Amt, das ich zwischen 2011 und 2013 sehr gern ausgeübt habe. Im Fokus stand und steht für mich dabei immer der berühmte „Tellerrand“. Ich denke auf allen Ebenen ist es sinnvoll eben diesen Tellerrand zunächst zu kennen und dann über ihn hinauszublicken oder ihn gar zu verlassen.

Was waren Deine Themen während Deiner Amtszeit und was hat sich über die Jahre bei der EYE verbessert?
Was sich deutlich verändert hat, ist die Erwartungshaltung. War es Ende der 90er Jahre – Anfang des Jahrtausends noch ein Novum, überhaupt einen Austausch auf europäischer Ebene zu haben, gehört dies heutzutage zum Glück für einen Großteil der Studenten und Jungingenieure wie selbstverständlich dazu.  Das bedeutet aber auch, dass sich die Erwartungen an ein Netzwerk dieser Art ganz neu definieren. Das Netzwerk bestand bereits als ich zu den EYE gekommen bin – es wurde Zeit dieses auch zu bedienen. Mit dem EYE Contact, dem Nachrichtenmagazin der EYE, wurde hier ein wichtiger Schritt getan. Nicht jeder kann an einer Konferenz in ständig wechselnden Ländern teilnehmen. Dieses Magazin ist die Basis eine europäische Gemeinschaft von Studenten und Jungingenieuren zu schaffen, um gemeinsame Probleme zu beleuchten, gemeinsame Erfolge hervorzuheben und die Welt des Ingenieurwesens besser zu vernetzen.

Was war Dein schönstes Konferenzerlebnis und warum?
Ein bestimmtes Ereignis kann ich nicht benennen – jede Konferenz hat ihre besonderen Momente, Gespräche und Erlebnisse. Was mich sehr gefreut und motiviert hat, war das erneute Gespräch mit bekannten Gesichtern, die sich dazu entschlossen haben, aufgrund ihrer Erfahrungen bei EYE ein Auslandsstudium, eine Auslandsstelle oder –Praktikum anzutreten. Auch ich bin diesen Weg gegangen und habe 1 ½ Jahre in Spanien gelebt und gearbeitet. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Was war Deine Motivation, ehrenamtlich in der Organisation mitzuwirken?
Anderen zeigen zu können, was Europa wirklich ausmacht und daran zu arbeiten geografische Grenzen und Vorurteile in unseren Köpfen weniger präsent zu machen – das ist die Essenz dessen, was mich motiviert.
Werden wir Dich künftig auch ohne Ehrenamt bei EYE-Konferenzen antreffen? 
Wenn es sich mit Beruf und Familie vereinbaren lässt, mit Sicherheit. Allein aufgrund der Aussicht darauf, ohne ein offizielles Amt zu bekleiden wieder an einer EYE Konferenz teilnehmen zu können, bin ich zuversichtlich, dass das auch klappt.

Was möchtest Du noch zum Thema EYE loswerden?
EYE ist eine Plattform, die einem beste Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung bietet. Man muss eine Konferenz erlebt haben, um den Nutzen dieses Konzepts verstehen zu können. Ich bin der festen Überzeugung, dass EYE weit mehr als 50% der Studenten und Jungingenieure genau das bietet, was sie im Studium und in vielen Fällen sogar nach dem Berufseinstieg vermissen: Eine zwanglose Umgebung, in der man sich fachlich, persönlich und interkulturell austauschen kann.

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