VDI-Technikmeile in Nürnberg

„Wir holen die Menschen dort ab, wo sie zu Hause sind“

Am 18./19. Juli 2014 findet in Nürnberg die nächste VDI-Technikmeile statt. Über 70.000 Menschen kam zur letzten Ausgabe der komplett ehrenamtlich organisierten Veranstaltung. Grund genug für uns, einmal den Projektleiter der VDI-Technikmeile, Bernd Krause, zu einem der erfolgreichsten ehrenamtlichen Projekte im VDI zu befragen.

Bild: VDI NürnbergTchnikmeile 2012Herr Krause, bitte stellen Sie sich doch kurz vor.
Bernd Krause, geb. 06.09.1962 in Wolfenbüttel. Ausbildung zum Physikalisch technischen Assistenten – Studium Maschinenbau.Seit 18 Jahren Projektleiter Entwicklung in der Wehrtechnik.

Wie sind Sie daBild: privatBernd_Krausezu gekommen, sich ehrenamtlich im VDI zu engagieren?
Das ist eine lange Geschichte: 1984 studierte ich in Wuppertal Studium Physik und bin damals in den VDI eingetreten. Zwischen 1987 und 1991 war ich „passives“ Mitglied, bevor ich ab 1991 bei den VDI Studenten und Jungingenieuren aktiv wurde. 1996 kam ich dann bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises Fahrzeugtechnik in Kontakt zum BV Bayern Nord-Ost. Außerdem war ich ab 1992 Arbeitskreisleiter der Studenten und Jungingenieure Nürnberg. Irgendwann war ich dafür zu alt und stellte mir die Frage: Was bietet der VDI für sein Mittglieder im Alter zwischen 35 und 60? Die Antwort lag in der Gründung des Netzwerks Nürnberg – einem interdisziplinären Arbeitskreis, der als Kontaktplattform für Ingenieure diente. Aus diesem Arbeitskreis wurde zwischenzeitlich, unter neuer Führung, die Bezirksgruppe Nürnberg.

Beschreiben Sie kurz das Projekt Technikmeile Nürnberg.
Im Rahmen des Tages der Technik in Bayern 2004 wurde von den Vorständen der VDI Bezirksvereine Nürnberg und München eine hochkarätige, aber geschlossene Veranstaltung geplant. Die „jungen Wilden“ haben sich dafür ausgesprochen, dass wir zu einem solchen Tag in die Öffentlichkeit gehen sollten. Der Vorstand des Bezirksvereins Nürnberg hat das Vorhaben unterstützt, ebenso wie die Stadt Nürnberg. So fand 2004 die erste „Technikmeile“ auf drei Plätzen in der Innenstadt von Nürnberg statt. Die Veranstaltung fand große Resonanz beim Publikum und die Aussteller waren sehr zufrieden. Die Marschrichtung war klar:  „Das machen wir in zwei Jahren wieder“. Seitdem gibt es die Technikmeile in Nürnberg alle zwei Jahre – ehrenamtlich organisiert von einem Kernteam, das inzwischen perfekt aufeinander eingespielt ist.

Was ist das Besondere an der Technikmeile 2014?
Wir holen die Menschen dort ab, wo sie zu Hause sind – mitten in der Innenstadt, dem Wohnzimmer von Nürnberg. Wir bieten Technik zum begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Besucher müssen nicht speziell irgendwo hingehen, sondern werden in ihrer gewohnten Umgebung aufgefordert, sich zu informieren und auszuprobieren. Damit wollen wir zeigen, dass Technik Alltag ist und nicht im Elfenbeinturm stattfindet.

Warum würden Sie jungen Menschen raten, sich ehrenamtlich zum Beispiel im Bezirksverein zu engagieren?
Um es mit einem neudeutschen Wort zu beschreiben: „Soft skills“. Durch die ehrenamtliche Arbeit knüpft man Kontakte, erweitert sein Netzwerk und erlebt, wie eine Gruppe ein gemeinsames Ziel zum Erfolg führt.

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