Fachliches Know-how alleine reicht nicht

Fünf Fakten über Projektingenieure

Projektingenieur – das steht über einem Großteil der Stellenanzeigen für Ingenieure. Ist man in diesem Job angekommen , stellt man oft schnell fest: Die größten Herausforderungen sind selten technischer Natur. Wir haben deshalb einmal fünf Fakten über Projektingenieure und die gängigen Anforderungen zusammengestellt.

Was ist ein Projektingenieur?
Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Anlagenbau. Heutzutage bezeichnet man in der gesamten produzierenden Industrie als „Projektingenieure“ die Ingenieure, die Verantwortung als Projektleiter oder als Fachmann für Projektmanagement tragen.

Was genau ist in diesem Zusammenhang ein Projekt?
Nach DIN 69901 ist ein Projekt eine Aufgabe, die im Wesentlichen durch Einmaligkeit gekennzeichnet ist: Einmaligkeit der Zielvorgaben, der zeitlichen, finanziellen und personellen Ausstattung gegenüber anderen Routineaufgabenstellungen, der eigenen, projektspezifischen Organisation sowie der Interdisziplinarität der Aufgabenstellung.

Was muss ein Projektingenieur können?
Dazu gibt die Richtlinienreihe VDI 6600 eine Antwort. Ein Projektingenieur sollte grundsätzlich folgende Fragen beantworten können:
– Wie gestalte ich komplexe technische Systeme marktgerecht?
– Wie ordne ich unstrukturierte Aufgabenstellungen und wie kann ich mein Projekt effektiv planen und steuern?
– Wie bewältige ich Konflikte im Projekt oder mit Kunden?
– Wie finde ich mich in meiner speziellen Führungssituation als Projektleiter zurecht?
– Wie werde ich eine starke, akzeptierte und unterstützte informelle Führungskraft?
– Wie vermarkte ich mein Projekt und gewinne breite Unterstützung bei Führungskräften und Mitarbeitern?

Warum muss ein Projektingenieur mehr als rein fachliche Qualifikationen vorweisen?
In der Industrie werden Projektleiter häufig aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen ernannt. Das geschieht aus der Überzeugung heraus, dass Projektleitung vorwiegend die fachliche Koordination der anstehenden Aufgaben zum Ziel hat. Frei nach Wilhelm Busch kann man dagegenhalten: „Projektingenieur werden ist nicht schwer, Projektingenieur sein dagegen sehr!“ In der Realität haben es Projektingenieure nämlich mit unstrukturierten, komplexen Aufgabenstellungen zu tun: Sie müssen die Spezifikation mit den Auftraggebern oder dem Marketing so abstimmen, dass ein marktfähiges Produkt entsteht. Und zwar innerhalb der geplanten Zeit und ohne das Budget zu überschreiten. Das verlangt, neben solidem technischen Wissen, eine gehörige Portion Einfühlungsvermögen, hohe Kommunikationskompetenz und einen angemessenen Führungsstil.

Und wo kann man das alles lernen?
Die meisten Universitäten und Hochschulen streifen das Thema Projektmanagement – wenn überhaupt – nur sehr kurz. Da bleibt dann entweder der Weg, über viele Jahre Erfahrungen zu sammeln und aus Erfolgen wie Misserfolgen zu lernen. Oder man entscheidet sich für Weiterbildung, entweder in einzelnen Seminaren oder auch in einer der vielen Standardlehrgänge zum Thema Projektmanagement. Der VDI bietet hierzu eine qualifizierte Ausbildung an, in der die Methoden der Projektplanung und -steuerung sowie Führungs- und Kommunikationstechniken praxisnah und speziell auf die Bedürfnisse von Ingenieuren zugeschnitten gelehrt werden. Am Ende des absolvierten Lehrgangs gibt es das anerkannte Zertifikat „Projektingenieur VDI“.

Was sind Eure Erfahrungen als Projektingenieur oder mit ihnen? Wie meistert Ihr die Herausforderungen?

Bild: privatJan_RauwerdinkAutor:
Jan Rauwerdink, Vorsitzender des Fachbereichs Projekt- und Prozessmanagement in der VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung

Kommentare & Pingbacks

30 Gedanken zu “Fünf Fakten über Projektingenieure

  1. Guten Tag, ich wäre an weiteren Infos/Literatur zu diesem Thema interessiert.
    Danke im Voraus.
    Schöne Grüße, K. Schäfer

    • Guten Tag Frau Schäfer, vielen Dank für Ihr Interesse. Gerne schicken wir ihnen weitere Informationen zu. Bitte schicken Sie uns doch ihre E-Mailadresse und ggf. Ihre konkreten Fragen an blog@vdi.de zu. Viele Grüße

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich wäre an weiteren Infos und Literatur zu diesem Thema interessiert.

    Danke im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    m.Bouziane

  3. Projektmanagement oder oftmals auch Programmanagement genannt ist sehr oft in der Praxis nicht in allen Punkten nach der Richtlinie VDI 6600 umsetzbar. Es ist zwingend notwendig , die Firmeninternen Schnittpunkte und Vorgaben mit den anderen Bereichen, wie Finanz,
    Verkauf, Einkauf, Logistik und die Kundenvorgaben zu berücksichtigten. VDI 6600 hilft aber strukturiert vorzugehen.

    • Die VDI 6600 beschreibt in ihrem Blatt 1 das Berufsbild des Projektingenieurs mit seinen Aufgaben, Rechten und Pflichten und in Blatt 2 die Anforderungen an seine Qualifizierung. Sie ist keine Leitlinie zur Anwendung von Projektmanagement. Sie wurde gemeinsam mit Projektingenieuren aus der Praxis heraus entwickelt und ist sehr lesenswert.

  4. Ich habe viele Projekte, auch sehr große wie eine Fabrikplanung, in meiner aktiven Zeit durchgeführt. Deshalb bin ich immer noch an diesem Thema interessiert.

    freundliche grüße
    Klaus-Dieter Theis

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    da derzeit viele PM-Zertifizierungen anbieten und auch Ihre Ausbildung in diese Richtung tendiert, würde mich interessieren, was die genauen Inhalte sind und wie sich diese von einer GPM/IPMA-Zertifizierung zum Thema Projektmanagement unterscheiden.

    Vielen Dank!

  6. Nach einer langjährigen Praxis erstaunt es mich immer wieder, dass viele technische Fachleute die bewährten Werkzeuge Projektmanagement, Wertanalyse und Fehleranalyse weder kennen noch beherrschen.
    Die Erfahrung lehrt, dass für die Einführung in die jeweilige Thematik Seminare notwendig aber nicht hinreichend sind. Die größte Effizienz und Lerngeschwindigkeit lassen sich erreichen, wenn die Mitarbeiter nach einer Einführung am Projekt begleitet werden. Auf diese Weise werden auch zeit- und kostspielige Umwege vermieden, auf denen findige Mitarbeiter das „Rad neu zu erfinden“ versuchen. Es braucht allerdings einige Zeit, bis man diese Instrumente souverän und flexibel anwenden kann und sie nicht zum technokratischen Korsett entarten. Für innovative Unternehmen ist der diesbezügliche Kompetenzaufbau deshalb ein MUSS. Versäumnisse führen nach einiger Zeit – speziell in der Entwicklung – zu erheblichen Qualitäts- und Zeitverlusten sowie zusätzlichen Kosten. Letztlich droht der Verlust von Wettbewerbsstärke. Der Aufwand für die methodische Kompetenz ist somit als „Investition“ in die Zukunft des Unternehmens zu verstehen.
    Viel Erfolg!
    Manfred Schrage

    • Sie sprechen mir aus der Seele, Herr Schrage. Ich bin zwar „nur“ Dipl. Psychologe, aber nach über 15 Jahren in der Projektingenieursausbildung VDI und nach 27 Jahren Erfahrung als Führungskräftetrainer und -Coach frage ich mich schon manchmal, warum Unternehmen nicht öfter und dauerhafter in die unbedingt nötigen (Grund-)Kompetenzen ihrer Mitarbeiter investieren und stattdessen eher fragwürdigem Mode-Chi-Chi hinterherlaufen. Z.B. was Kommunikation und Führung angeht. Feedback und ähnliche Methode, die zu den effektivsten überhaupt zählen, werden angewandt, als wenn es darum ginge, möglichst schnell die Motivation der Mitarbeiter zu zerstören, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch dies ist deshalb Thema in unserer Ausbildung.
      Vielen Dank für die guten Wünsche!
      Detlef Scheer

  7. So offensichtliche Fremdwerbung für ein zweifelhaftes Dienstleistungsangebot hat auf dieser Website nichts zu suchen.
    Inhaltlich kann man das ganze Gesülze nach VDI 6600 unter „Nice-To-Have aber im Prinzip unbrauchbar“ abhaken. Das wirkliche Projektleben gestaltet sich doch deutlich anders. Schön jedoch, wenn eine Anzahl von „Beratern“ damit ihr Geld verdienen können. Diese Arbeit birgt nämlich Null-Risiko bei maximaler Rendite.

    Die Techniker der alten Römer, die Ingenieure der Kaiserzeit und die Kollegen aus den Wirtschaftswunderjahren haben beeindruckende Leistungen in extrem kurzer Zeit geliefert, ohne Projektmanagement studiert, sich als Projektingenieur bezeichnet oder eine VDI-Richtlinie hierzu gekannt zu haben. Wie ging das bloß?

    Wirft man einen Blick auf aktuelle Großprojekte der privaten un der öffentlichen Hand, kommen Zweifel auf, dass wir „Könner“ an die Managementfähigkeiten unserer Vorfahren auch nur heranreichen. Dabei haben wir doch so tolle Richtlinien.

    Tatsächlich interessant ist auch die Zahl von Quereinsteigern, die plötzlich Projektmanager/ Projektingenieure sind. Geografen? Psychologen? Sind das die Kollegen, die im Projektalltag ständig Störfeuer geben an Stelle konstruktiver Mitarbeit?

    Vielleicht ist es Zeit aus diesem Verein auszutreten. Die großen Herausforderungen der Zukunft sieht der VDI offensichtlich nicht. Da reicht der Blick in die wöchnetlichen Auslassungen der VDI-Nachrichten. Von wegen Industrie 4.0, Cloud, Smart Grids, Elektromobilität und son Gedöns: Vorausschauen heißt die Folgen des gegenwärtigen Technologie- und Finanzhypes diskutieren und nicht auf jeden abgekoppelten (zum Teil selbstkreierten) Schlagwortwaggon aufspringen und mit Vollgas den Abhang runterfahren. Hauptsache in der Kasse klingelt es.

    Aber alles wird gut! Ist ja Karneval! Reimar Pflanz

    • Die großen Herausforderungen der Zukunft sind u. a. Industrie 4.0, Infrastrukturprojekte, Mobilität, erneuerbare Energien und neue Technologien wie etwa Bionik, Nanotechnologie, LED Technologie oder neue Medizintechnik. Genau damit beschäftigt sich der VDI sehr intensiv auf Kongressen, Tagungen, Seminaren, Messen und in seiner Arbeit mit zahlreichen Experten aus dem ehrenamtlichen Bereich. Hinzu kommt, dass der VDI anerkannte Regeln der Technik (VDI Richtlinien) zu diesen Themen erarbeitet. Mit Hypes, http://de.wiktionary.org/wiki/Hype, die erfahrungsgemäß viel Staub aufwirbeln, unnötiges Geld verschwenden und nach einem Höhepunkt zumeist wieder in der Versenkung verschwinden, beschäftigt sich der VDI nur am Rande. Für uns gilt „die Zukunft kann kommen“ denn wir beschäftigen uns mit ihren Themen. Vor diesem Hintergrund können Sie natürlich selbst entscheiden, ob Sie im VDI bleiben wollen oder nicht. Wir würden uns freuen, wenn Sie weiterhin ein Teil unseres Vereins bleiben.

      • Zitat: „Für uns gilt „die Zukunft kann kommen“ denn wir beschäftigen uns mit ihren Themen.“

        Genau damit beschäftigen Sie sich eben nicht, mit den Themen der Zukunft. Zumindest nicht im positiven Sinne.
        Eine ethische Reflektion oder Abschätzung von Technikfolgen gehören nicht zum Themenkreis des „technikbegeisterten“, zumindest auf Führungsebene rein männlichen VDI. Technik, um des damit zu verdienenden Geldes oder um ihrer selbst willen ist der Schwerpunkt der VDI-Arbeit. Diese Technik möchte „verwaltet“, heißt normiert und beworben werden. Mit den Folgen der Technik darf sich dann das Individuum rumschlagen. Folgekosten trägt die Allgemeinheit. Zukunftsthemen sind die in Ihrem Beitrag genannten aus meiner Sicht nicht. Es sind Geldthemen ohne „Glücks“-Gewinn für Individuum und Gesellschaft. Ja, aus ehemals bestehender Technikbegeisterung entwickelt sich bei mir eine immer ausgeprägtere Skepsis.
        Das hat zwar alles mit dem Thema des Blogs nichts zu tun, aber egal.
        Zum Blogthema bleibe ich dabei: solche Normen braucht kein mit leidlichem Verstand begabter Mensch.

        Habe heute meine Austrittserklärung abgeschickt. Tschüss VDI!

        Reimar Pflanz

        • Guten Tag Herr Pflanz, leider können wir bei 152.000 Mitgliedern nicht immer die Meinung aller Mitglieder wiederspiegeln. Dass Sie den Verein deswegen verlassen möchten, finden wir sehr schade. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit, diese Entscheidung zu ändern?

    • Manfred Schrage:
      Lieber Herr Pflanz,
      es ist (oder war zur Zeit Ihres Kommentars)Karneval. Da kann man gut austeilen. Aber Sie haben da offenbar einen sehr schlechten Tag erwischt. Denn es ist wie immer: Diejenigen, die nur Kritik und Häme verbreiten, haben selten gute Antworten.
      Im übrigen zeigen meine Erfahrungen aus der Praxis, dass die beschämenden Resultate einiger deutscher Großprojekte weigehend nichts mit der Lage unserer KMU zu tun haben.
      Soweit meine Kritik. Es ist ja Aschermittwoch!

      • Lieber Herr Schrage,
        so umfangreiche Erfahrungen wie Sie sie besitzen, kann ich leider nicht vorweisen. Meine bescheidenen Erfahrungen kann ich so zuammenfassen: Projekte in größeren Unternehmen und für Investitionsgesellschaften holpern und stolpern, werden regelmäßig deutlich teurer (alternativ mangels Geldes minderwertiger) und sind häufig schlicht unnötig. Regelmäßig mangelt es bei damit befassten Ingenieuren am technischen Know-How, ja – aus meiner Sicht ist der deutsche Ingenieur auch nicht besser als seine Kollegen in anderen Ländern. Da kommen die abenteuerlichsten Sachen zu Stande. Rechtsanwälte verdienen an Mangelstreitigkeiten rege und zu Anteilen, die das Ingenieurhonorar deutlich übersteigen.
        Ob das in kleineren und mittleren Unternehmen anders ist, kann ich mangels umfänglicher Erfahrung nicht beurteilen.

        Einen schlechten Tag hatte ich übrigens nicht, ebensowenig wie heute.

        Frühlingsgrüße von
        Reimar Pflanz

  8. Eins noch, sehr geehrter Herr Rauwerdink: das angelsächsische „Du“ im täglichen Sprachgebrauch ist in die deutsche Sprache nicht übertragbar, da unsere Sprache keine Hilfskonstruktionen kennt, die ein „Du“ als formal respektvoll bzw. als freundschaftlich lässig kennzeichnet. Dafür gibt es in der deutschen Sprache die respektvolle und höfliche Anrede „Sie“ einschließlich der zugehörigen Mehrzahlformen und Beugungen.

    Reimar Pflanz

    • Guten Tag Herr Pflanz, wir nutzen in den Social-Media-Kanälen des VDI, dazu gehört auch das VDI-Blog, in der Regel das im Netz gebräuchliche „Du“. Damit haben wir bisher sehr positive Erfahrungen in der Diskussion mit unterschiedlichen Zielgruppen gemacht. Selbstverständlich wechseln wir in der direkten Ansprache auf Wunsch gerne zurück zum „Sie“.

      • Lieber VDI,
        genau das ist es, was ich meine: das „Web-Du“ kommt aus dem englischen Sprachraum und wurde, wie so vieles insofern es aus den USA kommt, unreflektiert ins Deutsche übernommen. Allerdings gibt es im Englischen eben „Du“ und „Du“ (siehe mein Kommentar), dass auch im englischsprachigen Web entsprechend verwendet wird.
        Woher Sie Ihre Kenntnis haben, dass im deutschsprachigen Web das „Du“ üblich ist, erschließt sich mir nicht. Ich lebe wohl in einem „Parallelweb“.
        Am Rande: Einer stockkonservativen Organisation wie dem VDI, steht das „Du“ wirklich nicht gut.

        • Lieber Herr Pflanz, auch bezüglich des wie Sie es so schön nennen „Web-Du“ gibt es verschiedene Meinungen. Selbstverständlich respektieren wir, wenn Sie lieber gesiezt werden möchten.

  9. Sehr geehrter Herr Rauwerdink,

    vielen Dank für die Initialzündung dieser Diskussion!

    Sehr geehrter Herr Schrage, sehr geehrter Herr Scheer,

    sie beide sprechen mir aus der Seele; vielen Dank dafür! Auch heute noch wird sehr häufig in der Industrie nach dem Motto gehandelt: Der Ingenieur XYZ hat sich bewährt und ist ein guter Mann / gute Dame, daher soll der Ingenieur „auch eben noch so mal“ ein Projekt managen mit all den weiter oben beschriebenen Facetten.
    Gerne möchte ich die kontroverse Diskussion beginnen: Ist eigentlich jeder Ingenieur auch in der Lage ein stark strukturell und organisatorisch geprägtes Projekt zu managen? Gibt es nicht eine große Anzahl von Ingenieuren, die einen Schwerpunkt auf dem Gebiet der Kreativität und der Lösungsfindung haben (sie nutzen dabei stark die rechte Gehirnseite)? Organisieren, Strukturieren und Ordnung schaffen werden doch eher in der linken Gehirnhälfte abgearbeitet, oder?

    Passen eigentlich diese kontroversen Aufgabenstellungen immer in einer Person gebündelt, zusammen?

    Wäre es häufig nicht überlegenswert, zumindest den Versuch zu unternehmen, gänzlich unterschiedliche Aufgabenstellungen auch von unterschiedlichen Menschen abarbeiten zu lassen? Muss man unbedingt jeden guten Ingenieur dazu bringen, mehr mit der linken Gehirnhälfte zu arbeiten? In unserer Firma gehen wir den Weg eine sinnvolle Aufgabenverteilung auch in Erwägung zu ziehen.

    Gerne verfolge ich den Fortgang dieser Diskussion. Bei Bedarf kann ich auch über erfolgreiche Projekte mit Aufgabenteilung gemäß der Fähigkeiten der betroffenen Menschen berichten.

    Viele Grüße!

    • Genau das sind die Fragen in unserem Mittelstand: Die Synthese von Kreativität und methodischer Disziplin und eine gelungene Balance zwischen Teamwork und Aufgabenteilung. So gilt es z.B. ganz praktisch zu vermeiden, dass kreative Ingenieure ihre Zeit damit verbringen in methodischer Hinsicht „das Rad neu zu erfinden“, weil sie weder geschult werden noch geeignete Unterstützung finden. Denn Versäunisse dieser Art führen letztlich zur Schwächung der Wettbewerbsstärke!
      Manfred Schrage

  10. Lieber Herr Rauwerdink, auch für einen Nicht-Ingenieur ein sehr sehr spannender Artikel.

    Klasse beschrieben und zusammengefasst. Und die Diskussion hier in den Kommentaren ist mit Sicherheit genauso spannend :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*