Zum Welttag der Meterologie 2014

So hilft der Klima-Michel uns allen

Dieses Jahr steht der Welttag der Meteorologie am 23. März unter dem Motto „Wetter und Klima: Begeisterung der Jugend“. Auch für uns im VDI spielt die Meteorologie eine große Rolle. Zum Beispiel beschreibt der VDI in seinen VDI-Richtlinien, wie die Wetterbeobachtung funktioniert und wie wir Temperatur, Luftdruck, Wind, Niederschlag und vieles mehr richtig messen können.

Auswirkungen des Klimawandels im Fokus
Neben dem Thema Wetter gibt es aber auch zum Klima, z.B. dem Klima in unseren Städten, spannende Themen, die von unseren Experten bearbeitet und ebenfalls in VDI-Richtlinien beschrieben werden. Da Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen besonders aufgrund des Klimawandels im Fokus stehen, braucht man eine Möglichkeit, die Auswirkungen des Klimawandels auf den menschlichen Körper beschreiben zu können.

Klima-Michel
Zur Bewertung der Temperatur zieht man den sogenannten Klima-Michel zu Rate. Der Klima-Michel ist ein Durchschnittsmensch, 35 Jahre alt, 1,75 Meter groß und 75 Kilogramm schwer.Ungefähr so sieht er aus:

Bild: VDIKlima-Michel

Er hilft dabei zu beschreiben, wie wir Menschen Temperatur empfinden. Die gefühlte Temperatur unterscheidet sich nämlich von der Temperatur, die ein Thermometer misst. In die gefühlte Temperatur geht auch die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchtigkeit, die Kühlung durch verdunstenden Schweiß, die Erwärmung durch Sonnenstrahlen und die kühlende oder wärmende Umgebung (z.B. Wälder oder Städte) ein. Im Sommer nennt man das unangenehme Gefühl von feucht-klebriger Haut und Kleidung „Schwüle“, auch wenn die Außentemperatur eigentlich erträglich sein müsste. Auch das ist ein Fall von gefühlter und eben nicht gemessener Temperatur.

Hitze- und Kältestress
Als Ergebnis der Bewertung kann man Aussagen über den Hitze- oder Kältestress, dem der menschliche Körper ausgesetzt ist, treffen. Mit dem Klima-Michel lässt sich so zum Beispiel berechnen, welche Bauprojekte in einer Stadt belastend oder entlastend sind, an welchen Orten Neubaugebiete geplant werden können, wo grundsätzlicher Handlungsbedarf besteht und wie Stadtparks im Stadtgebiet verteilt sein sollten. Es kann aber auch schon ein einzelner Baum, der vor dem Haus gepflanzt wird, helfen, den Hitzestress im Sommer zu verringern.

Bild: VDISimon JaeckelAutor: Simon Jäckel
Position im VDI: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Technik und Wissenschaft)
Aufgabe im VDI: Erarbeitung von VDI-Richtlinien zu umweltmeteorologischen Fragestellungen in enger Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Experten des VDI

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*