Industrielle Bildverarbeitung

Im Mittelpunkt steht das Kamerasystem

Industrielle Bildverarbeitung – Was ist das eigentlich? Und was haben VDI-Richtlinien damit zu tun?

Was ist industrielle Bildverarbeitung?
Aber was genau ist eigentlich Industrielle Bildverarbeitung? Bitte denken Sie jetzt nicht direkt an Photoshop und Co., denn damit hat das Ganze nichts zu tun. Industrielle Bildverarbeitung geht so: Man nehme eine industrielle, automatisierte Produktion. An den daraus entstehenden Produkten möchten Sie etwas messen, prüfen oder diese für die Weiterverarbeitung positionieren. Das geht natürlich nicht von Hand, sondern erfolgt mithilfe eines Kamerasystems.

Kamerasystem als zentrales Element
Diese Kamera nimmt Bilder der Produkte im Fertigungstakt auf, die dann wiederum auf einem Rechner automatisch ausgewertet werden. Der Rechner gibt dann die relevanten Informationen an die Anlagensteuerung weiter, die dann – falls nötig – Maßnahmen ergreift. Im einfachsten Fall kann das eine Luftdüse sein, die fehlerhafte Produkte wegpustet. In anderen Fällen kann es sogar ein richtiger Roboter sein, der in die Produktion integriert ist und komplizierte Bewegungen zum exakten Greifen vornimmt. Wenn die Kamera die Produkte schließlich „für gut befindet“, werden diese weiterverarbeitet oder zum Kunden geschickt. Schlechte Produkte werden entsorgt oder nachgearbeitet.

VDI-Richtlinien erklären praktischen Nutzen
Im Rahmen eines Vortrags auf der Hannover Messe 2014 habe ich erklärt, wie VDI-Richtlinien entstehen, und habe den Fachausschuss Bildverarbeitung in der Mess- und Automatisierungstechnik vorgestellt. Die Zuhörer erfuhren, welche Themen in den Richtlinien zur industriellen Bildverarbeitung behandelt werden und welchen praktischen Nutzen die Richtlinien für Anbieter und vor allem auch für Anwender in der industriellen Produktion haben. Wird ein  Bildverarbeitungssystem einsetzt, kann es schnell ein großes (und damit teures) Problem werden, wenn sich die Anforderungen an ein Kamerasystem im Projektverlauf ändern, auch wenn die Modifikationen nur klein zu sein scheinen.

Mehr Informationen zu Bildbearbeitungsprojekten
Sie haben den Vortrag verpasst? Kein Problem: Auf der Messe Control in Stuttgart haben Sie auf dem Stand der Vision Academy die Möglichkeit, am 07., 08. und 09. Mai jeweils um 11:00 Uhr den Vortrag noch einmal zu hören. Weitere Informationen zur Richtlinie gibt es unter www.vdi.de/2632. Und wenn Sie richtig tief in das Thema Bildverarbeitung einsteigen wollen: Am 21. und 22. Mai 2014 diskutieren Experten auf der VDI-Fachkonferenz „Industrielle Bildverarbeitung 2014“ unter der Leitung von Professor Christoph Heckenkamp – Studiengang Optotechnik und Bildverarbeitung – von der Hochschule Darmstadt über neueste Trends und Entwicklungen im Bereich der Industrial Machine Vision.

Erik MarquardtAutor: Dr. Erik Marquardt
Aufgabe im VDI: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik, Fachbereich Optische Technologien

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