Technische Allgemeinbildung

Den Ingenieur in sich entdecken

Welches Potenzial hat die neue Technologie? Wird sich die spannende Erfindung durchsetzen? Nur wer Technik kompetent einschätzen und bewerten kann, wird sie erfolgreich nutzen können – davon ist Dr. Dr. Gabriele Graube überzeugt. Was es dafür braucht? Technische Allgemeinbildung – und das so früh wie möglich. Im Interview erklärt die VDI-Ehrenamtliche, warum das so wichtig ist:

Frau Dr. Graube, seit wann sind Sie im VDI und warum sind Sie damals eingetreten?
Seit ca. fünf Jahren. Ich bin auch deshalb VDI-Mitglied geworden, weil sich der VDI nicht nur für den Technik-Nachwuchs, sondern insbesondere auch für technische Allgemeinbildung engagiert.

Beschreiben Sie uns kurz den Moment in dem Sie wussten: Ich werde Ingenieur/-in?
Im Grundschulunterricht bauten wir Getriebe und meinen Lehrer schienen meine Konstruktionen zu beeindrucken. Er meinte mit großer Überzeugung, dass in mir eine kleine Ingenieurin stecken würde. Das war ein Moment, in dem ich wusste, jemand traut mir das zu!

Was bedeutet es für Sie, Ingenieurin zu sein?
Ingenieurin zu sein bedeutet für mich, Gestalter zu sein, zu verändern, einzugreifen, Dinge und Prozesse in Frage zu stellen und besser zu machen. Diese Einstellung und Grundhaltung ist im Wissenschaftsbereich, in dem ich jetzt tätig bin, ebenfalls sehr hilfreich.

Welche Rolle spielt der VDI für Sie?
Der VDI bietet einen Rahmen und eine Plattform, um sich intensiv mit anderen Mitstreitern im VDI und auch mit Partnern im Netzwerk zum Thema technische Allgemeinbildung auszutauschen und neue Gedanken zu entwickeln. Daher sehe ich den VDI nicht nur als Sprecher der Ingenieure, sondern auch als Sprecher für eine nachhaltige Implementierung technischer Allgemeinbildung in der Schule.

Was wünschen Sie sich in Zukunft vom VDI?
Ich wünsche mir, dass der VDI – wie bisher – Verantwortung für Wissenschaft und Technik in der Allgemeinbildung übernimmt, diesem Bereich einen hohen Stellenwert einräumt, sich bildungspolitisch engagiert und dabei klare Forderungen an die Politik formuliert. Ich wünsche mir natürlich auch, dass der VDI seine Aktivitäten zur Begeisterung des Techniknachwuchses, wie den VDIni-Club, die VDI-ZUKUNFTSPILOTEN oder den Leonardo da Vinci-Preis, selbst mit großer Begeisterung weiterführt.

Cathrin Becker_2Das Interview führte: Cathrin Becker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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