15 Jahre Bologna-Reform

Ein Blick auf die Ingenieurwissenschaften

Vor 15 Jahren begann die Bologna-Reform, Bachelor und Master hielten Einzug in alle Studiengänge. Wie haben sich vor diesem Hintergrund die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge entwickelt?

Bild: Thomas Ernsting / LAIFLabor_Frau_Schutzbrille_Behaelter_Formeln_auf_Glasplatte

97% der Studiengänge sind umgestellt
Der Bologna-Prozess hat den Hochschulen die Chance gegeben, im Rahmen der Neugestaltung ihrer Studienangebote zusätzliche Studierende für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen. Trotz anfänglicher Vorbehalte haben die Ingenieurwissenschaften diese tiefgreifende Reform engagiert umgesetzt: Bis zum Sommersemester 2014 sind 97 Prozent der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge auf die Bachelor- und Master-Struktur umgestellt worden.

Umstellung noch nicht abgeschlossen
Die Umstellung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Es ist schon vieles gut gelungen, aber es gibt noch einige Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Beispielhaft seien hier eine mögliche Studienflexibilität sowie die Auslandsmobilität während eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums genannt.

Attraktivität gesteigert
Es konnte die Attraktivität des Ingenieurstudiums in den letzten Jahren gesteigert werden, denn die Anzahl der Studienanfänger in den Ingenieurwissenschaften hat zugenommen. Sie lag im Studienjahr 2013/2014 bei 164.628. In Anbetracht einer deutlich gestiegenen Gesamtstudierendenzahl liegt der Anteil der Ingenieurstudierenden derzeit bei etwa 20 Prozent. Erfreulich ist der Rückgang der Studienabbruchquoten in den Ingenieurwissenschaften an Universitäten. Die Zahlen einer Studie belegen, dass die Hochschulen lernende Organisationen sind und ihre Studiengänge sowie begleitende Angebote kontinuierlich weiterentwickeln.

Kathrin Sevink_BGAutorin: Kathrin Sevink
Aufgabe beim VDI: Kümmert sich um Themen zur Ingenieurausbildung

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