VDI als ideeller Träger der FSG

Gemeinsam für den Ingenieurnachwuchs

Die Formula Student Germany (FSG) startet am 29. Juli in ihre neunte Runde. Sie ist seit ihren Anfängen eng mit dem VDI verbunden – so eng, dass es Leute gibt, die sie für eine VDI-Veranstaltung halten. Aber ist sie das auch? Wir erklären, was sich hinter dem Begriff „ideelle Trägerschaft“ verbirgt.

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2014 startet die FSG mit einem neuen Teilnhemerrekord in die neunte Runde. (Bild: FSG / Hirvonen)

Es war einmal in Amerika…

Die Formula Student ist eigentlich eine amerikanische Erfindung. Die große Gesellschaft der amerikanischen Automobilingenieure SAE begann in den 1980er Jahren einen Konstruktionswettbewerb für Studenten auszurichten. Schnell wird die Idee in anderen Ländern aufgegriffen, auch deutsche Teilnehmer wollten eine eigene Veranstaltung durchführen. Was lag daher näher, als sich nach dem Beispiel der SAE und ihrer Nachahmer an den nationalen Ingenieurverein zu wenden?

Der VDI nahm die Anregung auf und unterstützte die Gründer des Trägervereins Formula Student Germany e.V., der das Ereignis seit Beginn veranstaltet. Der Beitrag des VDI war dabei größtenteils ideeller Natur. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Punktrichter zum Beispiel, die sich zu großen Teilen aus dem Netzwerk des VDI rekrutieren ließen, wäre eine Veranstaltung wie die FSG nicht durchzuführen gewesen. Auch die Unternehmen, die als Sponsoren gewonnen werden konnten, fassten oft aufgrund bestehender Kontakte zum VDI schnell Vertrauen in das neue Projekt.

VDI und FSG verfolgen dieselben Ziele

Die Ziele von FSG und VDI liegen auf derselben Linie – die des Studentenwettbewerbs sind etwas spezieller, die des VDI etwas allgemeiner gefasst, aber mit der Unterstützung des Formula Student-Events erreicht der VDI gleich mehrere seiner Vereinszwecke. Nachwuchsförderung und Imagewerbung für den Ingenieurberuf, Stärkung des eigenen Netzwerkes, der ehrenamtlichen Arbeit und der Wissensvermittlung. In diesen Übereinstimmungen zwischen FSG und VDI liegt die ideelle Trägerschaft durch den VDI begründet.

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Teamarbeit, technisches Verständnis, Kontakte zur Industrie nutzen – bei der FSG kommt es gleich auf mehrere Fähigkeiten an. (Bild: FSG / Kroeger)

Wer durch die Schule der Formula Student gegangen ist, der ist auf die Berufspraxis des Ingenieurs bestens vorbereitet. Mit begrenzten Ressourcen in begrenzter Zeit das bestmögliche Ergebnis erzielen, Regeln einhalten, schnell dazulernen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, rigoros planen und kreativ improvisieren, Aufgaben im Team verteilen und Teilergebnisse zu einem Ganzen zusammenzufügen – besonders diese Management-Skills lernt man hier im Schnellverfahren. Kein Wunder, dass die Sponsoren aus der Industrie den Kontakt zu den Teams suchen. Und kein Wunder, dass erfahrene Juroren aus solchen Fachgebieten wie Wertanalyse und Projektmanagement ihre Freude an den Präsentationen der Nachwuchskräfte haben.

Deshalb reicht im VDI die Wirkung der Formula Student weit über die Fachgesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik hinaus. Sie ist vorbildlich für die Gestaltung praxisnaher Nachwuchswettbewerbe.

Bild: VDIThomas Albrecht_quadratÜber den Autor:
Thomas Albrecht ist Geschäftsführer der Fachgesellschaft für Fahrzeug- und Verkehrstechnik (VDI-FVT) im VDI.

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