Wettbewerb "Nachhaltiges Holzhotel"

Mit unkonventionellem Denken auf Platz 3

Spannend war es, lehrreich und kreativ: Der Entwurfswettbewerb „Nachhaltiges Holzhotel“, den die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik im Wintersemester 2013/2014 auslobte, war ein voller Erfolg. 89 Teams mit insgesamt 297 Studierenden haben sich beteiligt. Am 16. Mai zeichnete schließlich eine Jury bei der Endausscheidung in Berlin das Gewinnerteam der RWTH Aachen für seinen „Musikbox-Hotel“ aus. Es folgten die Teams der Universität Stuttgart und der TU Wien auf den Plätzen 2 und 3.

Wir konnten nicht genug bekommen von den vielen kreativen Ideen und Gedanken, die sich die Teams um ihre Projekte gemacht haben. Deshalb haben wir bei den drei Finalisten noch einmal nachgefragt, wie der Wettbewerb eigentlich für sie war. Unsere Reihe startet mit den Drittplatzierten aus Österreich.

Bild: VDITU Wien

Anna Ladurner und Martin Höck (mitte) von der TU Wien bei der Bekanntgabe der platzierten Teams in Berlin. (Bild: VDI)

Stellt Euch doch bitte kurz vor.
Wir, Anna Ladurner und Martin Höck, studieren beide Architektur im Master an der TU Wien. Gemeinsam mit dem Building Science-Studenten Vaibhav Jain haben wir am VDI-Wettbewerb teilgenommen.

Was meint Ihr, zeichnet Eurer Team besonders aus?
Wir sind ein engagiertes und unkonventionell denkendes Team, das aus völlig verschiedenen Menschen besteht. Nur so und durch intensiven Austausch und Diskussion, denken wir, können gelungene Projekte entstehen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden mit unserem Projekt am VDI-Wettbewerb teilzunehmen.

Es ist sicherlich nicht leicht ein Hotel nach bestimmten Vorgaben und dann noch möglichst ideenreich zu entwerfen. Welche Herausforderungen waren die größten für Euch?
Eine besondere Herausforderung, aber auch eine besondere Stärke speziell in unserem Projekt, sehen wir in der städtebaulichen Situation des Bauplatzes. Trotz der Vorgabe, sich in Bezug auf das Wettbewerbsprojekt nicht allzu sehr mit Themen wie Spreeverbauung, „Media Spree“ und dem sozialen Gefüge im Viertel auseinanderzusetzen, haben wir dies doch getan. Die soziale Nachhaltigkeit spielt bei unserem Projekt also eine Hauptrolle. So sind wir auch zu dem, im Vergleich zu vielen anderen Projekten, außergewöhnlich offenen „Stadtraum“ im Erdgeschoss gekommen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema mehrgeschossiger Holzbau war eine weitere Herausforderung bei dem Projekt.

Gratulation! Am Ende habt Ihr es bis aufs Treppchen geschafft und Euch den dritten Platz gesichert. Was hat Euch am Wettbewerb am besten gefallen?
Wir nehmen mit Sicherheit ein ganz großes Stück Erfahrung in punkto Präsentation und Wettbewerbssituation mit. Solche Dinge lernt man nur, indem man sie selbst macht, und hier finde ich den VDI-Wettbewerb eine tolle und sehr realitätsnahe Vorbereitung auf das Berufsleben. Gerade die Interdisziplinarität tut dem ganzen zusätzlich gut. Als Architekt arbeitet man immer mit verschiedensten Gewerken zusammen, eine derartige Vorbereitung ist hier natürlich optimal und sollte wahrscheinlich noch öfter und intensiver angestrebt werden.

Bild: Team TU WIenBild Entwurf_platz 3 TU Wien

Das Ergebnis einer engagierten und unkonventionellen Teamarbeit: Der Entwurf des Teams der TU Wien schaffte es auf den 3. Platz. (Bild: TU Wien)

 

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Ein Gedanke zu “Mit unkonventionellem Denken auf Platz 3

  1. Im Rahmen seiner Masterarbeit an der Liverpool Business School schaltet Architekt und Projektmanager Max Haug eine Online-Umfrage zur Erfassung der Leistungsfähigkeit und des Reifegrads von öffentlichen Bauherren unter folgendem Link: https://www.soscisurvey.de/maxhaug_LJMU/ Passwort: Reifegradmodell
    Zur Teilnahme bis zum 24.10.2014 sind alle Manager der Baubranche eingeladen (Bauherrenvertreter, Bauunternehmer, Architekten, Ingenieure und sonstige Projektbeteiligte bei öffentlichen Bauvorhaben).

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