Fußballfan und Ingenieur - eine gute Kombi

Sind wir nicht alle ein bisschen Schland?

Dr. Sebastian Grams ist Leiter Systemarchitektur / Simulation Antriebskonzepte / CO2-Management bei Audi und arbeitet am Unternehmenssitz in Ingolstadt. Im Interview erklärt der eingefleischte Fußballfan, welche Gemeinsamkeiten sein Hobby mit seinem Beruf hat.

Bild: Icelig / Shutterstock.comSchland_ohne
Beim Fußball ist es gut Einzelkönner zu haben, aber ohne ein starkes Team ist kein Sieg möglich. Zählen bei Ingenieuren eher Einzelleistungen oder ist das Team entscheidend?
Teamarbeit ist bei Audi in jedem Bereich essentiell. Wie bei einer Fußballmannschaft wollen auch wir die Stärken jedes einzelnen Teammitglieds einbringen. Nur so können wir mit den richtigen „Spielzügen“ zum gemeinsamen Erfolg kommen. Natürlich können – wie im Fußball – Einzelkönner die Mannschaft pushen, aber letztlich zählt für einen dauerhaften Erfolg die Teamleistung.

Ohne einen Trainer oder Manager, der plant und koordiniert, ist kein Erfolg beim Fußball möglich. Wie wichtig ist ein Manager für die Arbeit als Ingenieur?
Manager stellen ihre Teams taktisch auf und ordnen den jeweiligen Teammitgliedern die passenden Aufgaben zu. Dabei entwickeln sie sich durch Qualifizierungsmaßnahmen ständig weiter und bleiben – wie Fußballspieler – im Training.  Wenn ein Team gut eingespielt ist, muss der Trainer oder Manager nur beobachten, zuhören und beraten.

Obwohl sich die grundlegenden Spielregeln beim Fußball nicht ändern, ist seit Jahren ein Fortschritt in der Taktik der Mannschaft und der Technik der einzelnen Spieler zu erkennen. Auch Ingenieure schaffen immer wieder neue Innovationen. Wie ist das möglich?
Individuelle und kreative Herangehensweisen an Problemstellungen sind für Fußballer und für unsere Audi-Ingenieure entscheidend. Der Fußballer hat das Ziel, ein Tor zu schießen; der Ingenieur hat das Ziel, Innovationen zu entwickeln. Die Möglichkeiten, ein Tor zu schießen, sind vielfältig und auch der Ingenieur kann technische Herausforderungen auf verschiedene Arten lösen. Durch clevere Spielzüge, Pioniergeist oder kreative, mutige Lösungen entstehen Innovationen.

Bild: FSGFußballfan_Ingenieur

Für Audi ist Dr. Sebastian Grams auch auf der Formula Student als Juror im Einsatz (Bild: FSG)

Im Fußball gibt es manchmal ganz besondere Momente, die lange noch in Erinnerung bleiben, wie z.B. das Wembley Tor oder Siege eines Underdogs wie der Europameistertitel im Jahr 2004 von Griechenland. Wie sieht es in der Ingenieurwissenschaft aus?
Besondere Ereignisse, die Jahre später noch für Gesprächsstoff sorgen, erleben auch Ingenieure. Für mich persönlich war die Entwicklung des Innovativen Thermomanagements (ITM) ein solches Ereignis. Unser Ziel war der Serieneinsatz dieser Technologie, die den Kraftstoffverbrauch um bis zu drei Prozent senkt. Der Weg dahin war einerseits mit harter Arbeit und viel Schweiß, andererseits aber auch mit extrem viel Spaß und Ehrgeiz verbunden.

Autorin: Annika Jochheim, AUDI AG

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