Auf dem Weg zur Fabrik der Zukunft

Gemeinschaftsprojekt von VDI und ASME startet in die 2. Runde

Der VDI hat mit der ASME American Society of Mechanical Engineers erfolgreich ein Nachwuchsprojekt zum Thema “Advanced Manufacturing Technology” ins Leben gerufen.

Erst Deutschland, nun die USA: Nach einem Auftakttreffen in Düsseldorf kam das zehnköpfige internationale Projektteam nun in Washington D.C. erneut zusammen. Über ein Senatorentreffen, Ziele sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Ländern berichtet Teammitglied Sebastian Siemes.

Bild: VDIIMG_5278

Das Projektteam (v.l.n.r.): Arno Kühn, Sebastian Siemes, Julie Bachmann-Kulik, Christoph Bellmann, Lakshmi Singh, Lars Gehrke, Paul Moore, David Rule, Dania Dawood, Matthew Standley

Wie sieht die Industrie der Zukunft aus? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Initiative “Industrie 4.0” der Bundesregierung und ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema, nicht nur in Deutschland sondern auch in anderen Ländern. In den USA beispielsweise wird diese Thematik mit der Überschrift “Advanced Manufacturing Technologies” überschrieben und gehört auch dort zu einem stark fokussierten Forschungszweig.

Aus der aktuellen Relevanz der Thematik hat der VDI zusammen mit der ASME im Juni diesen Jahres ein Gemeinschaftsprojekt gestartet, um eine internationale Perspektive auf die Industrie der Zukunft zu bekommen und um den beteiligten Projektmitgliedern aus dem Netzwerk der Studenten und Jungingenieure eine Möglichkeit zur internationalen Zusammenarbeit zu ermöglichen.

In einem ersten Treffen im Juli kam die Gruppe, bestehend aus fünf Amerikanern und fünf Deutschen, in Düsseldorf zusammen, um eine gemeinsame Zielstellung zu definieren und das weitere Vorgehen zu planen. Das zweite Treffen der Gruppe fand vom 9. bis 12. Oktober in Washington D.C., USA, statt. Zunächst hatte die Gruppe Zeit, sich am Freitag im NIST (National Institute of Standards and Technology) sowie im Büro von Senator Sherrod Brown von der Relevanz des Themas “Advanced Manufacturing Technologies” in den USA zu überzeugen. Die dadurch weiter gesteigerte Motivation, intensive Arbeit in das Projekt zu einzubringen, konnte direkt am folgenden Tag umgesetzt werden, an dem der Kern des Projekts bearbeitet wurde.

Die Grundlage für die Arbeit liefert das weltweit sehr übereinstimmend beschriebene Bild der “Fabrik der Zukunft” einerseits, sowie die aktuellen Fertigungsvorgänge in den USA und in Deutschland andererseits. Das Bild der “Fabrik der Zukunft” konnte als gemeinsames Ziel definiert werden, wohingegen die aktuelle Situation in beiden Ländern in einigen Bereichen teils stärkere Abweichungen voneinander aufweist. Ziel des Projekts ist es, Handlungsempfehlungen zu geben, wie der Weg hin zu einer gemeinsamen “Fabrik der Zukunft” gestaltet werden kann. Dabei wird das Projektteam das Hauptaugenmerk auf die unterschiedlichen Bildungs- und Ausbildungssysteme in beiden Ländern legen. Es soll sowohl auf bereits bestehende “Best Practices” in beiden Ländern eingegangen werden als auch mögliche neue Wege aufgezeigt werden, die entweder von Bildungsinstituten, Unternehmen und nicht zuletzt den beteiligten Ingenieursvereinen umgesetzt werden. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt in einer Veröffentlichung, wobei die Ergebnisse darüber hinaus auf verschiedenen Fachkonferenzen und -Kongressen präsentiert werden sollen.

Autor: Sebastian Siemes
Position im VDI: Mitglied im VDI-ASME-Projektteam, Mitglied im Vorstand des Netzwerks der Studenten und Jungingenieure im VDI
Aufgabe im VDI: Schnittstelle zwischen Vorstand und Projektteam

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