#vdiww - Adventsaktion / Tag 4

Woher weiß ein Zug, wohin er fahren soll?

Ihr kennt das: Man sitzt entspannt im Zug, muss von A nach B kommen und kann sich ohne Bedenken während der Fahrt auf andere Dinge wie lesen oder arbeiten konzentrieren, denn der Zug kommt auf jeden Fall dort an wo man hin muss. Woher weiß der Zug aber, wohin er fahren muss?

Bild: Deutsche Bahn AGVDI_WW_Thema_Zug-blog

Längstes Schienennetz Europas
Ein Blick ins Netz zeigt: Das deutsche Schienennetz ist das längste Europas. Jeden Tag fahren 31.870 Züge auf 33.890 km Bahnlinien kreuz und quer durchs Land. Mehr als 11.632.000 Züge sind jedes Jahr unterwegs. Dass diese Züge alle dort ankommen, wo sie hinsollen und das auch noch ohne Kollisionen erfordert viele Automatismen.

Was ist überhaupt ein Zug?
Wir haben dazu mal bei den Kollegen der Deutschen Bahn einmal nachfragt:
„Die Antwort kommt Euch, liebe cand.-ing., sicher wie ein Weihnachtsmärchen vor, sie ist aber wahr. Erst einmal stellt sich die Frage, was denn ein Zug ist. Ja, jeder meint sie zu kennen, die schnaufenden Dampfloks mit ihren Kohlewagen, die roten S-Bahn-Triebwagen oder die weißen ICE mit ihren roten Streifen. Das alles sind vielleicht bei der Spur H0 Züge, aber bei der großen Eisenbahn nicht.

Denn Züge sind die auf die freie Strecke übergehenden, aus Regelfahrzeugen bestehenden, durch Maschinenkraft bewegten Einheiten und einzeln fahrende Triebfahrzeuge. Diese Definition steht übrigens mal nicht im Dubbel, sondern in der EBO § 34 (1).

Fahrplan und Fahrstraßen
Alle Züge verkehren nach einem Fahrplan. Mit diesem Fahrplan wird der Laufweg für einen Zug festgelegt. Auf den Stellwerken sind Fahrdienstleiter, die nach einem solchen Fahrplan die Fahrstraßen einstellen und dann dem Zug über Signale die Zustimmung zur Fahrt geben. Und daher weiß dann der Zug auch, wo er hin muss. Denn der Triebfahrzeugführer, das ist die vorne im Führerstand sitzende Frau oder der Mann, kann nicht lenken und die Richtung vorgeben. Dafür ist eine Zugfahrt durch ihre spurgebundene Führung nicht geeignet.“

+++Geschenke, Geschenke, Geschenke+++
Bild: VDIUSB_Hub_vdiwwAuch um heutigen vierten Türchen unseres kleinen Adventskalenders haben wir Geschenke zu verlosen: Die Deutsche Bahn schenkt Euch fünf Station Hub & Kartenleser. Das ist ein ziemlich praktisches Tool, mit dem ihr mehrere mobile Geräte an Euren PC anschließen könnt. Der Kartenleser hat vier Slots sowie ein USB-Hub mit drei Ports.  Beantwortet uns einfach bis zum 10. Dezember 2014 als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Wenn Ihr Euch jetzt sofort in den Zug setzen und das Ziel selbst bestimmen könntet – wo würdet Ihr hinfahren wollen?  Unter allen, die mitmachen, verlosen wir die fünf Geräte.

Teilnahmebedingungen findet ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

Über #vdiww
„VDI Wissenswertes Wissen“ (#vdiww) ist ein neues Themenformat des VDI. Darin geht es um alltägliche Themen, die uns interessieren und beschäftigen. Mit #vdiww schafft der VDI Abhilfe und beantwortet gemeinsam mit seinen Partnern Fragen des täglichen Lebens.

Passfoto Hanna BüddickerAutorin: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um den Außenauftritt des VDI in Form von Reden, Präsentationen, Ausstellungen. Projektleiterin des Jugendsenders tectv und Redakteurin der Mitarbeiterzeitung

Kommentare & Pingbacks

3 Gedanken zu “Woher weiß ein Zug, wohin er fahren soll?

  1. „Jeden Tag fahren 31.870 Züge auf 33.890 km Bahnlinien“. Das ist richtig, und zwar genau nach der nachfolgenden Definition eines Zuges. Bevor sich Leser jedoch fragen, warum sich auf fast jedem Kilometer im Streckennetz ein Zug befinden müsste: jedes Fahrzeug repräsentiert im Laufe des Tages mehrere Züge! Im Fernverkehr realisieren ca. 300 Fahrzeuge täglich mehr als 1200 Züge. Und ein einzelner S-Bahn-Triebwagen, der am Tag 20 mal zwischen den Endstationen hin- und herfährt, stellt eben 20 der oben genannten 31.870 Züge dar.

  2. Die „33.890 km Bahnlinien“ sind etwas unscharf formuliert: Die „Linien“ beziehen sich nämlich auf die Streckenführung der Züge – etwa die Intercity-Linie 60 von Karlsruhe über Stuttgart und Ulm nach München. Gemeint ist im Blogbeitrag aber die Länge der Eisenbahnstrecken in Deutschland! Etwa doppelt so lang ist die Gleislänge – die meisten Strecken sind zweigleisig (um sie gleichzeitig in beide Richtungen zu befahren), die Nord-Süd-Strecke auf dem Stadtgebiet Düsseldorf etwa ist sechsgleisig, dazu gibt es natürlich noch viele eingleisige Nebenstrecken.

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