Technik und Produktion des SWR

Interview mit Dominique Hoffmann

Als Referentin in der Direktion Technik und Produktion des SWR unterstützt Dominique Hoffmann  den Direktor für Technik und Produktion, Bertram Bittel, in seiner täglichen Arbeit. Keine Übertragung ohne Technik: Der Südwestrundfunk (SWR) sorgt mit seiner Direktion Technik und Produktion dafür, dass an allen SWR-Standorten die gesamte technische Infrastruktur funktioniert. Ob Hörfunk, Fernsehen oder Internet, von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zur Sendung – das Team um Direktor Bertram Bittel kümmert sich um den kompletten technischen Ablauf. Als Referentin mit dabei ist Dominique Hoffmann. Was ihren Job ausmacht, welche Ausbildung sie dafür mitbringt und warum es sich lohnt einen technischen Beruf zu ergreifen, erzählt die Ingenieurin im Interview.

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Dominique Hoffmann ist Referentin in der Direktion Technik und Produktion des SWR (Bild: SWR)

Frau Hoffmann, bitte stellen Sie sich kurz in 140 Zeichen vor.
Ich bin Jahrgang 1981, habe an der Hochschule Offenburg studiert und bin seit 2006 beim SWR. Nach Positionen als Serviceingenieurin, Fachplanerin und Projektleiterin seit 2012 als Referentin.

Sie arbeiten als Referentin in der Direktion Technik und Produktion des SWR. Das klingt spannend. Was machen Sie genau?
Als Referentin in der Direktion Technik und Produktion unterstütze ich den Direktor für Technik und Produktion, Bertram Bittel, in seiner täglichen Arbeit. Diese umfasst u. a. direktionsinterne Themen, Themen der SWR-Geschäftsleitung bis hin zu ARD-weiten Themen. Mein Aufgabenspektrum ist hierbei so vielfältig, wie das Produktions- und Technikspektrum im Bereich unserer Direktion. Es beinhaltet beispielsweise die Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, die Ausarbeitung von Beschlussvorlagen, strategischen Entscheidungspapieren, Präsentationen sowie die Unterstützung im täglichen Schriftverkehr, natürlich immer im engen und direkten Austausch mit Herrn Bittel. Hinzu kommen Sonderaufgaben wie beispielsweise im Rahmen der Fußball WM 2014, bei der der SWR die Federführung inne hatte. Als Referentin des „ARD-Teamchefs“ kamen in diesem Zeitraum weitere interessante und spannende Aufgaben, die eine Großveranstaltung mit sich bringt, hinzu.

Welche Eigenschaften und Interessen sollte man für Ihren Job mitbringen und wie sind Sie dort hingekommen, wo Sie heute beruflich stehen?
Als Referentin ist man sehr nah dran an allem was in einem Direktionsbüro anfällt – strategische Entscheidungen der Geschäftsleitung, technologische Grundsatzentscheidungen, Personalthemen und Themen aus dem Bereich Budget- und Controlling. Ein hoch vertraulicher und vertrauensvoller Umgang mit sensiblen Informationen sowie eine loyale Zusammenarbeit gehören zu den Grundeigenschaften, die man als Referentin mitbringen muss. Um in diesem breiten und schnelllebigen Aufgabengebiet nicht unter zu gehen, sollte man darüber hinaus die Fähigkeit mitbringen sich schnell in komplexe Sachverhalte einarbeiten zu können. Ein fundiertes Grundlagenwissen kombiniert mit der Erfahrung und Kenntnis des eigenen Produktionsbetriebs und der angewandten Technik sind hierzu unverzichtbar.
Einzelkämpfer sind in dieser Position fehl am Platz – ein gutes Netzwerk, der regelmäßige Austausch mit Kollegen sowie das Interesse an neuem sind ebenso unverzichtbare Eigenschaften, die man neben einem guten Organisations- und Zeitmanagement mitbringen, oder sich aufbauen sollte.

Nach erfolgreichem Abschluss meiner Masterthesis, die ich bereits beim SWR absolvierte, bin ich als Serviceingenieurin im Bereich Fernseh-Systemservice und Projektierung beim SWR Baden-Baden in meine berufliche Laufbahn gestartet und habe hierdurch einen sehr guten Überblick in die Produktionsinfrastruktur erhalten. Nach kurzer Zeit kamen dann auch Planungs- und Projektierungsaufgaben in der Funktion als Fachplanerin bis hin zur Projektleiterin hinzu, bevor ich 2012 die Möglichkeit zum Wechsel auf die Referentenstelle der Direktion Technik und Produktion erhielt.

Sie sind Ingenieurin mit dem Schwerpunkt Medien und Informationswesen und haben noch den Masterstudiengang „Communication and Mediaengineering“ draufgesattelt. Diese Studienrichtung kennen viele angehende Studierende sicherlich noch gar nicht. Wie ist Ihr Interesse daran geweckt worden? Würden Sie diese Ausbildung weiterempfehlen?
Der Masterstudiengang „Communication and Mediaengineering“ ist ein internationaler Masterstudiengang. Er bietet einerseits die weitere technische und wissenschaftliche Vertiefung und durch die internationale Ausrichtung andererseits auch eine sehr gute Möglichkeit den eigenen englischen Wortschatz auszubauen und sich in der Zusammenarbeit in interdisziplinären und internationalen Teams zu üben. Insbesondere die internationale Ausrichtung des Studiengangs war es, was mein Interesse geweckt hat. Die im Rahmen von einigen Projektarbeiten gesammelten Erfahrungen in interdisziplinären Teams waren für mich für spätere Aufgaben im beruflichen Umfeld genauso hilfreich wie das fundierte Grundlagenwissen was vermittelt wurde. Der Masterstudiengang an der Hochschule Offenburg ist auch international sehr gut etabliert. Aber alleine schon durch meine persönlichen Erfahrungen während meines Studiums kann ich diese Ausbildung weiterempfehlen.

Wann wussten Sie, dass Sie Ingenieurin werden wollen und warum lohnt es sich einen technischen Beruf zu ergreifen?
Meine Entscheidung beruflich eine technische Richtung einzuschlagen ist schon relativ früh gefallen. Bereits in der Schule haben mich die mathematisch- und naturwissenschaftlichen Fächer immer schon am meisten interessiert und haben mir Spaß gemacht. Insofern lag nach dem Abitur ein Ingenieursstudium nahe. Die Fachrichtung „Medien- und Informationswesen“ hat bei mir aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven der Medienbranche das größte Interesse erweckt. Die konkrete Fachrichtung hat sich dann im Laufe meines Studiums durch die spezifische Schwerpunktwahl und durch die gesammelte berufspraktische Erfahrung entwickelt.

Ein technischer Beruf – egal welche Fachrichtung – bietet immer eine Vielzahl an persönlichen Entwicklungsperspektiven und durch die stetige technologische Weiterentwicklung wird es im Prinzip nie langweilig. Man wird immer wieder vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt und das ist es was einen technischen Beruf so abwechslungsreich und interessant macht.

Wie fördert der SWR Frauen in technischen Berufen?
Beispielsweise durch die Unterstützung entsprechender Fördermaßnahmen wie z. B. den Girls Day, den ARD-ZDF-Förderpreis „Frauen und Medientechnologie“, MINT-Programm und entsprechende Coaching-Programme wie Mentoring und Taff (Fortbildungsreihe für potentielle Führungskräfte „Talente ausbauen, Führungsnachwuchs fördern“).

Bild: VladKol / Shutterstock.comFußballTV_shutterstock_VladKol_80821528

Übrigens: Einen kleinen Einblick in die Arbeit des SWR-Teams der Direktion Technik und Produktion haben wir bereits im Sommer gegeben. Direktor und ARD-Teamchef Bertram Bittel erklärte anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien, wie die Übertragung der WM-Spiele in ARD und ZDF funktioniert und wie man an einen Job kommt, der Millionen von Menschen vor die Mattscheibe fesselt.

Cathrin Becker_2Das Interview führte: Cathrin Becker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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