Zukunftsstadt: ein Thema für den #dit15

Die Stadt der Zukunft erfordert ein Denken in Systemen

Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt: Im Jahr 2050 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in urbanen Ballungsgebieten leben. Um diese Herausforderung zu meistern, bedarf es neuer Strategien und Maßnahmen für die Städteplanung. Welche das sind, darüber wollen wir unter anderem am 19. Mai 2015 beim Deutschen Ingenieurtag (DIT) gemeinsam mit Fachleuten diskutieren. Zuvor aber ein paar Gedanken des VDI zu diesem Thema und ein Einblick in die Initiative „Stadt:Denken“.

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Verlässliche Verkehrssysteme, bezahlbarer Wohnraum sowie funktionierende Entsorgungssysteme – das sind nur einige Voraussetzungen, die für die Stadt der Zukunft geschaffen werden müssen. Außerdem erfordert die Nähe von Produktion und Wohnen neue Konzepte zur Kombination von Industriestandorten mit Wohngebieten.

Ein Lösungsansatz für eine funktionierende Stadt der Zukunft ist das Denken in Systemen. Was bedeutet: Einzeldisziplinen werden nicht mehr isoliert voneinander in Kommunen und Stadtverwaltungen geplant, sondern in ganzheitlichen Systemen. Städteplaner müssen die Zusammenhänge verschiedener Disziplinen erfassen und sich fragen, wie das Ver- und Entsorgungssystem gemeinsam optimiert werden kann, wie Mobilität und Konsum in Einklang zu bringen sind oder wie dafür gesorgt werden kann, dass eine digitale Infrastruktur gewährleistet ist. Wenn beispielweise ein flächendeckendes LTE-Netz für Städter besteht, können Anbieter von diversen Diensten ermitteln, wann sich wo, wie viele Menschen aufhalten und ihre Angebote optimieren. Car-Sharing-Dienste könnten so ihre Flotten-Standorte den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen anpassen.

Der VDI engagiert sich mit der Initiative „Stadt:Denken“
Bild: VDIGrafik_StadtDenken_ohne SchriftNirgendwo sonst sind Mensch und Technik so eng miteinander verbunden wie beim Thema Stadt der Zukunft. Innovationen und technischer Fortschritt wirken sich unmittelbar auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner aus – ein guter Grund für den VDI, sich zu engagieren. Mit der VDI-Initiative „Stadt:Denken“ wollen wir Entscheidungsträgern in Verwaltung, Forschung und Lehre Wissen vermitteln und sie so bei der Planung der Zukunftsstadt unterstützen. Um den Zusammenhang der verschiedenen Disziplinen bei der Städteplanung zu berücksichtigen, besteht die Initiative sowohl aus Experten des ingenieurwissenschaftlichen als auch des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs. So wollen wir sicherstellen, dass die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Stadtbewohner möglichst umfassend beachtet werden. Hierbei steht nicht nur der technische Fortschritt im Mittelpunkt. Es finden auch verschiedene soziologische Blickwinkel auf das städtische Zusammenleben Eingang in die Initiative.

Empfehlungen von „Stadt:Denken“ richten sich an mitteleuropäische Städte
Die VDI-Initiative unterscheidet sich von anderen „Smart-City-Bewegungen“, die sich gewöhnlich an die Entscheidungsträger von Mega-Cities ab einer Stadtgröße von Berlin richten. „Stadt:Denken“ befasst sich vielmehr mit der Städteplanung von mitteleuropäischen gewachsenen Städten und setzt hier unter anderem auf Schwerpunktthemen wie Mobilität, Energie, Bauen, Demografie und Ressourceneffizienz. Der Expertenkreis der Initiative liefert Städten Bausteine für die Planung der Stadt der Zukunft und stellt für verschiedene Handlungsfelder Thesen und Empfehlungen zur Verfügung, welche auch auf VDI-Expertenforen vorgestellt werden.

Mehr Infos rund um den 27. Deutschen Ingenieurtag, der am 19. Mai in Düsseldorf stattfindet, gibt es unter: https://ingenieurtag.vdi.de/.

Hanna BüddickerAutorin: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um den Außenauftritt des VDI in Form von Reden, Präsentationen, Ausstellungen. Projektleiterin des Jugendsenders tectv und Redakteurin der Mitarbeiterzeitung

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