Wir sind VDI

„Ich kämpfe für meinen Traum“

Um den rund 154.000 VDI-Mitgliedern ein Gesicht zu geben, stellen wir einmal im Monat ein Mitglied genauer vor. Diesmal haben wir mit Swenja Heuer gesprochen. Sie ist Leiterin des Ignition Racing Team electric, dem Formula Student Team der Hochschule Osnabrück, und seit 2013 Mitglied im VDI.

Bild: IRTeFSG_Swenja_HeuerLiebe Swenja, bitte stell dich kurz vor.
Mein Name ist Swenja Heuer, ich bin 25 Jahre alt, ausgebildete KFZ-Mechatronikerin und studiere im 6. Semester Fahrzeugtechnik an der Hochschule Osnabrück. Neben dem Studium bin ich die Gesamtteamleiterin des Ignition Racing Team electric, dem Formula Student Team der HS Osnabrück.

Seit wann bist Du im VDI und warum bist Du damals eingetreten?
Ich bin seit 2013 im VDI, da für die Eventteilnahme der Formula Student Germany die Mitgliedschaft in einem Verband der FISITA nötig ist.

Beschreibe uns kurz den Moment in dem Du wusstest: Ich werde Ingenieurin?
Von Kindesbeinen an betreibe ich Motorsport. Nach meinem Abitur im Jahr 2009 war klar, dass ich irgendwann einmal Fahrzeugtechnik studieren werde, ich wollte mir jedoch erst einmal eine praktische Basis aufbauen und absolvierte eine KFZ Lehre. Diese konnte ich glücklicherweise in einem Motorsport-Rennstall ablegen, die die Rahmenserien der DTM (Porsche Carrera Cup Deutschland) und der Formel 1 (Porsche Supercup) bestreiten. Mein Arbeitsplatz war somit in ganz Europa und zudem der Traum eines jeden Mannes ;-) . Nachdem ich die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen konnte, stand für mich fest, dass ich an einer Hochschule studieren möchte, an der das Projekt Formula Student angeboten wird, denn wo bekommt man schon die Gelegenheit einen Rennwagen selbst zu konstruieren und zu fertigen?

Bild: FSG / SinghFSG_2014Singh

Foto: FSG / Singh

Was bedeutet es für dich, Ingenieurin zu sein?
Solange ich zurückdenken kann, wird mein Umfeld von Männern dominiert, was mich aber in keinster Weise abschreckt, sowohl in meiner motorsportlichen Laufbahn, in meiner Ausbildung oder nun auch im Studium. Ich habe früh entschieden diese Herausforderung anzunehmen und ich kämpfe für meinen Traum, irgendwann die 24h von Le Mans zu gewinnen. Selbstständiges, planerisches und verantwortungsbewusstes arbeiten erlernen wir im Rahmen des Formula Student Projektes und ich freue mich darauf dieses bald im Beruf umsetzen zu können.

Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Der VDI ist seit 2013 mein Wegbegleiter geworden. Nicht nur die VDI nachrichten, sondern auch die Fachzeitschriften lese ich sehr gerne. Durch Professor Wißerodt, Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Bezirksverein Osnabrück-Emsland e.V., mit dem sich das Ignition Racing Team an der Hochschule Osnabrück die Räumlichkeiten teilt, sind wir bezüglich des VDI immer gut informiert und arbeiten gut miteinander.
Der VDI hat in diesem Jahr mittels Facebook ein deutsches Formula Student Team gesucht, dass es auf dem Weg nach Hockenheim begleitet. Wir haben es geschafft und dürfen uns „VDI-Team 2015“ nennen. Durch regelmäßige Beiträge im VDI-Blog und in den VDI nachrichten haben wir so die Möglichkeiten, die Reichweite der VDI-Kanäle für unser Projekt zu nutzen.

Was wünscht Du Dir in Zukunft vom VDI?
Vom VDI wünsche ich mir, dass er immer die Interessen der Jungingenieure im Auge behält. Im Projekt Formula Student selbst merken wir, dass durch die Umstellung auf Bachelor und Master die Studierenden häufig Scheuklappen aufhaben und möglichst in Regelstudienzeit durchkommen möchten. Dabei vergessen sie meistens, wie wichtig es ist über den Tellerrand zu schauen und sich auch neben dem Studium weiterzuentwickeln. Beispielsweise erlernt man im Projekt Formula Student nicht nur technische Fertigkeiten wie CAD und FEM Erfahrungen, sondern viel mehr Soft Skills, wie Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein, Selbstorganisation und selbständiges Lernen, die im Berufsleben vom Arbeitsgeber vorausgesetzt werden.

Wegener_DominikDas Interview führte: Dominik Wegener
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um Maßnahmen der Mitgliederwerbung und Mitgliederbindung.

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