Ingenieurausbildung im föderalen Bildungssystem

Mit fremden Federn geschmückt

In unserem föderalen Bildungssystem ist Ausbildungsleistung Sache der Bundesländer. Folglich drängt sich die gewagte These auf, dass die Bundesländer Wert darauf legen sollten, Ingenieure und Ingenieurinnen entsprechend ihrer eigenen Bedarfe auszubilden um möglichst aus eigener Kraft die Nachfrage am Arbeitsmarkt stillen zu können. Doch längst nicht jedes Bundesland schafft es, aus eigener Kraft satt zu werden.

Bild: VDIGrafik_Ausbildungs- und Beschaeftigungshochburgen

Gap zwischen Ausbildung und Beschäftigung
So bilden Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt aus, beschäftigen aber auf der anderen Seite deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Umgekehrt weisen insbesondere Nordrhein-Westfahlen und Sachsen-Anhalt eine überdurchschnittliche Ausbildungsleistung auf, während Ihre Beschäftigungsquote signifikant unter dem Bundesdurchschnitt verbleibt.

Vor dem Hintergrund der föderalen Struktur unseres Bildungssystems und der damit verbundenen Kosten- und Nutzenperspektive drängt sich auf, was einst schon Thomas Jefferson treffend formulierte: „Mit dem, was Du selbst tun kannst, bemühe nie andere.“

Bild: VDIIna_KayserAutorin:  Dr. Ina Kayser
Position im VDI: Arbeitsmarktexpertin
Aufgabe im VDI: verantwortlich für alle Projekte rund um den Ingenieurarbeitsmarkt und manchmal auch darüber hinaus

Kommentare & Pingbacks

2 Gedanken zu “Mit fremden Federn geschmückt

  1. Man kann natürlich um die eigene These zu untermauern auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Auf der einen Seite stehen die aktuell Erwärbstätigen Ingenieure und auf der anderen Seite die Ingenieure Absolventen pro Jahr. Wo es da eine Gap geben soll erschließt sich mir nicht, die Zahlen sprechen ja eher dafür weniger auszubilden, weil nicht so viele benötigt werden. Aber im Prinzip sollte man einfach solche wenig qualifizierten Vergleiche lassen ohne Hintergrund Informationen zu liefern. Dieser Beitrag sieht leider sehr danach aus Content ohne Qualität zu schaffen.

    Toli

  2. Hallo,
    dann ist das Ergebnis der Gegenüberstellung in dem Beitrag wohl leider nicht ganz rübergekommen. Um bei dem Bild zu bleiben: Hier wird nur verglichen, wieviele Äpfel die einzelnen Bundesländer anbauen und wieviele Äpfel sie tatsächlich essen. Und da kann man festellen, dass NRW mit seiner Ausbildungsquote bei Ingenieuren 4,4 Prozentpunkte oberhalb des Bundesschnitts liegt, mit seiner Beschäftigungsquote jedoch 5,7 Prozentpunkte darunter. Somit lässt sich NRW im innerdeutschen Vergleich als größter Nettoexporteur von Ingenieuren bezeichnen. Beispielsweise in Bayern ist dieses Verhältnis genau umgekehrt, so dass man den Freistaat als großen Nettoimporteur bezeichnen kann. Wir fanden diese regionalen Unterschiede auf einen Blick mal ganz interessant zu sehen.
    Schöne Ostergrüße

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