Wir sind VDI

„Ein erfrischender Blick über den Tellerrand“

152.000 Mitglieder hat der VDI aktuell. Aber wer genau steckt dahinter? Wir stellen in unserer neuen Reihe “Wir sind VDI” jeweils einmal im Monat ein VDI-Mitglied vor. Heute: Sebastian Bobrowski. Der 32-Jährige ist nicht nur langjähriges VDI-Mitglied, sondern auch Leiter der Studenten und Jungingenieure Esslingen.

Sebastian, bBild: privatSebastian_Bobrowskiitte stell dich kurz vor.
Mein Name ist Sebastian Bobrowski. Ich bin 32 Jahre alt, habe in Stuttgart und in Indiana, USA studiert, bin seit 2009 Diplom-Maschinenbauingenieur, und promoviere aktuell an der Universität Stuttgart.

Seit wann bist Du im VDI und warum bist Du damals eingetreten?
Seit 2010 bin ich im VDI. Im Zusammenhang mit meiner Forscher-Tätigkeit ergab sich die Möglichkeit, in einem Richtlinienausschuss an VDI-Richtlinien mitzuwirken. Die disziplinierte Zusammenarbeit von Experten, die ehrenamtlich oder im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Fachinformationen und den aktuellen Stand der Technik zusammenstellen, hat mich dann überzeugt, selbst in den VDI einzutreten. Wo sonst hat man die Gelegenheit, unabhängig in einem Netzwerk mit Experten aus unterschiedlichen Firmen und Forschungseinrichtungen zusammenzutreffen, die an ähnlichen Inhalten arbeiten?

Was bedeutet es für Dich, Ingenieur zu sein?
Daran zu arbeiten, etwas Funktionierendes, eine Sache mit Funktion also, auf die Beine zu stellen, ist etwas Besonderes. Dabei bringen Ingenieure eine rationale, strukturierte und objektive Perspektive mit, und – sie können diese Denkstrukturen auch in übergreifendem, anderen Kontext in die Gesellschaft einbringen. Es entsteht ein „Drive“ hin zum Fortschritt, zu Veränderungen, und insbesondere zur Verbesserung, unabhängig davon, ob dies neue technische Errungenschaften oder Soziales und Lebensbedingungen betrifft.

Welche Rolle spielt für Dich der VDI?
Der VDI ist für mich eine Plattform, viele engagierte, technisch interessierte Menschen aus unterschiedlichsten beruflichen Umfeldern kennen zu lernen. Damit verknüpft ist ein erfrischender Blick über den Tellerrand des eigenen Umfelds. Daneben bietet der VDI die Möglichkeit, mich persönlich weiterzuentwickeln, learning by doing fit zu werden für potentielle Führungsaufgaben, eigene Erfahrungen weiterzugeben und Ideen und Gedanken im Netzwerk auszutauschen. In Esslingen leite ich seit einem Jahr ehrenamtlich das lokale VDI-Team Studenten und Jungingenieure. Zusätzlich trägt der VDI Ansichten von Ingenieuren in die Politik, was ich sehr wichtig finde.

Was wünschst Du Dir in Zukunft vom VDI?
Ein Gleichgewicht von Fortschritt und erhaltenswertem Konservativem ist aus meiner Sicht auch im VDI anzustreben. Wichtig ist die Stärkung des Wirtschaftsstandorts und damit verbunden die Sicherung unserer Jobs. Unsere bodenständigen Ingenieurwissenschaften haben unter Anderem ihre Wurzeln im Bereich der Normung und Standardisierung, die in einer volatilen Welt voller Trend-Hypes zu schützende und weiter zu entwickelnde Werte darstellen. Die altbekannten und neu aufkommende Medien liefern uns eine Informationsflut, die uns vor die zentrale Aufgabe stellt, das Wesentliche herauszufiltern. Wunsch an die VDI nachrichten wäre hier, auf der Titelseite das aktuelle Geschehen kurz und prägnant zusammenzufassen. Der VDI soll ein Verein der Vielfalt sein, in dem eine Brücke geschlagen wird zwischen einzelnen Unternehmen, Industrie, Forschung und Lehre, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zentrale Säule ist dabei aus meiner Sicht die Förderung der individuellen Kontakte der einzelnen Mitglieder, beispielsweise durch das Ausrichten von Zusammenkünften (Stammtische, Gremienarbeit, Workshops, Deutscher Ingenieurtag usw.). Bisher habe ich da hervorragende VDI-Veranstaltungen miterlebt. Insgesamt wünsche ich mir ein „Weiter so“ bzgl. der Schaffung einer positiven Atmosphäre des disziplinierten Vorangehens und die Ausstrahlung von Freude und Begeisterung an Technik – ohne Leistungsdruck, in der auch der nicht-ingenieurwissenschaftliche Bereich und der Humor nicht zu kurz kommen sollen.

Wegener_DominikDas Interview führte: Dominik Wegener
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um Maßnahmen der Mitgliederwerbung und Mitgliederbindung.

 

 

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