Tag der Technik 2015

Astronaut Alexander Gerst erzählt vom Leben im All

Bundesweit fand am 12. Juni der Tag der Technik statt. In Düsseldorf zog Schirmherr und Stargast Astronaut Alexander Gerst Hunderte von Kindern in seinen Bann.

Bild: Abendroth – METALL NRWIMG_9512

Alexander Gerst stand beim Tag der Technik 2015 in der Düsseldorfer Handwerkskammer Rede und Antwort. (Bild: Abendroth – METALL NRW)

„6 Minuten nach dem Raketenstart ist man schon im Weltraum und nach circa sechs Stunden ist das Raumschiff an der Raumstation eingeparkt.“ Astronaut Alexander Gerst erzählte in der Handwerkskammer Düsseldorf Hunderten Kindern von seiner faszinierenden Mission auf der internationalen Weltraumstation ISS. „Bevor es mit unserer Mission richtig losging, musste ich Russisch lernen, Arbeiten im Raumanzug verrichten und lernen, wie man Wunden näht.“

Mit großen Augen und offenen Mündern verfolgten die Kinder und Jugendlichen die Aufnahmen des Astronauten. Bilder aus der Raumkapsel zeigten beeindruckende Aufnahmen der Erde. „Die Erde ist so klein und zerbrechlich, dass wir gut auf sie aufpassen müssen“, erklärte Gerst und deutete auf die großen Flächen abgerodeten Regenwalds hin. „Ohne den Wald können wir nicht atmen. Das ist absurd“, machte er deutlich und zeigte auf die dünne Schicht der Atmosphäre. „Das ist alles, was uns schützt. Wir müssen mit der Erde vorsichtig umgehen.“

Außerdem berichtete er von den kleinen Schwierigkeiten des Alltags in der Schwerelosigkeit, von seinen Telefonaten mit der Familie auf der Erde und vom samstäglichen Putzdienst in der Raumstation. „Die Zahnpasta fliegt überall hin, nur nicht auf die Zahnbürste, geduscht wird mit einem nassen Handtuch und außerdem muss man jeden Tag Sport machen, da sich sonst die Muskeln zurückbilden.“

Sein spannendstes Erlebnis war sein Weltraumspaziergang. „Für bestimmte Reparaturarbeiten müssen die Astronauten die Raumstation verlassen. Und dazu muss man einen unbequemen, 160 Kilo schweren Raumanzug anziehen“, so Gerst. Man sei nur durch eine lange, dünne Schnur mit der Station verbunden und müsse einige Dinge beachten. „Das war sehr, sehr aufregend.“

Nach 165 Tagen im Weltraum ist Alexander Gerst von seiner Mission zurückgekehrt und in der kasachischen Wüste gelandet. „Bei der Landung sitzt man mit seinen Kollegen ganz eng angeschnallt in der Kapsel und wartet auf den Aufprall.“ Und dieser kommt knallhart – vergleichbar, wie wenn ein Auto mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h in einer Sekunde auf 0 km/h abbremst. „Danach lag mein Kollege über mir und sagte plötzlich, dass ihm schlecht sei. Es ist aber nochmal gut gegangen“, lachte Gerst.

Die wissenschaftlichen Experimente an der Raumstation und das Leben in der Schwerelosigkeit veranschaulichte Gerst so einfach und schlüssig, dass er seine jungen Zuschauer am Ende alle überzeugte. Als die Frage kam: „Wer will alles Astronaut werden?“, schnellten viele entschlossene Hände in die Höhe.

Noch mehr Impressionen vom Tag der Technik in der Düsseldorfer Handwerkskammer gibt es bei center.tv:

Zur Verfügung gestellt von center.tv Düsseldorf.

 

 

Hanna BüddickerAutorin: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um den Außenauftritt des VDI in Form von Reden, Präsentationen, Ausstellungen. Projektleiterin des Jugendsenders tectv und Redakteurin der Mitarbeiterzeitung.

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