HS Coburg gewinnt VDI-Wettbewerb "Energieeffizientes Hochhaus"

„Lösungen in der Interaktion suchen“

Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit am VDI-Wettbewerb Integrale Planung „Energieeffizientes Hochhaus“ wurde das Team der Hochschule Coburg als Sieger gekürt. Die Aufgabe: Auf dem bisherigen Standort der Fachhochschule Düsseldorf in Düsseldorf-Golzheim soll ein gemischt-genutztes Hochhaus der neusten Generation entstehen. Ein sehr gelungenes integrales Gebäudekonzept mit einer guten städtebaulichen Integration und einer auf die unterschiedlichen Funktionen ausgerichteten Gestaltung, kombiniert mit einer durchdachten baulichen und technischen Planung, machten die Arbeit der Coburger zum Siegerentwurf. Gleichzeitig berücksichtigte das Team die entscheidenden energetischen, nachhaltigen und innovativen Aspekte des modernen Bauens. So lautete das Urteil der Jury. Wir haben mit den Gewinnern über ihre Arbeit gesprochen:

Liebes Team, stellt Euch doch bitte kurz vor.
Kevin Gallas Mayer: Geboren in Teresina, Brasilien. Studiere die Architektur an der HS Coburg. Für den Bachelor erforsche ich neue flexible Grundrissformen und „Homesharing“.
Ali Tarek Ali El-Elemi: Geboren in Kairo, Ägypten. Studiere ebenfalls Architektur an der HS Coburg. Momentan arbeite ich bis zum Sommer 2015 an meiner Bachelor Thesis zum Thema „Migration“.
Kai Hofmann: Geboren in Fürth, Deutschland. Nach Abschluss des Bachelors of Engineering in Coburg wandte ich mich im April 2015 dem Masterstudium an der HS Koblenz zu.
Sebastian Probst: Ich plane im Oktober den Master Bau-Ing. in Leipzig zu beginnen und habe michbisher vor allem mit konstruktivem Ingenieurbau und Schalungsplanung beschäftigt.
Eva-Maria Ullrich: Geboren in Bamberg, Deutschland. Ich studiere Energieeffizientes Gebäudedesign an der FH Coburg. Im Moment schreibe ich an meiner Bachelorarbeit über Nullenergiegebäude.

Bild: VDIStrahlende Gesichter beim Siegerteam

Strahlende Gesichter beim Siegerteam

Warum habt Ihr beim VDI-Wettbewerb „Integrale Planung: Energieeffizientes Hochhaus“ mitgemacht?
Der Wettbewerb wurde im Rahmen des Studiensemesters von unseren Professoren vorgeschlagen. Wir sahen dies zunächst als unbezwingbare Herausforderung an. Später erkannten wir die großartige Möglichkeit, andere Studiengänge noch vor dem Arbeitseinstieg besser kennenzulernen und Elemente der Architektur, des Bauingenieurwesens und der Gebäudetechnik zu einem Gesamtkonzept zu
vereinen.

Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?
Die Aufgabenstellung des diesjährigen VDI Wettbewerbs forderte eine sehr harmonische interaktive Arbeit zwischen mehreren Studiengängen ein. Das Thema eines „Energieeffizienten Hochhauses“ hat sich als sehr weitreichend erwiesen. Sowohl das immense Bauvolumen, wie aber auch die moralischen
Fragen, welche man sich bei einer solchen Planungsmaßnahme stellen muss, haben uns lange beschäftigt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss man intensiv Zusammenarbeiten und Lösungen in der Interaktion suchen. Dazu muss man sich regelmäßig treffen. Dies wurde uns durch die Zusammenstellung des Designcampus’ unserer Hochschule ermöglicht.

Wo lag beim Wettbewerb für Euch die besondere Herausforderung?
Gemeinsam ein Ergebnis zu erzielen, mit dem sich fünf Personen aus drei Fachbereichen persönlich identifizieren können. Das erfordert einen profunden Austausch zwischen den Materien, eine hohe Arbeitsmoral und viel Geduld. Man muss sich in die Zweige der Kollegen einfühlen und auch auf Kompromisse eingehen können — und dabei die Zielvorstellung nicht aus den Augen lassen.

Was nehmt Ihr aus der Arbeit für den Wettbewerb für Euch aus beruflicher und auch persönlicher Sicht mit?
Wir haben erfahren, dass die integrale Arbeit auch bedeutet, sich durch die Kooperation der Fachplaner in gewisse realistische Zwänge treiben zu lassen. Sich aus diesen wieder durch geschickte Manöver zu befreien, hat für uns alle einen Großteil des Reizes ausgemacht. Wir sind uns der Freiheit des Studiums
aufgrund der Praktika recht bewusst und werden ihr sicher nachtrauern. Nichts desto trotz freuen wir uns auf die Arbeitswelt, in der interaktive Arbeit und Kommunikation zwischen den Zweigen Alltag bedeuten wird.

Was bedeutet es für Euch, Ingenieur/in oder Architekt/in zu werden?
Der Architekt versteht Grenzen zu definieren und das Bild seiner Zeit zu formen. Er trägt als Baukünstler das Gefühl für Proportion, die Intimität zur Ästhetik und die Moral seines Werks. Er besetzt einen Raum mit einer Vision, die gesellschaftliche und soziale Möglichkeiten bildet, und verwirklicht diese nach bestem Gewissen.
Bauingenieurwesen bedeutet für uns effiziente Tragwerke zu ermöglichen, welche sich optisch in Ihre Umgebung einpassen und allen wirtschaftlichen Anforderungen der Moderne gerecht werden. Mithilfe des Energieeffizienten Gebäudedesigns wurde uns ein differenzierter Blick auf die Umweltaspekte und die Nutzerbehaglichkeit eröffnet. Wir beschäftigen uns mit der Bedeutung des Energieverbrauchs und versuchen eine aktive Rolle bei der Energiewende zu spielen.

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