VDI-Wettbewerb „Energieeffizientes Hochhaus“

„Wir haben super zusammen gepasst“

Bei unserem VDI-Wettbewerb Integrale Planung „Energieeffizientes Hochhaus“ belegte das zweite Team der Hochschule Coburg Platz 3. Die Aufgabe: Auf dem bisherigen Standort der Fachhochschule Düsseldorf in Düsseldorf-Golzheim soll ein gemischt-genutztes Hochhaus der neusten Generation entstehen. Wir haben mit den Coburgen über ihr Erfolgsrezept gesprochen.
Liebes Team, stellt Euch doch bitte kurz vor:
Unsere Gruppe bestand aus insgesamt 5 Studierenden: Jasmin Fischer (22 Jahre alt, derzeit im 8. Fachsemester), Julian Weber (27, ebenfalls im 8. Fachsemester),  Annika Knoch (22, 8. Fachsemester), Lorena Beloch (22 Jahre, hat seit März 2015 den Bachelor of Engineering) und Christina Haan (24, 8. Fachsemester).

Bild: VDICoburg
Warum habt Ihr beim VDI-Wettbewerb “Integrale Planung: Energieeffizientes Hochhaus” mitgemacht?
Das VDI Projekt wurde im Wintersemester 2014/2015 als eines der verschiedenen Semesterprojekte an der HS Coburg angeboten. Da auf unserem Campus die Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik (= Energieeffizientes Gebäudedesign) in einem Gebäude untergebracht sind, war das u.a. die Chance das Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche in diesem Projekt einmal richtig auszuprobieren. Während die Architekturstudierenden und die Studentinnen des Bauingenieurwesens den Wettbewerb im Sinn ihres Semesterprojekts bearbeiteten, begleitete die Studierende des Energieeffizienten Gebäudedesign das Ganze im Rahmen ihrer Bachelorarbeit.
Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?
Falls wir so etwas wie ein Erfolgsgeheimnis gehabt haben, dann würden wir ganz klar sagen, dass es die Gruppe an sich war. Wir haben super zusammen gepasst, hatten sehr viel Spaß, ähnliche Ideen und haben bei den jeweils anderen Fachbereichen mitmischen können und mitmischen lassen. Das hat dann letztendlich zu unserem Erfolgsentwurf geführt, bei dem alle drei Disziplinen gleichwertig und miteinander harmonierend ausgearbeitet wurden.

Wo lag beim Wettbewerb für Euch die besondere Herausforderung?
Da wir in unserem Entwurf nichts radikal neu erfunden oder technisch extrem experimentiert haben, sondern mit vielen bereits bekannten Komponenten (Energiegärten, Split-Level, PV-Lamellen als Sonnenschutz, etc.) gearbeitet haben, war es uns wichtig, trotzdem ein auffallendes und zugleich schlichtes Gebäude zu konzipieren.
Was nehmt Ihr aus der Arbeit für den Wettbewerb für Euch aus beruflicher und auch persönlicher Sicht mit?
Beruflich haben wir definitiv alle über den Tellerrand geschaut. Für die Ingenieurinnen in der Gruppe bedeutet das, das Architektur übertrieben gesagt eben nicht nur malen und basteln ist, sondern das hinter jedem Entwurf wirklich sehr viele Überlegungen und verworfene Konzepte stehen. Vor allem auch die Entwicklung guter Pläne ist für das „Verkaufen“ des eigenen Projekts sehr entscheidend. Unsere Überlegungen hätten noch so gut sein können und uns nichts gebracht, wenn man unsere Pläne für das Verständnis ewig studieren hätte müssen. Was die Gebäudetechnik betrifft, haben wir alle gemerkt, wie wichtig es ist das dieser Fachbereich so früh wie möglich mit einbezogen wird. Ein gutes Resultat ist nur möglich, wenn es eine gute Kommunikation zwischen allen Bereichen gibt, da z.B. der Platzbedarf für die TGA, der von der Gebäudetechnikerin ermittelt wurde, letztendlich von den Architekturstudierenden im Grundriss untergebracht werden muss. Unsere Architekten und allgemeinen Bauingenieurinnen haben einen guten Einblick in die technischen Bereiche erhalten. Sei es wie die Fernwärme letztendlich in das Gebäude kommt und an die Räume weitergegeben wird, als auch das gestalterische Entscheidungen, wie z.B. eine nahezu komplette Verglasung des Gebäudes einen maßgeblichen Einfluss auf die benötigte TGA hat.
Im Bereich des allgemeinen Bauingenieurswesens haben wir gelernt, wie das Skelett hinter einem Entwurf eigentlich aussieht und wie wichtig auch das Tragwerk in energetischer Hinsicht sein kann. Persönlich nehmen wir alle mit, wie wichtige der Spaß an der Arbeit eigentlich ist und wie produktiv eine gute Zusammenarbeit sein kann. Wenn man Spaß hat, ist man um einiges leidensfähiger und arbeitet die eventuellen technischen Defizite wieder rein.

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