Lindauer Nobelpreisträgertagung

Nachwuchsforscher trifft auf Nobelpreisträger

Jungforscher aus der ganzen Welt haben einmal im Jahr die Gelegenheit, persönlich mit den ganz Großen der Wissenschaft ins Gespräch zu kommen. Auf der Lindauer Nobelpreisträgertagung knüpfen Nachwuchsforscher und Laureaten internationale Kontakte. Sechs von insgesamt 650 Nachwuchswissenschaftlern wurden vom VDI für die Teilnahme nominiert, darunter befand sich auch Simon Chen. Der 21-jährige Dortmunder studiert derzeit in Cambridge Natural Science und erforscht das Verhalten von Insekten in verschiedenen Lebensräumen.

Bild: privat

Jungforscher Simon Chen beim Lindauer Nobelpreisträgertreffen. (Quelle: privat)

Vom 28.6. bis zum 3.7. durfte ich an der 65. interdisziplinären Tagung der Nobelpreisträger in Lindau teilnehmen zu der neben 65 Nobelpreisträgern in diesem Jahr auch über 650 Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt anreisten. Die Möglichkeit an dieser weltweit wohl einmaligen Konferenz teilzunehmen ergab sich durch einen Vorschlag seitens des VDI über den Kooperationspartner Jugend forscht e.V.

Meine Erwartungen wurden während der Woche in Lindau weit übertroffen: Neben einem Blick über den Tellerrand und einem Einblick in die preisgekrönte und die aktuelle Arbeit der Preisträger in einem umfangreichen Vortragsprogramm wurden in Podiumsdiskussionen aktuelle Probleme wie etwa Ernährungssicherheit diskutiert. Besonders interessant waren jedoch die direkten Gespräche mit den Preisträgern in zum Programm gehörenden Diskussionssitzungen und noch viel mehr beim gemeinsamen Abendessen. Dort hatte ich unter anderem die Gelegenheit, mit Physik-Nobelpreisträger und ehemaligem US-Energieminister Steven Chu über die Tücken der Klima- und Energiepolitik zu diskutieren.

Überaus schön war es auch, neben den Preisträgern auch Nachwuchswissenschaftlern kennenzulernen und sich gegenseitig die eigene Forschung vorzustellen, neue Perspektiven zu diskutieren, und spät am Abend nach Programmende auch gemeinsam zu feiern.

Zusammenfassend blicke ich auf eine fachlich und persönlich unvergessliche Woche zurück. Dem VDI möchte ich gerne für den Vorschlag zur Teilnahme danken. Insbesondere möchte ich dabei auch die Kooperation mit Jugend forscht loben, die einem größeren Kreis von Nachwuchswissenschaftlern mit praktischem Geschick eine solche Chance bieten kann.

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