Allrounder sind viel gefragt

Warum Verfahrenstechnik eine gute Studienwahl ist

Medizin, Beauty-Produkte, Benzin und sogar Zucker: Viele alltägliche Produkte können nur dank Verfahrenstechnikern in großem Maßstab produziert werden und erleichtern so unser Leben. Für junge Nachwuchs-Naturwissenschaftler und -Techniker bietet dieses Studium zahlreiche interessante und zukunftsfähige Berufe.

Bild: VDI / Thomas ErnstingTesto_Labor_Maenner_Lupe

Foto: Thomas Ernsting / LAIF

Die großen deutschen Ingenieursverbände VDI, VDE, VBI und die Ingenieurkammer Niedersachsen haben deshalb auch in diesem Jahr wieder auf der IdeenExpo in Hannover gezielt Oberstufenschüler auf Verfahrenstechnik angesprochen – mit großem Erfolg.

Warum Verfahrenstechnik?
Studierte Verfahrenstechniker sind umfassend und in mehreren Naturwissenschaften ausgebildet. Ihr Studium beinhaltet nicht nur Physik, Chemie und Biologie, sondern auch Elektrotechnik und Anlagenbau. Sie gelten damit als Allrounder in der Industrie und sind entsprechend gefragt: Egal ob Pharma- oder Erdölindustrie, Umwelttechnik, Papier- und Kunststoffverarbeitung, Lebensmittel oder das Managen und Entwickeln der Produkte eines ganzen Unternehmens – Verfahrenstechniker erforschen und betreuen in allen Industriebereichen die Anlagen, mit denen produziert wird. Das Studium dieser Fachrichtung bringt viele Vorteile mit sich:

Gute Jobaussichten: Die Fertigungsindustrie ist immer auf der Suche nach den Produktentwicklern und Betreuern von morgen. Die Hochschule Hannover fand 2010 in einer Studie, dass 90 % der Verfahrenstechnik-Absolventen binnen 12 Monaten einen Job finden

Überdurchschnittliche Bezahlung: Als interdisziplinärer Experte werden Verfahrensingenieure hoch geschätzt – und entsprechend entlohnt.

Flexibel einsetzbar: Als Allrounder können sie in vielen verschiedenen Unternehmensbereichen arbeiten und sind kaum zu ersetzen – eine Jobgarantie auch in Krisenzeiten.

Umfassend naturwissenschaftlich ausgebildet: Mit ihrer fachübergreifenden Ausbildung können sie spannende neue Lösungen finden, die Spezialisten verborgen bleiben.

Verbindung von Theorie und Praxis: Studium und Job bringen das Beste aus beiden Welten zusammen. Dadurch wird der Berufsalltag nie langweilig – immer gibt es etwas an den Anlagen und Produkten zu optimieren.

Vordenker: Welche modernen Alltagslösungen in der Zukunft auch auf uns warten – sehr wahrscheinlich wird ihre Produktion von Verfahrenstechnikern zentral mitentwickelt worden sein.

Viel Interesse auf der IdeenExpo 2015
Auf der IdeenExpo in Hannover konnten sich junge Hobby-Techniker und -Naturwissenschaftler sowie angehende Studenten genauer über die Verfahrenstechnik informieren und persönlich mit Studenten und Ingenieuren sprechen. Spiele, um das logische Denken oder die eigene Fingerfertigkeit zu testen, kamen ebenso gut an wie das „ChemCar“, ein nur durch Zitronensäure und Backpulver angetriebenes Modellauto. Auch bei der nächsten IdeenExpo wollen die Ingenieurverbände wieder über das spannende Studienfach informieren.

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Katharina Pasemann auf der IdeenExpo 2015 im Gespräch mit Schülern (Foto: VDI / Harre)

Autorin: Katharina Pasemann, Mitglied bei den kreativen jungen Verfahrensingenieuren (kjVI) der VDI-Fachgesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen.

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