#MakeLightLab

Lichtprojekte einfach selber machen!

Warning: Missing argument 3 for credit_tracker_gallery_caption_shortcode_filter(), called in /home/www/sites/194.245.143.108/site/wp-includes/class-wp-hook.php on line 286 and defined in /home/www/sites/194.245.143.108/site/wp-content/plugins/credit-tracker/credit-tracker-shortcodes.php on line 256 Warning: Missing argument 3 for credit_tracker_gallery_caption_shortcode_filter(), called in /home/www/sites/194.245.143.108/site/wp-includes/class-wp-hook.php on line 286 and defined in /home/www/sites/194.245.143.108/site/wp-content/plugins/credit-tracker/credit-tracker-shortcodes.php on line 256

Lichtprojekte einfach selber machen! Hier kommt unser Bericht über neun ereignisreiche Tage zum Festival of Lights im kreativen Lichtlabor im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das neue Gebäude des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin am Ufer der Spree wurde erst vor wenigen Monaten eröffnet. In dem hellen, von Licht durchfluteten Foyer geht es normaler Weise eher geruhsam zu, doch im Oktober 2015 war neun Tage lang alles anders.

Zum Festival of Lights, bei dem bekannte Berliner Bauten mit bunten Laserprojektionen bestrahlt werden, beteiligte sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 10. bis 18. Oktober mit Technik-Mitmach-Aktionen an dem Lichtfest. Unter dem Titel „#MakeLightLab“ wurde es besonders an den beiden Wochenenden ordentlich voll, als Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit LEDs, Mikrocontrollern und Sensoren ihre eigenen Lichtprojekte verwirklichten.

Die Lichtwerkstatt

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzLichtwerkstatt Bei der Lichtwerkstatt im Bundesministerium für Bildung und Forschung konnten Kinder und Jugendliche ihre eigenen Projekte mit Licht basteln, bauen und programmieren. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Bei der Lichtwerkstatt im Bundesministerium für Bildung und Forschung konnten Kinder und Jugendliche ihre eigenen Projekte mit Licht basteln, bauen und programmieren. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Die Lichtwerkstatt am ersten Wochenende (10. bis 11. Oktober) sprach besonders Kinder und Jugendliche an. An den vielen Tischen im Eingangsbereich des Bundesministeriums wurde gebastelt, gelötet, geschnitten, genäht und natürlich programmiert.

Die „Jungen Tüftler“ boten „kreatives Lichtgestalten mit Papier, Stoffen und Elektronik“ für Kids von 5-12 Jahren an, z. B. wurden Stoffe mit leitendem Garn und leuchtenden LEDs bunt bestickt. Beim Junior Lab Berlin konnten Kinds von 8-14 Jahren leuchtende LED-Armbänder selbst bauen oder Köpfe mit dem 3D-Drucker ausdrucken und sie auf Superheldenpuppen stecken, das nennt sich dann „Mutant Hero Hacking“.

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzLichtwerkstatt 2Das Schülerlabor Informatik „InfoSphere“ von der RWTH Aachen bot mit „Informatik enlightened – mit Informatik & Photonik die Welt verbessern“ einen zweitätigen Arduino-Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren an.

Bei dem „senseBox Edu“-Workshop des Instituts für Geoinformatik der Universität Münster wurden auf Basis eines Arduino-Mikrocontrollers eine Umweltmessstationen mit verschiedenen Sensoren z. B. zum Messen des UV-Indexes oder der Temperatur gebaut.

Aber auch neben den Workshops war so einiges los. An einer großen, in bunten Farben beleuchteten Metallwand entstand die gesamten neun Tage über ein immer dichter werdender LED-Forschungs-Wunschbaum. Jeder Besucher und jede Besucherin konnte hier einen Forschungswunsch auf ein Blatt aufschreiben und an den Baum auf der Metallwand mit einer bunt leuchtenden LED befestigen. Die Wünsch reichten querbeet von 3D-Druckern für alle über mehr Nachwuchsförderung im MINT-Bereich, Naturschutz und umweltfreundlicheren Autos bis hin zu Sci-Fi-Wünschen wie Laserschwertern oder der Möglichkeit zum Beamen.

An den bunt beleuchteten LED-Forschungswunschbaum konnte jeder seinen persönlichen Forschungswunsch auf ein Blatt schreiben und mit einer LED befestigen.

(Bilder: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Hinter dem farbenfrohen Forschungs-Wunschbaum folgte ein mit einem großen, schwarzen Tuch abgedunkelter Bereich. Hier hatte der vor wenigen Wochen neu gegründete Verein „Freie Maker e. V.“ eine – natürlich – selbst gebaute 3D-Scannerstation aufgestellt. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich auf einer langsam rotierenden Plattform von einer Spielekonsolen-Kamera dreidimensional einscannen lassen. Nach wenigen Sekunden erhielten sie einen Kassenbon mit einem QR-Code zum Direktdownload der eigenen 3D-Datei. Das Selfie der Zukunft ist ein „Shapie“.

Light Cares

Bild: VDI Technologiezentrum, Frank NürnbergerLight Cares1

Raúl Krauthausen spricht mit Bundesministerin Johanna Wanka über die Hürden von behinderten Menschen im Alltag. Auch er hat schon viel Erfahrung mit Do-it-Yourself-Projekten: Hier zeigt er seine 3D-gedruckten Rampen für seinen Rollstuhl, die er immer mit dabei hat. (Bild: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Am Montag mussten die vielen Workshoptische weichen, denn jetzt wurde im Foyer des Bundesministeriums die „Light Cares“-Ausstellung aufgebaut. Thematik der besonderen Ausstellung waren Photonik-Projekte, die von Makern (also Bastlern, Designern und Kreativen aller Art) für Menschen mit Behinderungen gebaut wurden.

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzLight Cares2

Paul Foltin und Myrijam Stoetzer haben mit ihrem Projekt „Auge steuert Rollstuhl“ den „Jugend Forscht“-Wettbewerb 2015 in der Kategorie „Arbeitswelt“ gewonnen. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Mit dabei waren zum Beispiel 3D-gedruckte Handprothesen, taktile Karten für Blinde aus dem 3D-Drucker, eine Alterssimulation per Virtual-Reality-Brille, ein 360-Grad Navigationsgürtel oder eine Weste, die mit Hilfe einer Kamera und hunderten von kleinen Motoren Hindernisse vor einem auf den Bauch durch Vibration darstellt. Die 14-jährige Myrijam Stoetzer und der 15-Jährige Paul Foltin hatten einen ganzen Rollstuhl mitgebracht, der mit Hilfe von „Eyetracking“, also alleine durch die Bewegung der Augen, gesteuert werden kann. Für ihr Projekt haben sie den „Jugend Forscht“-Wettbewerb 2015 in der Kategorie „Arbeitswelt“ gewonnen.

Die Light Cares-Ausstellung wurde Montagmorgen von Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, gemeinsam mit Raúl Krauthausen, Vorstand SozialHelden e.V., besucht. Anschließend kündigte Bundesministerin Wanka in diesem Zusammenhang an, mit einem Anfang Dezember startenden Wettbewerb die Do-It-Yourself- und Maker-Szene dabei zu unterstützen, Innovationen gemeinsam mit und für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln. Durch den Wettbewerb sollen zehn Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert werden.

Photonik Science Slam

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzScienceSlam1

Bei dem „Photonik Science Slam“ drehte sich auch alles um die Technologien rund ums Licht. Der Physiker Sven Breitkopf errechnete in seinem Vortrag über sein Fachgebiet „Hochleistungslaser“ beispielsweise, wie viel Energie ein Laserschwert oder der Todesstern benötigt. (Foto: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Ein weiteres Highlight des Make Light Lab fand am Montagabend, ausnahmsweise einmal außerhalb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, statt. In dem von der UNESCO ausgerufenen, internationalen Jahr des Lichts gab es bei einem unterhaltsamen Photonik Science Slam im Veranstaltungsclub „Lido“ in Berlin-Kreuzberg Futter fürs Hirn und die Lachmuskeln. Der Science Slam war eine gemeinsame Veranstaltung der Max-Planck-Gesellschaft mit der Photonik-Campus-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Photonik Science Slam im Lido in Berlin war ausverkauft und dank sechs toller Slammer ein witziger und hochinteressanter Abend:

. (Bilder: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Insgesamt sechs Slammerinnen und Slammer widmeten sich in ihren Vorträgen um wichtige Fragestellungen wie „Kann ich mit Licht tatsächlich meine Stimmung beeinflussen?“ und „Wie viel Energie benötigt der Laser des Todessterns?“. Moderator André Lampe ließ das Publikum über die Gewinner abstimmen. Am meisten Punkte erhielt Matthias Mader für seinen Vortrag „Unsichtbares sehen. Wie man durchsichtige Nanoteilchen detektiert“, dicht gefolgt von der zweitplatzierten Inga Rothert mit ihrem Thema „Licht macht glücklich!“ und dem drittplatzierten Sven Breitkopf mit seinem Slam „Hochleistungslaser. Wie viel Macht hat Licht eigentlich wirklich?“.

Übrigens, falls sich jetzt jemand fragt: Der Todesstern bräuchte die gesamte, ununterbrochene Energie eines Sterns von der Größe der Sonne über mehrere hundert Jahre hinweg, um für eine Sekunde feuern zu können.

Das neue Licht, Energiewende, Mensch und Fledermaus

Bild: VDI Technologiezentrum, Frank NürnbergerBei dem Bürgerabend sprach Moderatorin Diane Hielscher mit Lichtexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die Licht emittierende Diode – kurz LED. (Bild: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Bei dem Bürgerabend sprach Moderatorin Diane Hielscher mit Lichtexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die Licht emittierende Diode – kurz LED. (Bild: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Am Freitagabend waren Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen in das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu einem interaktiven Bürgerdialog einladen, um über die neue „Alltags“-Technologie „LED“ (Licht emittierende Diode) zu informieren, die während des Festivals den Besuchern tausendfach entgegen leuchteten.

Die Experten in der lockeren Diskussionsrunde waren einer der führenden deutschen Lichtforscher, Prof. Dr. Ing. Stephan Völker (TU Berlin), der renommierte Schlafforscher Dr. Dieter Kunz (St. Hedwig Krankenhaus Berlin), aus dem Forschungsministerium der Leiter des Referats Optische Technologien/ Photonikforschung Dr. Frank Schlie-Roosen, Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig (Stadt Wuppertal) und als Vertreter der Lichtindustrie Kai Nitschke (Philips, Hamburg). Durch den Bürgerabend in der illuminierten „Fish-Bowl-Arena“ im Foyer des BMBF führte die Radiomoderatorin Diane Hielscher.

Make Light Camp

Bild: VDI Technologiezentrum, Frank NürnbergerFünf Licht-Workshops lockten zum Make Light Camp am 17. und 18. Oktober jede Menge Besucherinnen und Besucher ins Bundesministerium für Bildung und Forschung. (Foto: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Fünf Licht-Workshops lockten zum Make Light Camp am 17. und 18. Oktober jede Menge Besucherinnen und Besucher ins Bundesministerium für Bildung und Forschung. (Foto: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Am letzten Wochenende des Make Light Lab wurde es im Bundesministerium für Bildung und Forschung noch mal richtig wuselig. Im Vergleich zu den Workshops vom ersten Wochenende, die überwiegend auf Kinder und Jugendliche abzielten, sprachen die Workshops im Make Light Camp nun hauptsächlich Jugendliche und Erwachsene an.

Mit dem „Wearable Workshop“, „Projection Mapping with the Raspberry Pi“, „RobOLED Workshop“ und „SenseBox – Vermesse Deine Umwelt“ waren alle vier angekündigten Workshops vorher ausverkauft. Mit dem „Voodoo Doll“-Workshop war sogar noch ein fünfter Workshop kurzfristig hinzu gekommen. Hier wurden bunte Mini-Monster aus Filz mit leuchtenden LED-Augen und einer einfachen Schaltung mit Mikrofon und Lautsprecher, die im Monsterkörper versteckt wurde, selbst genäht.

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzBeim Wearable Workshop bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Farbwechsel LEDs in Kleidungsstücke ein. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Beim Wearable Workshop bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Farbwechsel LEDs in Kleidungsstücke ein. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Im „Wearable Workshop“ baute Lina Wassong mit den Teilnehmern ansteuerbare Farbwechsel-LEDs in Kleidungsstücke ein. Drei Freunde aus Karlsruhe waren sogar eigens für diesen Workshop den ganzen Weg aus Karlsruhe nach Berlin angereist. An dem Tisch daneben wurden beim SenseBox-Workshop Schaltungen programmiert, LEDs zum Leuchten gebracht und später sogar Sensoren zur Vermessung von Umwelt- und Wetterdaten angesteuert.

 

Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela MetzRené Bohne erklärt die RobOLED-Installation, die seit knapp einem Jahr im Foyer des BMBF hängt. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

René Bohne erklärt die RobOLED-Installation, die seit knapp einem Jahr im Foyer des BMBF hängt. (Bild: VDI Technologiezentrum, Daniela Metz)

Am hintersten Tisch erklärte René Bohne, wie „RobOLED“, eine per Tablett und Roboterarm angesteuerte OLED-Pixelwand, die im Bundesministerium vor nicht ganz einem Jahr vom FabLab Aachen installiert worden war, angesteuert wird. Im Raum dahinter, der ansonsten für Pressegespräche genutzt wird, zeigten Krisjanis Rijnieks und Irina Spicaka passend zum Festival of Lights, wie man beim Projektionsmapping mit einem Projektor beliebig strukturierte Oberflächen angepasst beleuchtet.

Dass Lernen mit Spaß keine Altersbegrenzung kennt, wurde an diesen Tagen im Make Light Lab immer wieder deutlich. Ein zehnjähriger Junge nähte gerade an seiner gelben Monster-Voodoopuppe, als seine Mutter vorbei kam. Sie erkundigte sich kurz, ob alles okay sei und musste dann aber auch gleich wieder weg. Keine Zeit, denn: „ich baue gerade eine Ampel“! Und schon raste sie rüber zum SenseBox-Tisch, wo ihr Projekt bereits auf sie wartete.

Bild: VDI Technologiezentrum, Frank NürnbergerDas neue Bundesministerium für Bildung und Forschung am Kapelle-Ufer im Berliner Regierungsviertel. (Bild: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

Das neue Bundesministerium für Bildung und Forschung am Kapelle-Ufer im Berliner Regierungsviertel. (Bild: VDI Technologiezentrum, Frank Nürnberger)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daniela_MetzAutorin: Daniela Metz
Seit 2009 bin ich im VDI Technologiezentrum tätig. Als Mitarbeiterin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmere ich mich hauptsächlich um Artikel / Inhalte (z. B. News aus Forschungsprojekten) für unsere BMBF-Projektträgerseite (Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“) und um unsere Nachwuchsseite der BMBF- und Brancheninitiative „Photonik Campus Deutschland“, in dessen Rahmen dieser Artikel auch gehört. Neben Twitter für die Projektträgerseite kümmere ich mich mit Kollegen dann noch um die Photonik-Nachwuchs Facebookseite.

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*