Patentanwalt Helge B. Cohausz im Gespräch

Was macht eigentlich eine Erfinderberatung?

Telefon, Computer, Zündkerze, Kaffeefilter, Smartphone – das alles sind Erfindungen, die wir heute nicht mehr missen wollen. Errungenschaften, die alle einmal klein begonnen haben und die unsere Welt grundlegend verändert haben. Stellen wir uns einmal Folgendes vor: Ein Ingenieur entdeckt eine neue, noch nie dagewesenen Lösung für ein technisches Problem unserer Zeit. Er möchte sich diese Innovation schützen lassen, sodass er als Urheber für das „nächste große Ding“ feststeht. Doch wie geht er dabei am besten vor? Ein Weg, sich Rat zu holen, ist die kostenlose Erfinderberatung (www.vdi.de/erfinderberatung) des VDI. Wir haben mit dem renommierten Düsseldorfer Patentanwalt Prof. Helge B. Cohausz gesprochen, der diesen Service ehrenamtlich anbietet.

Bild: Cohausz

Patentanwalt Prof. Helge B. Cohausz (Bild: Cohausz)

Herr Prof. Cohausz, was verbirgt sich hinter einer kostenlosen Erfinderberatung?
Dieser Service will vor allem freien Erfindern, Arbeitnehmer-Erfindern sowie Geschäftsführern von Handwerksbetrieben und kleinen Unternehmen die notwendigen Schritte aufzeigen, die zum Schutz einer Innovation nötig sind. Die Beratung soll aber nur eine erste Hilfe sein. Ein gründliches Aktenstudium oder die Auswertung einer Patentanmeldung sind im Rahmen der Erstberatung nicht möglich. Meist kann jedoch eine Lösung, die auf den individuellen Gegenstand zugeschnitten ist, skizziert werden.

Warum sollten sich Erfinder beraten lassen?
Die Beratung hilft, Anfangsfehler zu vermeiden und einen Patentanwalt des betreffenden technischen Fachgebiets zu finden.

Wer kommt und lässt sich beraten?
Die Erfinder kommen häufig kurz nachdem ihnen eine neue technische Lösung eingefallen ist. In den meisten Fällen empfiehlt ein Berater ausführliche Recherchen durchzuführen, um herauszufinden, ob die Idee wirklich neu ist. Deshalb ist den Auskunftssuchenden auch zu raten, vor der Beratung bereits eine Sachrecherche vorzunehmen.

Was war die wahnwitzigste Idee, die Ihnen jemals vorgestellt wurde und was war eine Erfindung, die sich durchgesetzt hat?
Ein Perpetuum mobile, das alle Energiesorgen beheben sollte, und das Pfandschloss für den Einkaufswagen.

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Das Interview führte: Philipp Busse
Position im VDI: PR-Volontär
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

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