Jubiläum

25 Jahre VDI in den neuen Bundesländern

Am 9. November 1989 erreichte die friedliche Revolution in Deutschland mit dem Mauerfall ihren Höhepunkt. Der historische Moment stellte einen Wendepunkt für die Weltgeschichte dar. Die politischen Folgen der Wiedervereinigung vor 25 Jahren im Jahr 1990 prägten auch die Geschichte des VDI.

Bild: VDI-ArchivDrei Monate tourte das VDI-Infomobil 1990 durch die ehemalige DDR, um über den Verein und den Ingenieurberuf zu informieren. Quelle: VDI-Archiv

Drei Monate tourte das VDI-Infomobil 1990 durch die ehemalige DDR, um über den Verein und den Ingenieurberuf zu informieren. Quelle: VDI-Archiv

Die Ereignisse der Wiedervereinigung im Jahr 1990 bedeuteten für den VDI einen Neuanfang. Durch die Öffnung der Grenzen war es nun möglich geworden, Ingenieure aus Ostdeutschland mit in die technisch-wissenschaftliche Gemeinschaftsarbeit des VDI einzubeziehen. Bereits in den ersten Tagen nach dem 9. November 1989 suchten die Ingenieure der ehemaligen DDR das Gespräch, vor allem mit den grenznahen westdeutschen Bezirksvereinen.

Im Jahr der deutschen Einheit wurde schnell deutlich, dass den Ingenieuren eine Schlüsselrolle bei der Einführung der Marktwirtschaft und der Erneuerung der Unternehmen in den ostdeutschen Bundesländern zufallen würde. „Ohne Ingenieure ist der Aufbau der DDR nicht zu schaffen“, titelten 1990 die VDI nachrichten. Der VDI, dem nach dem zweiten Weltkrieg die Tätigkeit in der DDR untersagt worden war, ergriff die Chance, jetzt auch dort wieder als das Netzwerk der Ingenieure und als Sprecher der Technik zu wirken. Zu DDR-Zeiten trat an seine Stelle die Kammer der Technik, eine völlig anders aufgebaute und organisierte Vereinigung.

Ab September 1990 tourte der VDI mit einem Infomobil, einem 18 Meter langen und mit Info-Material beladenen Bus durch Ostdeutschland. Damit erteilte er Auskunft über den Ingenieurberuf und den VDI. Fragen zur beruflichen Zukunft und zur Weiterbildung waren an der Tagesordnung.

Bild: VDI-ArchivDas VDI-Infomobil von innen.

Das VDI-Infomobil von innen.

Im Oktober 1990 wurde dann der Bezirksverein Leipzig gegründet. Ihm folgten rasch weitere Bezirksvereine. Im Jahr 1993 begann der BV Leipzig mit Unterstützung der Stadt Leipzig ein technisches Mitmach-Museum für Jugendliche aufzubauen – das „TechnologieCentrum für Jugendliche – GaraGe gGmbH“. Die VDI-GaraGe bietet Jugendlichen durch seine ausgeprägte Netzwerkarbeit und durch die Beteiligung unterschiedlichster Partner ein weites und spannendes Spektrum von Möglichkeiten und Kursen im Bereich Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft.

Heute ist der „Aufbau Ost“ innerhalb des VDI längst abgeschlossen. Der Verein hat in den ostdeutschen Ländern fünf Landesverbände und acht Bezirksvereine. In diesen engagieren sich Ingenieure und leisten wichtige Impulse für die technische Entwicklung in den neuen Ländern. In den Jahren nach 1990 stand die Erneuerung von Technik und Industrie in Ostdeutschland im Mittelpunkt. Heute widmet sich der VDI Zukunftsaufgaben wie Industrie 4.0. Auch hierbei sind Ingenieure gefragt, die Chancen neuer Technologien zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen.

Hanna BüddickerAutorin: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um den Außenauftritt des VDI in Form von Reden, Präsentationen, Ausstellungen, Social Media. Projektleiterin des Jugendsenders tectv und Redakteurin der Mitarbeiterzeitung.

 

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