Neue Studie von VDI, VDMA und Stiftung Mercator

15 Jahre Bologna-Reform: Wir ziehen Bilanz

Die Bologna-Reform sieht eine Harmonisierung der nationalen Hochschulsysteme vor, indem u.a. miteinander vergleichbare Studiengänge und das zweistufige System von Studienabschlüssen – Bachelor und Master – eingeführt wurden. Ziel von „Bologna“ war die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums, innerhalb dessen die internationale Mobilität der Studierenden durch die verbesserte Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen deutlich gesteigert werden sollte.

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Nach der Verabschiedung der Reform begannen die Unterzeichnerstaaten (inzwischen haben sich weitere 19 Staaten dem Prozess angeschlossen) mit der schrittweisen Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Auf den alle zwei bis drei Jahre stattfindenden Ministerkonferenzen wird der Stand der Umsetzung geprüft. Zuletzt am 14./15. Mai 2015 im armenischen Jerewan.

Der VDI hat diese Konferenz sowie das Jubiläum zum Anlass genommen, gemeinsam mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA und der Stiftung Mercator eine umfassende Studie zum Einfluss der Bologna-Reform auf die Ingenieurwissenschaften durchzuführen. Dazu haben wir im Sommer 2015 eine Stakeholder-Befragung unter , Studierenden, Hochschullehrenden sowie Fach- und Führungskräften unternommen – die erste ihrer Art mit Bezug zu den Ingenieurwissenschaften.

Die Ergebnisse dieser Studie werden wir am 17. März im Rahmen eines Symposiums „15 Jahre Bologna – Quo vadis Ingenieurausbildung?“ mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen in Berlin diskutieren. Mit diesem Beitrag startet unsere sechswöchige Blogreihe zum Thema Bologna. Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.vdi.de/bologna.

Annika_LanderAutorin: Annika Lander
Position im VDI: Referentin politische Öffentlichkeitsarbeit im VDI e.V.

Kommentare & Pingbacks

Ein Gedanke zu “15 Jahre Bologna-Reform: Wir ziehen Bilanz

  1. Den Ing. und das gute Dipl. abzuschaffen war gut. Jedoch nicht für die deutschen Ingenieure. Die Ausländischen Firmen setzen uns gleich mit Technikern und Meistern und den guten hoch angesehenen wertvollen Titel haben wir gegen den Schrott eingetauscht. Nichts gegen Meister und Techniker, auch den Titel trage ich, jedoch werden wir dafür von der Welt insgeheim ausgelacht.
    Trauriges Deutschland, traurige Wirklichkeit, nur der Bachelor ist doch nix wert und der Master, naja.
    Wir haben uns unser ansehen verkauft und wenn man so sieht was man durch die Umstellung für belangloses als nun wichtig erachtet im Bereich der Lehrinhalte kann ich nur sagen, will Deutschland wirklich solchen Abschlusskandiaten die Entscheidungen von morgen überlassen?
    Ich hoffe doch nicht, denn da kommt ja heute schon nix mehr bei rum was greifbar, gerechtfertigt oder konkret ist.
    Kurz toller Titel, nix mehr dahinter geschweige denn noch in der Leuchte!

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