Ingenieurgeschichten

Claudia Süssemilch, Wasseraufbereitung in Tansania

Sie hat es geschafft. Ein Studentenwohnheim in Tansania wird mit sauberem Trinkwasser versorgt. Claudia Süssemilch, Protagonistin unserer neuen Ingenieurgeschichte, hat eine innovative Methode entwickelt, die Wasser allein mit der Kraft der Sonne reinigt.

Bild: VDI / Fabian Stürtz02_Unterseite„Mit Sonnenlicht zu sauberem Wasser“, so lautet der Titel unserer neuen Ingenieurgeschichte. „Da die öffentliche Wasserversorgung in der tansanischen Küstenstadt Mtwara nicht durchgängig gewährleistet war, baute die Regionalgruppe Münsterland der Organisation Ingenieure ohne Grenzen 2012 dort einer Zisterne zur Wasserspeicherung für ein Studentenwohnheim“, erzählte uns die 30-jährige Chemieingenieurin beim Fotoshooting zur neuen Ingenieurgeschichte.

„Aufgrund langer Standzeiten des gespeicherten Wassers und der vorherrschenden klimatischen Bedingungen trat jedoch ein verstärktes Bakterienwachstum auf. Ein gefahrloser Gebrauch des Wassers war daher nicht gewährleistet.“ Vor Ort machte sich Claudia Süssemilch selbst ein Bild von der Lage und entwickelte eine Anlage zur Wasseraufbereitung, bei der aus Wasser und Sauerstoff kurzlebige Radikale werden, die organische Verbindungen zersetzen und Bakterien und andere Verunreinigungen wirksam bekämpfen.

Bild: VDI / Fabian StürtzBlog

Ganz nach ihrer Devise „Einfach mal machen und Ausprobieren“ unterstützt Claudia Süssemilch die Organisation bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte. Ihre neuartige Desinfektionsanlage ist nur ein Beispiel von vielen. Und das Beste ist: Dank der Open-Source-Philosophie der Organisation können in Zukunft noch viel mehr Menschen von den zukunftsweisenden Ideen der Ingenieurin profitieren.

Rund um Claudias spannende und innovative Geschichte haben wir für Euch weitere Storys entwickelt. Im Interview erzählt Claudia, wie sie auf das Projekt aufmerksam wurde und was junge Ingenieure tun können, die mir ihrem Handeln die Welt ein Stück besser machen wollen. Zum Thema Wasseraufbereitung fragen wir: „Was macht sauberes Wasser aus?“ Wer sich für Tansania interessiert, findet hier „6 Dinge, die Ihr über Tansania wissen solltet“. Ihr könnt mit dem Thema Ingenieurgeschichten nicht so recht etwas anfangen? Kein Problem, wir klären auf: „Was sind eigentlich die VDI Ingenieurgeschichten?“

philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

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2 Gedanken zu “Claudia Süssemilch, Wasseraufbereitung in Tansania

  1. Worin gernau besteht der innovative Ansatz? Waserreinigung mittels Sonne ist in afrikanischen Ländern seit längerem gang und gäbe. Bei einfachen Ansätzen wird Wasser in PET Flaschen gefüllt und diese auf die Dächer gelegt. Das UV Licht der Sonne erzeugt nicht nur Sauerstoffradikale sondern schädigt in den äußeren Schichten der Flasche krankheitserreger direkt durch Zerstörung der DNA. Dies ist gängige Praxis insbesondere in vielen Slums.

  2. Tolle Geschichte! Ich finde es wirklich bewundernswert, wie stark sich diese junge Frau für das Wohl anderer einsetzt. Ihre Methode hätte schon lange zum Standard gehören sollen. Für mich ist es unvorstellbar, keinen Zugang zu sauberem Wasser zu haben.
    Durch die Firma EnviroChemie (http://www.envirochemie.com) bin ich auf das Thema Wasseraufbereitung aufmerksam geworden und habe mich in der letzten Zeit verstärkt mit dem Thema Wasseraufbereitung auseinandergesetzt. Für uns ist normal, sauberer Wasser zu haben, jedoch wissen wir meistens nicht, welche Verfahren sowie Prozesse hinter dem ganzen stehen. Es ist aufjedenfall für jeden mal interessant, sich in das Thema einzulesen.

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