Road to #Rio2016

Gestatten: Marc Schuh, Physiker und Rollstuhlsprinter

„Dabei sein ist alles!“ gilt als olympisches Motto. Doch mal ehrlich, wer hat schon die Möglichkeit, tatsächlich an Olympischen oder Paralmypischen Spielen teilzunehmen? Nur die Besten schaffen es, sich durch schweißtreibendes und hartes Training zu qualifizieren. Marc Schuh ist einer dieser wenigen. Und nicht nur das: Für den Rollstuhlsprinter ist es nach Peking 2008 und London 2012 bereits die dritte Teilnahme an den Paralympics.

Marc Schuh, Jahrgang 1989, ist aber nicht nur auf der Tartanbahn beeindruckend schnell, sondern verfolgt nebenher auch fokussiert seine wissenschaftliche Karriere. Nach einem Bachelor- und Masterstudium im Fach Physik promoviert der gebürtige Kölner aktuell am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg.

Bild: Werner SchuhFolie1

Marc Schuh trainiert für seine dritten Paralympics

Marc, du promovierst und bist gleichzeitig Leistungssportler – wie geht das zusammen?
Ich habe das Glück, dass mir beide Dinge sehr viel Spaß bereiten, daher kann ich mich den ganzen Tag mit beiden Themen befassen ohne einen weiteren Ausgleich zu benötigen. Zudem braucht es ein recht gutes Zeitmanagement, einen fantastischen Doktorvater, der einem die Freiheit gibt den Tag selbst zu gestalten, eine Arbeitsgruppe, die bei dieser Struktur mitzieht, und ein Sportteam, das die Herausforderung der Doppelbelastung ebenfalls meistert.

Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus?
Meine erste Trainingseinheit habe ich morgens von 8:30 Uhr bis 11:00 Uhr. Danach häufig Physiotherapie, Essen, um 13:30 Uhr bin ich dann am Institut. Wenn am Tag eine zweite Einheit ansteht, bin ich bis 18:30 / 19:00 Uhr da, ansonsten auch schon mal länger. Der Tag endet meistens gegen 22:30 Uhr.

Was ist Dein Ziel für Rio?
Das Finale ist mein Minimalziel. Unter optimalen Bedingungen ist auch eine Medaille drin.

Was bedeutet es für Dich, Naturwissenschaftler zu sein?
Als Physiker werde ich zumindest mit den Werkzeugen ausgestattet, prinzipiell verstehen zu können, wie die Welt und die Natur um uns herum funktioniert. Das ist ungemein spannend!

Beschreibe kurz den Moment, in dem Du wusstest: Ich werde Physiker!
Ich bin in einem naturwissenschaftlichen Haushalt groß geworden. Mein Vater ist promovierter Physiker und mein Bruder hat als ich auf das Gymnasium kam gerade angefangen Physik zu studieren. Auch als Kleinkind hatte ich bereits ein gewisses Talent für Zahlen. Ich hatte die Leistungskurse Chemie und Physik und wollte längere Zeit Chemiker werden, fand dann aber die Erklärungen im Chemieunterricht nicht zufriedenstellend und habe mich dann für Physik entschieden.

Road to #Rio2016
Der VDI begleitet Judoka Laura Vargas-Koch, Sitzvolleyballer Stefan Hähnlein und Rollstuhlsprinter Marc Schuh bei ihren Vorbereitungen auf die Olympischen und Paralympischen Spiele diesen Sommer. Einmal im Monat berichten die Athleten was sie auf ihrem Weg nach #Rio2016 erleben.

Cathrin Becker_2Autorin: Cathrin Becker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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