Wir sind VDI / März 2016

„Der VDI bietet eine Lernplattform“

Für die März-Ausgabe unserer Reihe „Wir sind VDI“ haben wir mit Andreas Stutz gesprochen. Andreas ist seit zwei Jahren Mitglied bei uns im VDI und organisiert neben seinem Job den Kongress der VDI Studenten und Jungingenieure, der im Mai in Karlsruhe stattfindet. Wir haben mit ihm über sein ehrenamtliches Engagement und die Rolle, die der VDI für ihn spielt, gesprochen:

Bild: privatAndreas_StutzLieber Andreas, bitte stell dich kurz vor.
Ich darf mich vorstellen, mein Name ist Andreas Stutz, bin 25 Jahre alt und Entwicklungsingenieur bei Siemens. Durch eine Ausbildung, anschließendem Studium und frühkindlicher Begeisterung für Computer und Programmierung, liegen meine Schwerpunkte im Bereich der Energietechnik, Automatisierung und Informatik. Nach meinem Bachelor- und Masterstudium an der Hochschule Karlsruhe, bin ich seit März 2016 bei Siemens in der Vorfeldentwicklung der Division „Process Industry and Drives“ und arbeite in den Themenbereichen Leitsystemarchitekturen und IT Security.

Seit wann bist Du im VDI und warum bist Du damals eingetreten?
Bereits zu Beginn meiner Berufsausbildung war ich Mitglied beim VDE, dem Pendant des VDI mit Fokus auf Elektrotechnik, und bin erst Februar 2014 dem VDI beigetreten. Dem VDI bin ich beigetreten, um Studenten und Ingenieure aus meinen angrenzenden Fachbereichen kennenzulernen, um durch tolle Diskussionen und dem Austausch meinen eigenen Horizont zu erweitern. Ein Kontaktnetzwerk ist mit das Wichtigste für die berufliche Zukunft eines Ingenieurs. Durch Interdisziplinaritäten in der heutigen Arbeitswelt, wird es für den Ingenieursnachwuchs immer schwieriger zu bestehen, hier unterstützt der Ingenieursverein mit seinem Netzwerk – aus dem Grund bin ich Mitglied beim VDI!

Du engagierst dich auch ehrenamtlich im VDI. Was sind deine Aufgaben?
Als einer der Gründungsmitglieder und nun Arbeitskreisleiter in Karlsruhe habe ich, zusammen mit Martin Brandauer, inzwischen ein tolles Team, mit denen wir anstehenden Aufgaben und Aktivitäten meistern. Neben meiner Rolle als Arbeitskreisleiter bin ich seit ca. einem Jahr auch im Vorstand des Nachwuchsnetzwerks tätig und repräsentiere das Resort „interne Kommunikation“ und betreue die lokalen Teams in Süddeutschland. Auf lokaler Ebene versuchen wir die Schnittstelle für Studenten zwischen dem VDI und der Technologieregion Karlsruhe zu sein, auf Bundesebene versuche ich den Informationsaustausch zwischen den Teams in Deutschland sicherzustellen. Aktuell sind die Tätigkeiten auf Vorstandsebene stark reduziert, da Martin Brandauer und ich zusammen mit unserem Team den Kongress 2016 ausrichten werden. Zusammengefasst ist meine Aufgabe die Kommunikation über alle Ebenen – lokal als Schnittstelle zwischen VDI und der Technologieregion Karlsruhe, überregional zwischen den einzelnen Teams in Baden-Württemberg und Bayern und bundesweit durch den Newsletter und den Informationsaustausch aller Teams.

Wieso wolltest Du bei der Planung des suj-Kongress mithelfen? Was macht dir bei der Kongressvorbereitung am meisten Spaß?
Wieso – Weil es Spaß macht! Was macht am meisten Spaß – Die Arbeit im Team! Ich habe mich nicht allein entschieden am Kongress mitzuarbeiten, sondern wir, das gesamte Team aus Karlsruhe. Der Kongress ist die größte Veranstaltung, die das Netzwerk der Studenten und Jungingenieure des VDI zu bieten hat. Karlsruhe hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem funktionierenden Team entwickelt und wurde als Ausrichter der Kongress angefragt. Mit der Rückendeckung des lokalen BVs haben wir die Anfrage bestätigt und die Arbeiten konnten beginnen. Die Möglichkeit junge Menschen zusammenzubringen, Ihnen Wissen zu vermitteln und das Netzwerk zu verfestigen und auszubauen ist das Tollste an der Arbeit um den Kongress. Ich erlaube mir an dieser Stelle dem gesamten Team bereits jetzt zu danken – Martina, Verena, Martin, Maximilian, David und Jonas, arbeiten kontinuierlich an dem Projekt. Meine Rolle im Team liegt in der Ausgestaltung des Kongresses selbst, hier musste eine Themenrichtung festgelegt und entsprechende Workshop-Themen gefunden werden. Eine ausführliche Berichterstattung würde den Rahmen dieses Interviews sprengen, doch schaut es euch am besten einfach selbst an: www.vdi.de/suj-kongress. Wir freuen uns auf darauf, euch am 19.-22. Mai 2016 in der Fächerstadt begrüßen zu dürfen!

Bild: Virtual connection/alphaspirit/fotolia.deSuJ-Kongress 2016Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Der VDI ist für mich in erster Linie das Ingenieursnetzwerk mit Menschen, mit denen ich mich Austauschen kann und die mich wiederum für meine Arbeit inspirieren. Das beste Beispiel hierfür ist die Fachtagung „Industrie 4.0“ Ende Januar. Eine Veranstaltung mit weit über 250 Teilnehmern aus verschiedensten Firmen und Branchen, die sich über Industrie 4.0 und den Stand der Technik ausgetauscht haben. Als studentisches Mitglied im VDI hat man die Möglichkeit, an ausgewählten Veranstaltungen des Wissensforums kostenlos teilzunehmen und Personen aus seinem Interessensgebiet kennenzulernen in einer offenen und respektvollen Umgebung. Es sollte aber auch jedem klarwerden, dass das Netzwerk des VDIs nicht zu einem hinkommt, sondern man sich seine Kontakte aus dem Netzwerk selbst erarbeiten muss. So viel zur fachlichen Rolle, es gibt aber auch eine andere Rolle die der VDI in meinem Leben spielt. Als Arbeitskreisleiter, als Mitglied des Bundesvorstands und stellv. Leiter der Projektgruppe Kongress ist der VDI auch ein großer Bestandteil meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten und bietet mir dadurch die Möglichkeit Führung und Management in der Praxis zu erlernen. Der VDI bietet jedem Studenten oder auch Nachwuchsingenieur eine Lernplattform in fachlicher als auch allgemeiner Ausrichtung. Ich empfehle jedem den Mehrwert des VDI für sich zu Prüfen und die in Frage kommenden Möglichkeiten voll auszuschöpfen! Gerne könnt ihr hierzu euer lokales Team ansprechen.

Was wünscht Du Dir in Zukunft vom VDI?
Ich wünsche mir Taten! Der VDI hat sein Leitbild VDI 2020 verabschiedet und veröffentlicht. Ich persönlich finde das Leitbild sehr gelungen und finde mich in ihm auch wieder. Dennoch gibt es Punkte innerhalb des VDI, die derzeit nicht voll oder nur teilweise dem Leitbild entsprechen. Hier erhoffe ich mir, dass diese Punkte aktiv angegangen und möglichst schnell umgesetzt werden. Das ungenutzte Potential ist riesig und ich würde mir wünschen, dass dieses Potential weiter ausgeschöpft wird. Auf der Industrie 4.0 Fachtagung im Januar wurde immer wieder gefordert, Unternehmen müssen agiler und mutiger werden. Sie müssen dem Thema „Digitalisierung“ offener gegenüberstehen. Das gleiche wünsche ich mir vom VDI, bestehende Strukturen zu überdenken, vorhandenes kritisch zu hinterfragen und agiler und digitaler für die Zukunft zu werden. Ich bin in meinen verschiedenen Rollen bereit, diesen Weg zu unterstützen und ehrenamtlich den VDI auf diesem Wege zu begleiten.

Alle Informationen und die Anmeldung zum Kongress der VDI Studenten und Jungingenieure findet Ihr unter www.vdi.de/suj-kongress.

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Bild: VDIcsm_Schmitz_Jasmina_2016_2_a7e9c82044Das Interview führte: Jasmina Schmitz
Aufgabe beim VDI: Organisation Hannover Messe, Mitarbeit www.vdi.de

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