#Rio2016 vor Ort

Ein zweites Leben für die Olympia-Sportstätten

Erst kommt der Jubel, dann kommen die Bedenken. Städte, die sich als Austragungsort der Olympischen und Paralmypischen Spiele durchgesetzt haben, haben es meist schwer. Vorhandene oder nicht vorhandene Infrastrukturen, Sinn und Unsinn von Bauprojekten und natürlich die Kosten sind immer wieder Thema bevor das olympische Feuer überhaupt entzündet wird.

Bild: T photography / shutterstock.comFolie1
Auch das Thema Wiederverwertung der Sportstätten wird heiß diskutiert – so auch aktuell in Brasilien. Die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer (AHK Brasilien) gibt einen Einblick in die geplanten Projekte vor Ort.

Korruptionsskandal und Zika-Virus zum Trotz gelten die Sommerspiele im Land als Lichtblick. Rios Bürgermeister Eduardo Paes sieht die Wettbewerbe als große Chance für Rio. Sein Ziel ist, ganz nach dem Vorbild Barcelona, wo der Megaevent die Stadt nachhaltig positiv verändert hat, auch in Rio die Spiele zu nutzen, um eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und Stadtentwicklung zu erreichen.

Anders als bei den Fußball-WM Stadien, von denen viele kaum noch genutzt werden, setzt Rios Bürgermeister auf die sogenannte „nomadische Architektur“: Temporäre Sportstätten, die nach den Olympischen und Paralympischen Spielen wieder ab- oder umgebaut werden können.

So wird die Halle, in denen während der Wettkämpfe die Basketballer um Medaillen kämpfen, nach den Spielen komplett abgebaut. Auch das Handballstadion im Olympiapark wird vollständig demontiert und in vier kommunale Schulen umstrukturiert. Die Kosten dafür liegen bei umgerechnet rund 33,81 Millionen Euro. Ebenso wird die Sportstätte der Kanuten im Außenbezirk Deodoro nach dem Ende der Wettbewerbe zu einer großen öffentlichen Parkanlage umgewandelt.

Bis zum 5. August, der Tag der Eröffnungsfeier, bleibt noch genügend zu tun, um Brasilien fit zu machen für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Die AHK Brasilien São Paulo und der VDI-Brasilien beschreiben in den kommenden Monaten für #Rio2016 die Stimmung vor Ort.

Cathrin Becker_2Autorin: Cathrin Becker
Position beim VDI: Pressereferentin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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