Road to #Rio2016 / Laura Vargas Koch

“Eine Mischung aus Technik und Taktik”

Im Rahmen unserer Beitragsreihe zu den Olympischen Spielen begleiten wir drei Sportler auf Ihrem Weg nach Rio, die neben dem Sport noch ein Studium absolvieren. Neben Rollstuhlsprinter Marc Schuh und Sitzvolleyballer Stefan Hähnlein begleiten wir Judoka Laura Vargas Koch. Die Mathematikstudentin zählt in Rio zu den Medaillenkandidatinnen in Ihrer Gewichtsklasse.

Bild: Hans Martin Fleischer 2012Laura_2.Beitrag_702x363px-V1

Zum Judo ist Laura eher zufällig gekommen: Freunde der 25-Jährigen haben Judo gemacht und irgendwann ist Laura einfach  mal mitgegangen – und schon war es um sie geschehen: „Es hat mir gleich Spaß gemacht. Besonders die direkte Auseinandersetzung mit dem Gegner, also das Kämpfen, finde ich toll!“ Das war der Beginn einer tollen Karriere: Gleich drei Titel als Deutscher Meisterin und diverse Podiumsplätze bei Welt- und Europameisterschaften hat Laura schon gewonnen.

Technik ist eine wichtige Komponente beim Judo
Wenn man sich über die Sportart Judo informiert kann man unter anderem in der Wikipedia nachlesen, dass eines der Grundprinzipien von Judo „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“ lautet.  Dabei ist natürlich die Technik eine eine sehr wichtige Komponente, aber auch Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sind entscheidend. Laura erklärt: „Es gibt die verschiedenen Wurftechniken, bei denen man die Bewegung des Gegners ausnutzen muss um ihn zu Fall zu bringen, außerdem unterschiedliche Bodentechniken und auch der Griffkampf spielt eine sehr wichtige Rolle. Er ist eine Mischung aus Technik und Taktik. Auch hier braucht man einige Varianten, um seinen Griff aufzubauen, und muss je nach Situation und Gegnertyp, die richtige anwenden.“

Und so sieht das dann aus, wenn Laura einen Wettkampf bestreitet:

Technische Hilfsmittel werden vor allem beim Training eingesetzt, zum Beispiel ein Zugseil oder eine Bulgarian Bag für bestimmte Übungen. „Ganz selten werden auch Sequenzen im Techniktraining gefilmt und ausgewertet, das ist aber eher die Ausnahme“, erklärt Laura.

Hilft ein Mathematik-Studium beim Gewinn einer Goldmedaille?
Zusätzlich zum Leistungssport studiert Laura Mathematik. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob man im Mathematik-Studium etwas lernt, was einem dabei helfen kann, eine olympische Medaille zu gewinnen? „Ich kann keine Taktik gegen meine Gegner ausrechnen. Ich finde es trotzdem schön und wichtig einen Bereich neben dem Judo zu haben, der mich so begeistert und erfüllt. Ich glaube, das könnte helfen, wenn es darauf ankommt die Nerven zu behalten“, so Laura. Und was nimmt sie aus ihrem Sport für ihr späteres Berufsleben mit? „Das werde ich wahrscheinlich erst merken, wenn ich irgendwo arbeite. Ich denke auf jeden Fall die Fähigkeit gut mit Druck und Stress umzugehen.“  Das dürfte in einem olympischen Finale mit Sicherheit ein Vorteil sein.

Aktuelles über Lauras #RoadtoRio könnt Ihr auch auf Ihrer Facebookseite nachlesen.

Eva_HoldenAutorin: Eva Holden
Position beim VDI: Referentin Social Media
Aufgabe beim VDI:  Kümmert sich um die Social-Media-Strategie des VDI sowie die Betreuung der Auftritte des Vereins in facebook, Blogs, Twitter und Co.

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