Medizinproduktehersteller nutzen digitale Prozessketten

Mit digitalen Daten zum individualisierten Medizinprodukt

Insbesondere Implantate und Prothesen sind individuelle Medizinprodukte, für deren Herstellungsprozess in der Regel Spezialhandwerker eingebunden sind. Die Nutzung patientenspezifischer digitaler Daten ermöglichst zunehmend eine industrielle Produktion.

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Digitalisierung durchdringt Fertigungsprozesse

Bild: © Dental Innovation GmbH(c) Dental Innovation GmbH

Digitale Prozessketten halten Einzug in der industriellen Medizintechnik

Die Digitalisierung durchdringt gegenwärtig alle Technologiebereiche in der Medizintechnik. Insbesondere durch informationstechnische Datenerfassungs- und Planungssysteme sind völlig neuartige Arbeitsprozesse entstanden. Programmierbare Steuerungen von Werkzeugmaschinen oder 3-D-Druckern, die auch mit bearbeiteten individualisierten Patientendaten gespeist werden können, gestatten zunehmend eine industrielle Fertigung individualisierter Medizinprodukte.

Die Abbildung des technischen Standards und die Festlegung der Verantwortlichkeiten sowie die Nutzung digitaler Werkzeuge zur Planung, Prozessabbildung und Konstruktion führt zu einem Wandel der handwerklichen Leistungen und zu einem neuen Profil der Techniker.

Bisher sind jedoch noch Fragen z.B. zur Entscheidung für einen bestimmten technischen Standard oder zur systematischen Vorgehensweise bei der Planung solcher Prozessketten nicht geklärt.

Netzwerk des VDI nutzen
Im VDI werden wir deshalb am 2. Juni einen Fachausschuss „Digitale Prozessketten in der industriellen Medizintechnik“ gründen. Ziel wird es u.a. sein, für bisher noch offene Fragen praktische Hilfestellung im Rahmen der Technischen Regelsetzung zu erarbeiten. Interessenten sind herzlich eingeladen.

Kunststoffe in der Medizintechnik
In diesem Zusammenhang sicher auch interessant: Die 8. VDI-Fachtagung „Kunststoffe in der Medizintechnik“ findet am 27. und 28. April 2016 in Friedrichshafen statt. Mehr Informationen und Anmeldung unter www.vdi.de/KiM.

Autoren:
Bild: privatWehmöller-02Prof. Dr.-Ing. Michael Wehmöller
Produktentwicklung in der Medizintechnik an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) und Mitglied im Fachbeirat Medizintechnik

 

 

 

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