Wie der Mensch von Maschinen profitiert

6 Dinge, die Ihr von Robotern nicht erwartet hättet

Sie können tanzen, braten Burger und entfalten sich in unserem Bauch wie Origami-Kunst. Die Rede ist von Robotern. Was sie alles können und wo sie uns lästige Arbeit abnehmen können, haben wir uns im Vorfeld unserer kommenden Ingenieurgeschichte, die sich mit der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine beschäftigt, angeschaut.

Bild: Thomas Ernsting / LAIFRoboter_Justin_Haende

1. Roboter braten Burger
Wo, wenn nicht im Burgerland Nummer eins, sollte es Burger bratende Roboter geben? Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, gibt es seit September 2015 ein fast vollautomatisches vegetarisches Restaurant in San Francisco. Roboter können zwar noch nicht alle anspruchsvollen Aufgaben des Personals übernehmen, aber in einigen Tätigkeiten sind sie jetzt schon überlegen: Beim Burgerbraten und beim Bestellung aufnehmen. Dazu kommt: „Sie sind immer höflich, sie versuchen den Kunden immer noch etwas zu verkaufen, sie nehmen nie Urlaub, sie kommen nie zu spät zur Arbeit und es kommen keine Klagen wegen Diskriminierung“, zitiert die Zeitung einen Fast Food-Manager. Auch die Fastfood-Kette Wendy’s denkt über den Roboter als Burgerbrater nach.

2. Der Origami-Roboter in unserem Bauch
Forscher haben einen Mini-Roboter entwickelt, der geschluckt werden kann und sich erst im Magen wie ein Origami entfaltet. An seinem Bestimmungsort, z.B. im Verdauungstrakte, beseitigt er Fremdkörper oder versorgt Verletzungen. Dass er nach dem Schlucken auch tatsächlich seine Arbeitsform erlangt, funktioniert mithilfe eines kleinen Tricks: Zunächst ist der Roboter in einer Art Eisschicht verpackt. Wie eine Tablette kann er dann geschluckt werden und gelangt in den Magen, wo sich die Eisschicht auflöst, wie es in der Welt nachzulesen ist. Einmal ausgebreitet, kann der Mini-Roboter von außen an der Magenwand entlang eines magnetischen Felders gesteuert werden. Damit das klappt, haben die Forscher an der Vorderseite des Roboters einen Magneten eingebaut, der auf elektrische Felder außerhalb des Körpers reagiert.

3. Verschmelzung von Mensch und Maschine
In der Medizin haben Exoskelette z.B. bei Rehabilitation und als Gehhilfen bereits kommerziell Fuß gefasst. Auch für den Einsatz in der Industrie haben Unternehmen bereits solche Stützstrukturen auf den Markt gebracht. Diese Vorrichtungen erkennen Bewegungen des Trägers und unterstützen sie dann mit mechanischer Kraft, so dass der Mensch entlastet wird. Was sonst vermieden wird, nämlich der direkte Kontakt zwischen Roboter und Mensch, ist hier Notwendigkeit. Das nach Science-Fiction klingende Konzept kommt somit zunehmend in der Realität an. Hier findet Ihr weitere spannende Fakten zu den Exoskelett-Systemen.

Bild: VDI / Fabian StürtzHohenwarter

4. Wenn Roboter Sheriff spielen
In einem kalifornischen Einkaufszentrum geht ein Roboter auf Streife: 150 Zentimeter groß und in Form eines Eis wirkt der neue Wachmann unbeholfen als autoritär. So harmlos der RoboCop nach außen hin wirken mag – in seinem Inneren steckt Überwachungstechnik auf dem neuesten Stand, berichtet die taz. Seine Software kann 300 Nummernschilder pro Minute scannen und mittels einer schwarzen Liste Personen mit Hausverbot ausfindig machen. Mikrofone können Stimmen oder Geräusche wie zerbrechendes Glas erkennen – und dann Alarm schlagen. Auch sensible HD-Infrarotkameras gehören zu seiner Ausstattung. Zudem kann der Roboter Smartphones in seiner Umgebung orten. Die Macher betonen, dass der RoboCop menschliches Wachpersonal nicht ersetzen soll, sondern sie nur „zusätzliche Augen und Ohren“ seien.

5. Der tanzenden Roboter
Licht an, Ton ab, Vorhang auf: Im Halbfinale der amerikanischen Talentshow „America’s got Talent“ stand ein Roboter des Unternehmens ABB im Rampenlicht. Der IRB 2400 war Bestandteil der Tanzperformance der Gruppe „Freelusion“ und der heimliche Star der Show. Wie die Performance aussah und wie der Roboter mit seinen menschlichen Kollegen auftreten konnte, ohne zu kollidieren, könnt Ihr hier bei uns im Blog sehen.

6. Roboter putzen Büros
Unter der Leitung eines Fraunhofer-Instituts perfektionieren deutsche Unternehmen derzeit Putzroboter. Sie wollen sie durch Büros schicken, als Ersatz für die Putzkolonnen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. „Mit Reinigungsrobotern kann die Branche besser dem steigenden Kostendruck sowie dem Personalmangel begegnen“, zitiert das Blatt die Macher der technischen Putzteufel, die „fehlerlose Produktivität“ versprechen. Über Nacht reinigen die Roboter und leeren Mülleimer. Dreck, der die Technik überfordert, wird übrigens in einer Karte notiert – morgens soll den dann aber der Mensch bereinigen.

Die Einsatzmöglichkeiten für Roboter werden immer breiter und insbesondere die Entwicklung von humanoiden, also dem Menschen nachempfundenen Robotern, wird mit enormem Tempo vorangetrieben. Die VDI-Zukunftskonferenz Humanoide Roboter widmet sich dem aktuellen Stand der Entwicklung menschenähnlicher Roboter. Sie findet parallel zur 3. VDI-Fachkonferenz Assistenzroboter in der Produktion statt.

Mehr zur Zusammenarbeit zwischen Robotern und Menschen zeigen wir im Video unserer neuen Ingenieurgeschichte. Im Vorfeld dazu haben wir einen tanzenden Roboter gefunden und ihn genauer vorgestellt. Ihr könnt mit dem Thema Ingenieurgeschichten nicht so recht etwas anfangen? Kein Problem, wir klären auf: „Was sind eigentlich die VDI Ingenieurgeschichten?“

philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

 

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