Wir sind VDI / Mai 2016

„Gestaltet aktiv eure Zukunft“

Martin Brandauer ist schon früh mit dem VDI in Berührung gekommen. Eingetreten im Studium engagiert er sich seit Jahren aktiv als Arbeitskreisleiter der Studenten und Jungingenieure in Karlsruhe. Besonders freut er sich auf den Kongress der Studenten und Jungingenieure in Karlsruhe, den er maßgeblich mit organisiert hat. Was ihm bei der Kongressvorbereitung am meisten Spaß gemacht hat und was er jüngeren Studierenden rät, lest Ihr hier.

suj-kongress2016

Martin, bitte stell dich kurz vor.
Ich habe bis zum Abitur eine deutsch-brasilianische Schule in Brasilien besucht und bin erst zum Studium nach Deutschland gekommen. Hier habe ich am KIT in Karlsruhe Maschinenbau studiert, mit den Hauptfächern in Energietechnik und Strömungsmechanik. Seit 2012 beschäftige ich mich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT mit dem hochinteressanten und viel bewegten Themenbereich „Rückbau kerntechnischer Anlagen“. Neben meinen Tätigkeiten in der Lehre, der Betreuung von Forschungsprojekten, bin ich hier viel für das KIT im In- und Ausland unterwegs. Augenmerk liegt jedoch momentan auf dem Abschluss meiner Promotion, wobei ich auch stets versuche genug Zeit meiner Tochter und Ehefrau zu widmen.

Seit wann bist Du im VDI und warum bist Du damals eingetreten?
Ich bin relativ früh im Studium während einer der wiederkehrenden „Hochschultouren“ dem VDI beigetreten. Das kostengünstige Angebot, das an jenem Tag in unserer Mensa für Studenten angeboten wurde, hatte mich geködert und über die Jahre überzeugt. Insbesondere die wöchentlichen VDI nachrichten genieße ich dabei sehr, wodurch ich nun, über meine Studienzeit hinaus, dem VDI seit über 8 Jahre treu geblieben bin.

Du engagierst dich auch ehrenamtlich im VDI. Was sind deine Aufgaben?
Ende 2012 erhielt ich eine E-Mail vom VDI-Bezirksverein Karlsruhe, wo auf Anfrage eines Studenten (Herrn  J. Jochims) hier in Karlsruhe das Bestreben bestand, nach einer Vielzahl von Jahren, wieder eine Studenten und Jungingenieurs Arbeitsgruppe aufzubauen. Hierzu muss man verstehen, dass der Standort Karlsruhe, durch die Hochschule Karlsruhe, die Duale Hochschule Baden-Württemberg sowie das KIT, eine Hochburg der Ingenieurswissenschaften ist. Ich konnte mir daher nicht erklären, warum es in unserer Stadt noch nicht so eine Gruppe gibt und habe die Herausforderung sofort angenommen. In 2013 wurde ich dann offiziell zum Arbeitskreisleiter ernannt, welche Funktion ich bisher weiterhin ausführe. Insbesondere gestärkt wurde ich durch den Beitritt von Herrn Andreas Stutz der uns nun seit 2014 tatkräftig und unermüdend unterstützt und somit mit mir auch die Arbeit der Arbeitskreisleitung teilt. Zu meiner wichtigsten Aufgabe zählt dabei der gestellten Herausforderung Herr zu werden und nachhaltig eine Plattform in Karlsruhe zu schaffen, wo sich junge ingenieurstechnische Leute, mit der Unterstützung des VDIs, zusammen austauschen, weiterbilden und Spaß haben können. Hierbei sind wir mittlerweile sehr erfolgreich, haben gute Freundschaften aufbauen können, regelmäßige Stammtische eingeführt sowie ehrenamtlich Workshops, Exkursionen, Kaminabende und vieles mehr durchgeführt.

Wieso wolltest Du bei der Planung des suj-Kongress mithelfen? Was macht dir bei der Kongressvorbereitung am meisten Spaß?
Der diesjährige Kongress der Studenten und Jungingenieure ist unser größtes und ambitioniertestes Projekt und stellt das größte Event der Student und Jungingenieure des VDIs dar. Dabei haben wir uns sehr dafür eingesetzt, diesen in die Fächerstadt zu bringen, wobei unserer erfolgreicher Aufbau und die starke Gruppe aus Karlsruhe letztendlich wohl ausschlaggebend waren. Eine Mitarbeit an so einem ambitionierten Projekt stand daher bei mir stets außer Frage. Dabei ist besonders das „wir“ der Studenten und Jungingenieur Gruppe aus Karlsruhe sehr wichtig und was es auch in der Organisation dieses einmaligen Events so einmalig macht. Die Zusammenarbeit mit allen meinen fleißigen Kolleginnen und Kollegen ist daher der größte Spaßfaktor. Von daher geht schon jetzt ein großes Dankeschön an Andreas, Martina, Verena, Max, David und Jonas. Gerne könnt ihr sie mittlerweile auch näher kennenlernen.

Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Der VDI ist für mich DIE Vereinigung der Ingenieure. Er bietet mir die Möglichkeit für einen Austausch, er ermöglicht mir die Organisation von Veranstaltungen mit gemeinsamen Interessen und erlaubt mir den Horizont kontinuierlich immer weiter zu erweitern. Dabei bietet der VDI, entgegen dem was die meisten glauben, viel mehr als nur eine Nachrichtenzeitung. Insbesondere durch mein aktives Engagement und Auseinandersetzung mit dem Verein wird einem das ganze Potenzial erst wirklich offenbart. Die Bereicherung, die mir meine Tätigkeiten in den letzten knapp vier Jahren beschert haben, die Türen die sich dadurch geöffnet haben, kann ich nur weiterempfehlen und fordere dabei jeden auf, insbesondere die jüngere Generation an Studenten, dieses Angebot wahrzunehmen. Nutzt eure Zeit noch während des Studiums und gestaltet aktiv eure Zukunft. Ihr werdet es nicht bereuen.

Was wünscht Du Dir in Zukunft vom VDI?
Der Satz „Jeder Anfang ist schwer“ ist allgemein bekannt. Die Herausforderung die Studenten und Jungingenieur Gruppe in Karlsruhe von null aufzubauen, ist aber genau mit diesem Satz widerspiegelt. Der VDI versteht sich als ein großes Netzwerk an gegenseitig helfenden Mitgliedern, was aber leider, für jemand der von außen kommt, zunächst mühselig zu begreifen ist. Die Anfangszeit beim VDI hat mir gezeigt das etwas mehr Transparenz und insbesondere eine bessere und offenere Kommunikation in einem ehrenamtlichen Umfeld eine wichtige Rolle spielt.
Dies ist mittlerweile auch im VDI bereits erkannt worden und wird auch zunehmend, sowohl bundesweit aber auch Lokal, gelebt. Dies trägt auch dazu bei, dass wir wieder neue Mitglieder akquirieren, die dem Verein einen neuen Wind bringen. Insbesondere sehe ich da die Priorität junge Leute für den Verein zu gewinnen als einer der größten Bestreben. Wir haben sehr erfahrene und engagierte Persönlichkeiten, die schon viele Jahre dem Verein treu geblieben sind und diesen mit Leben füllen. Dieses Potenzial an Erfahrung muss jedoch, solange sie noch existiert, genutzt werden, um eine Brücke zu der kommenden Generation schlagen zu können. Hier sehe ich auch langfristig das Ziel der Arbeit im Arbeitskreis der Studenten und Jungingenieure, der Grund auch warum mir diese Arbeit auch so am Herzen liegt.
Im Allgemeinen gesprochen, kann der VDI, durch seine Unabhängigkeit, einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Qualität der Bildung in Deutschland beitragen. In einer Gesellschaft, die immer schneller sich entwickelt, wo ein breites und interdisziplinäres Auftreten von der jungen Generation verfolgt wird, verliert die Tiefe und die Spezialisierung graduell an Stellenwert. Dies ist ein Schleichender aber an der Hochschule bereits auffallendes Phänomen, wo ich den VDI als Wegweiser und Begleiter, insbesondere durch die Verjüngung, mithilfe der älteren Generation, sehe.

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Wegener_DominikAutor: Dominik Wegener
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um Maßnahmen der Mitgliederwerbung

 

 

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