Licht an, Ton ab, Vorhang auf

Herr Roboter, ein Tänzchen gefällig?

Wenn ich an Industrieroboter denke, kommt mir schnell das Bild von großen Fertigungshallen in den Kopf. Karosserien werden funkensprühend zusammengeschweißt oder Werkstücke vollautomatisch bearbeitet und montiert. Aber, dass ein solcher Roboter auf einer Bühne „tanzt“, hätte ich nicht gedacht. Im Rahmen unserer kommenden Ingenieurgeschichte, die sich mit der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine beschäftigt, schauen wir uns den tanzenden Roboter einmal genauer an.

Bild: Freelusion freelusion1

Licht an, Ton ab, Vorhang auf: Im Halbfinale der amerikanischen Talentshow „America’s got Talent“ stand ein Roboter des Unternehmens ABB im Rampenlicht. Der IRB 2400 war Bestandteil der Tanzperformance der Gruppe „Freelusion“ und der heimliche Star der Show.

Besonders bemerkenswert ist bei dieser Performance das Zusammenspiel zwischen der 3-D Video-Illusion, dem Roboter und den Tänzern. Der Roboter war während dieser Performance nicht in einem Käfig. Trotzdem war es leicht, die menschlichen Tänzer zu schützen: „Zwei im Boden eingelassene Scanner erstellten eine Sicherheitszone um den Roboter, die das sofortige Anhalten des Roboters garantierte, sobald ein Tänzer diese überschritt. Durch diese Zone waren die Tänzer sicher, konnten aber gleichzeitig ungehindert ihrer Performance nachgehen“, erzählt Annalena Dietrich, Communications Specialist bei ABB.

Warum genau dieser Roboter, der IRB 2400, ausgewählt wurde, erklärt Annalena Dietrich so: „Dieser Robotertyp ist nicht nur der beliebteste Industrieroboter, er ist auch äußerst zuverlässig, vielseitig und präzise. In seiner Bahngenauigkeit sowie der Positionswiederholgenauigkeit ist er der Beste seiner Klasse. In der Performance von Freelusion wurden auch die Möglichkeiten der PC-basierten virtuellen Programmier- und Simulationssoftware “RobotStudio” von ABB genutzt. Sie ist auch in nicht-industriellen Umgebungen anwend- und anpassbar. Mit dieser Präzision und den Sicherheitsmaßnahmen die nun verfügbar sind, sind unsere Roboter nicht nur in industriellen Anwendungen gefragt.“

So „spielt“ der „kleine Bruder“ IRB 120 beispielsweise in Iron Man den Assistenten von Tony Stark.

Mehr zur Zusammenarbeit zwischen Robotern und Menschen zeigen wir im Video unserer neuen Ingenieurgeschichte. Im Vorfeld haben wir bereits 6 Dinge gefunden, die Ihr von Robotern bestimmt nicht erwartet hättet. Und wie ein Roboter der perfekte Arbeitskollege wird, könnt ihr hier lesen. Ihr könnt mit dem Thema Ingenieurgeschichten nicht so recht etwas anfangen? Kein Problem, wir klären auf: „Was sind eigentlich die VDI Ingenieurgeschichten?“

Dieser Beitrag ist zuerst in ähnlicher Form im ABB Blog erschienen.

Die Einsatzmöglichkeiten für Roboter werden immer breiter und insbesondere die Entwicklung von humanoiden, also dem Menschen nachempfundenen Robotern, wird mit enormem Tempo vorangetrieben. Die VDI-Zukunftskonferenz Humanoide Roboter widmet sich dem aktuellen Stand der Entwicklung menschenähnlicher Roboter. Sie findet parallel zur 3. VDI-Fachkonferenz Assistenzroboter in der Produktion statt.

philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

 

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