VDI-ZUKUNFTSPILOTEN Karlsruhe

Der Student, der vom Nachwuchs lernt

Philipp Schröder engagiert sich ehrenamtlich für das VDI-Nachwuchsprojekt ZUKUNFTSPILOTEN in Karlsruhe. Im Interview verrät uns der Master-Student, wie der Club aufgebaut ist, was ihn an der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen fasziniert und was er vom Nachwuchs lernt.Bild: privatIMG_2507

Hallo Philipp, bitte stell Dich kurz vor.
Hallo, ich bin 26 Jahre alt und absolviere derzeit mein Masterstudium im Bereich Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ursprünglich komme ich aus Hofheim, was in der Nähe von Frankfurt liegt. Mittlerweile wohne ich aber bereits sechs Jahre in Karlsruhe.

Wie bist Du auf die VDI-ZUKUNFTSPILOTEN gestoßen?
Bild: privatPhilipp Schröder_ZP Club KarlsruheIch wurde durch einen Freund, der mit mir studiert, auf die VDI-ZUKUNFTSPILOTEN aufmerksam, die zu der Zeit in Karlsruhe noch in der Aufbauphase waren. Da ich während meiner Schulzeit als Gruppenleiter bei den Pfadfindern und als Übungsleiter im Kinderturnen aktiv war, hatte ich auch großes Interesse daran, während meines Studiums weiterhin in der Jugendarbeit tätig zu sein. Nachdem ich mich mit Moritz Jansen, der das ganze Projekt in Karlsruhe ins Leben gerufen hat, über die Idee hinter dem Projekt intensiv unterhalten hatte, stand für mich fest: Ich unterstütze dieses Projekt und möchte Teil dieses Teams sein.

Warum ist es für Dich wichtig, Technik zu fördern? Was möchtest  Du Jugendlichen in Bezug auf Technik mit auf dem Weg geben?
Dass in Deutschland großer Mangel an Ingenieuren herrscht, hört man immer wieder. Zum einen ist es daher sinnvoll die Jugendlichen frühzeitig an die Technik heranzuführen, aber vor allem auch deren Interessen zu fördern. Was wir bei uns machen lernt man nicht in der Schule. Wir gehen dabei noch einen Schritt weiter und schauen uns die Sachen detaillierter an. Da wir keinen Lehrplan haben, können wir auch viel genauer auf die Interessen der Jugendlichen eingehen und diese fördern. Was wir den Jugendlichen mit auf den Weg geben hängt auch ganz von ihnen ab. Solange die Jugendlichen Spaß haben an dem was wir machen und gerne wiederkommen, ist unser Ziel schon erreicht.

Warum engagierst Du Dich ehrenamtlich bei den VDI-ZUKUNFTSPILOTEN? Und was fasziniert Dich an der Zusammenarbeit mit Jugendlichen?
Ich hatte während meiner Pfadfinderzeit und als Übungsleiter immer viel Spaß an der Jugendarbeit und wollte das während des Studiums gerne weiterführen. Daher kam das Angebot bei den Zukunftspiloten mitzuwirken für mich sehr gelegen. Was mich genau an der Jugendarbeit fasziniert, kann ich ehrlich gesagt nicht genau sagen. Es macht mir einfach Spaß mit den Jugendlichen zu arbeiten, ihnen mein Wissen weiterzugeben und zu sehen, wie sie an Probleme herantreten. Da kann man selber auch noch einiges dazulernen. In meinem Alter kommt es eher selten vor, dass ehrenamtlich gearbeitet wird. Ich glaube aber, dass der Bezug der Jugendlichen zu uns Studenten besser ist, als zu Älteren und daher habe ich mich für die ehrenamtliche Arbeit entschieden.

Zukunftspiloten_VDI

Was habt Ihr bisher für Projekte mit den Zukunftspiloten durchgeführt?
Begonnen haben wir mit dem Auseinandernehmen alter Geräte wie Handys, Festplatten und Fotoapparaten. Ich hatte sogar noch einen gar nicht so alten defekten Drucker bei mir herumstehen und es war ziemlich interessant diesen zu zerlegen. Wir haben außerdem mehrere Exkursionen gemacht: Wir waren mit den Zukunftspiloten am Hockenheimring, haben an der FH einen kleinen Workshop zum Bau eines mechatronischen Kreisels gemacht und waren zu Besuch bei den Hochschulgruppen Ka-RaceIng und KITcar. Momentan beschäftigen wir uns mit dem Bau einer Wasserrakete. Dieses Projekt geht über einen längeren Zeitraum, sodass sich die Jugendlichen genau mit den einzelnen Komponenten auseinandersetzen können und sich Gedanken machen können, wie man die Rakete noch optimieren kann. Vor allem ist das Projekt optimal für den anstehenden Sommer geeignet und gibt uns auch die Möglichkeit nach draußen zu kommen.

Was sind für Dich die drei wichtigsten Gründe, warum ein Jugendlicher Zukunftspilot werden sollte?
Ich finde, man kann das nicht an drei bestimmten Gründen festmachen. Zuerst einmal sollte das Interesse an dem, was wir machen vorhanden sein. Weder dem Jugendlichen noch uns macht es Spaß, wenn er zu etwas gezwungen wird. Das Ganze soll auch nicht den Charakter einer Lehrveranstaltung wie in der Schule haben. Die Jugendlichen lernen dazu indem sie ihrer Neugier freien Lauf lassen und wir sie dabei unterstützen. Als ich in dem Alter der Zukunftspiloten war, haben mich technische Geräte immer sehr interessiert. Meine Eltern waren leider nicht sehr technikaffin und konnten mir die Fragen, die ich hatte, nicht beantworten. Für mich wären die Zukunftspiloten damals optimal gewesen. Man sollte also keine Scheu haben zu uns zu kommen und sich anzuschauen, was wir machen. Jeder ist bei uns willkommen! :)

Mehr Infos zu den VDI-Nachwuchsprojekten gibt es hier:

Braumann_Lisa_236x309Das Interview führte: Lisa Braumann
Position im VDI: Sekretärin im VDI e.V., Bereich Beruf und Gesellschaft
Aufgabe im VDI: Unterstützung der Nachwuchsprojekte VDIni-Club und VDI-ZUKUNFTSPILOTEN

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