Workshop der Initiative SACHEN MACHEN

Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Welche Kompetenzen werden in einer digitalisierten Arbeitswelt nachgefragt und wie können Ingenieure diese stets auf dem aktuellen Stand der Anforderungen halten? Welche Arbeitsplätze sind durch die Nutzung digitaler Techniken gefährdet und welche entstehen neu? Wie lassen sich Arbeitszeitmodelle in den Unternehmen gestalten? Der Wandel von Wirtschaft und Arbeitswelt ist bereits spürbar. Die VDI-Initiative SACHEN MACHEN lud im Mai die Partnerunternehmen ein, um im Workshop über genau diese Fragen gemeinsam zu diskutieren.

Bild: VDIWorkshop SACHEN MACHEN

Nachdem sich die Vertreterinnen und Vertreter von 15 Unternehmen beim Mittagessen kennenlernen konnten, gab Dagmar Dirzus, Geschäftsführerin der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik, einen Überblick zum Thema „Digitale Transformation“. „Die Digitale Transformation steht für den globalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft durch die konsequente Durchdringung des täglichen Lebens mit Informations- und Kommunikationstechnologien“, erklärte Dirzus. Dieser Wandel habe Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und umfasse alle Branchen. Er beeinflusse und verändere die Art und Weise, wie wir leben, wirtschaften und arbeiten.

Die Digitalisierung vernichte keine Jobs, stellte Dirzus fest, doch könnten falsche Entscheidungen im schlechtesten Fall zum Jobverlust führen. Daher sei die Förderung von nachhaltigem, wirtschaftlichen Wachstum wichtig. Besonders drei Handlungsfelder sollten zum Gelingen der Digitalen Transformation beitragen: (Weiter-)Bildung, Erstellen von Technologie-Roadmaps und Organisationsszenarien und neue betriebliche Organisationsmodelle.

Alfred Quenzler, Professor an der Technischen Hochschule Ingolstadt für Internationales Personal- und Organisationsmanagement, legte in seinem Vortrag das Augenmerk auf die Arbeit im digitalisierten Unternehmen. Er wies darauf hin, dass die Arbeitsgesetze mittlerweile sehr veraltet seien und die Arbeitswelt klar zu modernisieren sei. Das klassische Büro werde es bald nicht mehr geben. Daten- und Sprachnetze, Kommunikationswege und IT-Anwendungen sollten in Echtzeit vereint werden. Umfragen zufolge gewinne das Home Office beispielsweise mehr und mehr an Bedeutung. Einerseits führe die freiere Zeiteinteilung zu mehr Selbstbestimmung, aber gleichzeitig verschmelze Arbeit und Freizeit auch immer mehr, gab Quenzler die Vor- und Nachteile der digitalisierten Arbeitswelt zu bedenken.

Best-Practice-Beispiele von Ed. Züblin AG und Audi AG

Die zwei Best-Practice-Beispiele von Ed. Züblin AG und Audi AG zeigten daraufhin, wie die Digitalisierung in der Baubranche und in der Automobilindustrie bereits umgesetzt wird. Bei Züblin unterstützen beispielsweise neue vernetzende Technologien die Rechenarbeit. Außerdem sei so mehr Kooperation mit anderen Abteilungen und Gewerken, mit Planern und Kunden möglich, so Karin Haasis-Straube aus dem Bereich Human Resource Development. Zusätzlich gebe es neue Aufgabenprofile, beispielsweise die des Building Information Modelling/5D-Ingenieur/in.

Audi sei derzeit dabei, eine Smart Factory zu entwickeln, erklärte Michael Schacht aus der Fertigungsplanung von Audi. „Durch die Smart Factory wird vor allem Transparenz geschaffen“, so Schacht. Das ermögliche eine interpretationsfreie Datenbasis und einheitliche Auswertemechanismen könnten reaktionsschnell implementiert werden.

Der Workshop der VDI-Initiative SACHEN MACHEN gab vielseitige Einblicke in die Digitale Transformation und diente als Plattform für den aktiven Austausch. Die Workshop-Teilnehmenden konnten sich gut vernetzen und wichtige Impulse für ihre Arbeit mitnehmen.

Ihre Ansprechpartner im VDI:
Michael Spiekerkötter
Telefon: +49 211 6214-612
E-Mail: spiekerkoetter@vdi.de

Hanna_Büddicker_VDI1Die Autorin: Hanna Büddicker
Position im VDI: Assistentin der Bereichsleitung Strategie und Kommunikation
Aufgabe im VDI: PR und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

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