Vielfalt, um die Welt zu retten

Frauen im Ingenieurberuf

Vielfalt ist wichtig, um Innovationen zu entwickeln. Doch welche Rahmenbedingungen müssen in Zukunft gesetzt werden, um diese im Ingenieurwesen zu fördern? Im Interview sprechen wir mit Frau Biermann über Frauen im Ingenieurberuf.

Bild: Janina WickArbeitsgruppe der Frauen im Ingenieurberuf

Arbeitsgruppe der Frauen im Ingenieurberuf

Frau Biermann, bitte stellen Sie sich doch kurz vor.
Mein Name ist Anna Biermann. Ich bin Dipl.-Ingenieurin für Maschinenbau und im zweiten Studium Wirtschaftsingenieurin. Ich leite den Arbeitskreis „Frauen im Ingenieurberuf“ in Berlin-Brandenburg zusammen mit Antoniette Beckert und bin seit September 2014 auch ehrenamtliche Kongressleiterin.

Womit befassen sich denn die VDI Frauen im Ingenieurberuf?
Die VDI Frauen im Ingenieurberuf sind mit 10.000 Mitgliederinnen das größte europäische Netzwerk für Ingenieurinnen. Ziel ist es unter anderem, Frauen in der Technik miteinander in Kontakt zu bringen und zu inspirieren, damit diese ihre technischen und individuellen Erfahrungen und Kompetenzen in jeder Lebensphase effektiv einsetzen können. Sie schaffen Verbindungen über das eigene Berufsfeld hinaus.

In Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik veranstaltet ihr regionale und auch überregionale Aktivitäten. So z.B. auch der alle zwei Jahre stattfindende VDI-Kongress der Frauen im Ingenieurberuf. Wie kann man sich diesen Kongress vorstellen?
Ingenieurinnen und (Natur-)Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Generationen und ingenieurwissenschaftlicher Bereiche treffen hier aufeinander, diskutieren aktuelle Wissensgebiete und bestaunen technische Innovationen. Diese erlebbare Interdisziplinarität der Teilnehmerinnen ist jedes Jahr das Highlight auf dem Kongress.

Dieses Jahr war das Leitthema Nachhaltigkeit und Innovation. Was war besonders spannend?
Insgesamt trafen sich rund 80 verschiedene MINT-Expertinnen. In Vorträgen und Workshops ging es hier z.B. darum, die individuellen Soft-Skills auszubauen und sein Netzwerk mit unterschiedlichen Methoden zu erweitern, aber auch um die Interaktion Mensch-Technik-Umwelt.
In der Hochschularena stellten Lehrende und Mitarbeiter aktuelle Wissensgebiete vor, wie z.B. Innovations- und Talentmanagement, neue Lichttechnik und Elektromobilität. In der Partnerarena gewährten u.a. Brunel und Daimler interessante Einblicke in neue Technologien aber auch die IHK Berlin, das Paul-Drude-Institut für Festköperforschung und das Forschungszentrum Jülich.
Mit rund 120 Teilnehmerinnen mit unterschiedlichem Technik-Know-How wurde es auch dieses Jahr sehr vielfältig.

Vielfalt ist wichtig, um Innovationen zu entwickeln. Doch welche Rahmenbedingungen müssen in Zukunft gesetzt werden, um Vielfalt im Ingenieurwesen zu fördern?
Ein Aspekt der Vielfalt sind die Kulturen. Aber eben auch die Geschlechterdurchmischung. Da müssen wir in Deutschland noch sehr stark aufholen, mehr Frauen in den Ingenieurwissenschaften zu bekommen. Mentoring-Programme in Firmen, Hochschulen, Schulen und bei Verbänden spielen eine große Rolle, um Frauen zu gewinnen und zu halten. Sicherlich ist auch die Flüchtlings-Thematik eine spannende Herausforderung für die Zukunft, dort auch Frauen aus anderen Kulturen für die Ingenieurwissenschaften zu begeistern.

Allmählich steigt auch die Zahl der weiblichen Studierenden in den Ingenieurwissenschaften an. Doch was motiviert Frauen sich für den Ingenieurberuf zu entschließen?
Wenn sich Frauen für Ingenieurwissenschaften entschieden, fällt ihre Wahl auf die weniger technisch-lastigen Studiengänge. Sie wählen das Studium, da sie die menschlichen, sozialen und umweltschonende Techniken vorantreiben wollen. Auf Umwelttechnik, Medizintechnik, neue Mobilitäts- und Kommunikationstechniken springen ihre Wünsche stärker an. Das ist erfreulich und sollten wir noch mehr rausstellen. Denn um die ‚Welt zu retten‘ braucht es immer auch Ingenieurwissen.

KreitschDas Interview führte: Andrea Kreitsch
Position beim VDI: Presse-Volontärin
Aufgaben beim VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation

 

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3 Gedanken zu “Frauen im Ingenieurberuf

  1. Dear:sir

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