Wir sind VDI / Juli

„Ingenieurin zu sein bedeutet für mich, mich Problemen zu stellen“

Zahra Mahiyan hat sich nach ihrem Studium für die VDI-Mitgliedschaft entschieden. Im Interview erzählt sie uns, warum sie Ingenieurin geworden ist, welche Rolle der VDI für sie spielt und was sie sich in Zukunft von ihrem Verein wünscht.

Bild: privatZahra MahiyanZahra, bitte stell dich doch kurz vor.
Ich heiße Zahra Mahiyan, komme ursprünglich aus dem Iran und bin in Hannover geboren und aufgewachsen. In Hannover habe ich das Gymnasium besucht und im Anschluss an das Abitur den Diplomstudiengang Maschinenbau an der Leibniz Universität Hannover studiert. Vertieft habe ich die Studienrichtungen Mechanik und Robotik. Derzeit promoviere ich bei Audi in der Fahrzeugakustik und beschäftige mich mit dem Schwingungsverhalten der Karosseriestruktur und dessen Einfluss auf die Innenraumakustik.

Seit wann bist Du im VDI und warum bist Du damals eingetreten?
Ich kannte den VDI von unterschiedlichen Veranstaltungen und Exkursionen aus der Studienzeit und bin dem Verein kurz nach Ende meines Studiums beigetreten. Mir war es wichtig auch nach dem Studium über technische Neuheiten sowie Informationen zu Messen, Seminaren und Workshops auf dem Laufenden zu bleiben. Der VDI ermöglicht mir dieses zum einen durch den E-Mail-Newsletter und zum anderen durch die Informationen, die ich via Post erhalte.
Diese Veranstaltungen bieten wiederum eine gute Möglichkeit zum Netzwerken. Das Netzwerken ist in vielerlei Hinsicht wichtig für eine erfolgreiche Karriere. Zum einen ermöglicht es einen fachlichen bzw. überfachlichen Erfahrungsaustausch und zum anderen erweitert man seine Informationsquellen. Da bietet es sich ganz besonders an, dass der VDI einen Mitgliederrabatt auf viele dieser Veranstaltungen und Seminare anbietet.

Beschreibe uns kurz den Moment in dem Du wusstest: Ich werde Ingenieurin?
Bis zum Zeitpunkt meiner Immatrikulation war eigentlich noch offen, ob ich Ingenieurin werde oder nicht. Die Entscheidung fiel mir nicht besonders leicht, zumal ich während der Schulzeit die Mathematik sehr gemocht hatte. Ich habe mich lange über den Beruf des Ingenieurs informiert und diese Entscheidung schließlich gewagt. Ein ingenieurnahes Praktikum zu Beginn meines Studiums hat mich in dieser Entscheidung bekräftigt. Ich lernte viele Ingenieure aus unterschiedlichsten Bereichen kennen und erfuhr wie vielfältig dieser Beruf sein kann.

Was bedeutet es für dich, Ingenieurin zu sein?
Ingenieurin zu sein bedeutet für mich, mich Problemen zu stellen. Diese Probleme können technisch sein. Sie können aber auch zwischenmenschlich oder organisatorisch sein. Ein guter Ingenieur sollte sich nicht nur technisch bestens auskennen, sondern sein Wissen auch austauschen können- also ein Teamplayer sein. Hierzu sind neben den technischen Kenntnissen, die einem im Studium vermittelt
werden, auch andere Eigenschaften, wie Kommunikationsfähigkeit oder Durchsetzungskraft, erforderlich.

Welche Rolle spielt für dich der VDI?
Der VDI ist für mich eine gute Informationsquelle und eine Möglichkeit mich zu vernetzten.

Was wünscht Du Dir in Zukunft vom VDI?
Nachdem ich selbst erfahren habe wie schwer ein Ingenieurstudium ist und erlebt habe, wie viele von meinen Kommilitonen den Weg nicht bis zum Ende gegangen sind,  wünsche ich mir vom VDI, dass jungen Ingenieuren noch mehr Möglichkeiten geboten werden, sich für das Berufsleben zu motivieren. Mir haben die vielen Praktika und Tätigkeiten als Studentische Hilfskraft geholfen, um zu verstehen, wofür ich bestimmte Inhalte aus dem Studium benötige. Aus diesem Grund kann ich Studierenden nur empfehlen den Kontakt zur Industrie so früh wie möglich zu suchen bzw. aufzubauen.

Wegener_DominikAutor: Dominik Wegener
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um Maßnahmen der Mitgliederwerbung

button_medium

Kommentare & Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*