Leicht und verständlich erklärt

Was ist Wind und wie entsteht er?

Er umgibt uns jeden Tag. Als leichte Brise oder als stürmischer Orkan. Als angenehmer Lufthauch oder peitschend von vorne mitten ins Gesicht. Wind kann in verschiedenen Formen auftreten. Doch wie entsteht Wind eigentlich? Das schauen wir uns im Vorfeld unserer neuen Ingenieurgeschichte, die sich dem der Digitalisierung der Windenergiebranche widmet, einmal genauer an.Bild: “Creative Commons” von Mathias Appel. Lizenz CC BY 1.016738855353_dc4e253150_k

Der Begriff Wind stammt aus dem Indogermanischen und bedeutet sowie wie wehen oder blasen. In der Meteorologie ist Wind als eine gerichtete, starke Luftbewegung in der Erdatmosphäre definiert, so ist es bei Wikipedia nachzulesen. Kurz gefasst ist Wind also Luft, die sich bewegt. Fahrtwind ist hingegen kein Wind, sondern nur ein scheinbarer Wind. Auch Luftbewegungen innerhalb von geschlossenen Räumen oder technischen Anlagen wie Kaminen gelten nicht als Winde, sondern als Luftzug.

Wie entsteht Wind?
Luftbewegung hat etwas mit unterschiedlichen Temperaturen zu tun. Landmassen und das Meer werden vom Sonnenlicht getroffen und erwärmen sich. Dabei erwärmt sich ebenfalls die Luft. Über dem Land wird die Luft allerdings stärker erhitzt, weswegen sie infolgedessen aufsteigt. Dadurch hinterlässt sie eine Lücke. Kühlere Luft vom Meer strömt nach, um diese Lücke zu schließen. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Die warme Luft saugt die kalte hinter sich her. Aus dieser Bewegung entsteht Wind. Oberhalb der Landmassen, im Himmel, kühlt die Luft wieder ab und strömt aufs Meer hinaus. Aufgrund der Kühlung sinkt sie über den Meeren wieder hinab und weht wieder Richtung Land.Bild: VDI / BusseEntstehung von Wind

Nachts kehrt sich dieser Kreislauf um. Der Wind weht in Richtung Meer, denn abends ist die Luft über dem Wasser wärmer, als die Luft an Land.

Er macht die Energiewende digital. Frank Scholtkas Ingenieurgeschichte.

Etwas technischer ausgedrückt wird die Entstehung von Wind auf Wikipedia beschrieben: Hauptursache sind räumliche Unterschiede der Luftdruckverteilung. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit einem höheren Luftdruck – dem Hochdruckgebiet (kalte Luft) – solange in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck – dem Tiefdruckgebiet (warme Luft)–, bis der Luftdruck ausgeglichen ist. Es handelt sich bei einem Wind daher um einen Massenstrom, welcher nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik eine Gleichverteilung der Teilchen im Raum und damit eine maximale Entropie anstrebt.

Je größer der Unterschied zwischen den Luftdrücken ist, umso stärker strömen die Luftmassen in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck. Die Windstärke hängt also von der Luftdruckverteilung ab.

Dieses Video erklärt die Entstehung von Wind und geht zusätzlich auf Begriffe wie Mittelwind, Windböen, Windstärken und Windrichtungen ein.

Und was noch?
VDI_WW_Thema_Hochhaus-blogWieso ist es um Hochhäuser herum immer so windig? Man könnte ja eigentlich davon ausgehen, dass die hohen Gebäude vor Wind schützen – das Gegenteil ist aber der Fall: Rund um ein Hochhaus ist es oft besonders windig. Woran das liegt, haben wir hier schon mal für Euch erklärt.

Wissen, woher der Wind weht …Der Windenergiemarkt in Deutschland wächst und wächst. Doch wie qualifiziert Ihr Euch für einen Job in dieser Brache? Im Interview sprachen wir mit Windenergie-Profi Jan Liersch, der sich bereits seit 1991 für diese erneuerbare Energiequelle begeistert. Er leitet den Zertifizierungslehrgang „Fachingenieur Windtechnik VDI“.

Frank ScholtkaÜbrigens: Unsere neue Ingenieurgeschichte befasst sich mit einem Ingenieur, der in der Windenergiebranche tätig ist. Mit seinen selbstprogrammierten Apps sorgt er dafür, dass die Energiewende digital wird. Zuvor haben wir uns bereits das Thema Erneuerbare Energien und ganz speziell die Windenergie etwas genauer angeschaut. Ihr könnt mit dem Thema Ingenieurgeschichten nicht so recht etwas anfangen? Kein Problem, wir klären auf: „Was sind eigentlich die VDI Ingenieurgeschichten?“

philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

Kommentare & Pingbacks

2 Gedanken zu “Was ist Wind und wie entsteht er?

  1. Sie zitieren Wikipedia. Die Sinnhaftigkeit dieses Beitrags ist entsprechend hoch. Ein Link hätte gereicht. Gibt es denn keine „echten“ Quellen mehr,oder wird Recherchearbeit gar nicht mehr gelehrt?

  2. Guten Morgen Frank,
    Wie Sie sicherlich gesehen haben, sind verschiedene Artikel von Wikipedia als Quelle angegeben.

    Dieser Beitrag hat den Anspruch, einen kurzen Überblick darüber zu geben, was Wind ist. Natürlich könnte das jeder bei Wikipedia nachlesen, müsste sich dafür aber durch viele Seiten klicken. Wir haben es einmal zusamnengefasst.

    Was hat Sie dazu bewegt, den Beitrag zu lesen?

    Viele Grüße aus dem VDI

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