Wir sind VDI / September 2016

„Ich war einfach stolz dabei zu sein“

Michael Werth kann auf eine beeindruckende berufliche Laufbahn zurückblicken. Vom Auszubildenden über das Studium der Ingenieurwissenschaften führte ihn seine Karriere bis hin zum geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH. Seit seinem Studium begleitete dabei der VDI den passionierten Ingenieur. Was er sich in Zukunft von „seinem“ Verein wünscht, hat er uns im Interview verraten.

Bild: privatMichael_WerthHerr Werth, bitte stellen Sie sich kurz vor.
1955 im Tal der Wupper geboren, also dort, wo die Wiege der Industrialisierung auf dem europäischen Festland stand. Ich hatte schon als Schüler den Traum Ingenieur zu werden. Als Sohn aus einer Vorwerker-Familie mit Volksschulausbildung war dies allerdings zuerst wirklich nur ein Traum.


Seit wann sind Sie im VDI und warum sind Sie damals eingetreten?

1979 trat ich dem VDI bei. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine Ausbildung als Technischer Zeichner absolviert, eine zweijährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker abgeschlossen und mit meinem Studium begonnen. Mein Weg war lang, aber sehr lehrreich. Die Frage warum ich damals in den VDI eingetreten bin ist leicht zu beantworten. Ich war einfach sehr stolz darauf ab jetzt dabei sein zu dürfen.

Beschreiben Sie kurz den Moment in dem Sie wussten: Ich werde Ingenieur?
Eigentlich fasste ich den Beschluss noch ein Studium zu absolvieren, nachdem mich ein Lehrer in der Technikerschule auf diese Möglichkeit hingewiesen hat.Er selber hatte Maschinenbau in Aachen studiert und versorgte mich mit „weiterführender“ Literatur.
Als ich mir mit meinem ersten programmieren Taschenrechner selber ein Programm schrieb mit dem ich annähernd die Fläche unter einer Funktion berechnen konnte, gab es kein Zurück mehr!

Was bedeutet es für Sie, Ingenieur zu sein?
Für mich ist es der schönste Beruf der Welt. Es gibt so viele Möglichkeiten sich zu betätigen.Zu Beginn meiner Laufbahn arbeitete ich als Versuchsingenieur, später dann als Entwickler in der Neukonstruktion und noch später dann im Verkauf als Key Account Manager. Mein Weg führte mich von Vakuumpumpen und Verdichtern zu UV und IR Härtungs- und Trocknungsanlagen bis hin zu Strahl-, Lüftungs- und Lackieranlagen. Mein Platz im Unternehmen führte mich vom technischen Angestellten bis hin zum geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH. Es war eine wunderbar anstrengende Zeit, von der ich keine Sekunde bereue.

Welche Rolle spielt für Sie der VDI?
Hier sollen junge Leute ein gutes Netzwerk finden, um sich stärker auf die immer komplexer werden Aufgaben vorzubereiten. Mir sind vor allem die VDI nachrichten sehr wichtig. Darin findet jedes Mitglied einen wunderbaren Leitfaden durch aktuelle Themen aus vielen Bereichen. Es ist so erfreulich eine Informationsquelle zu haben die objektiv berichtet bei so viel Müll, der geschrieben wird!

Was wünschen Sie sich in Zukunft vom VDI?
Unser Verein muss es realisieren, dass Ingenieure sehr viel mehr Einfluss in der Politik haben. Zumindest immer da, wo technische Dinge unsere Gesellschaft entscheiden beeinflussen. Und bitte, zum Wohle unserer Gesellschaft und nicht einzelner Interessensgruppen. Eine Lösung könnte sein: „Kommunikation mit dem Bürger durch Aufklärung“.

Hast Du auch Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns im VDI?
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Wegener_DominikAutor: Dominik Wegener
Aufgabe im VDI: Kümmert sich um Maßnahmen der Mitgliederwerbung

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