VDI-Adventskalender 2016 / Tag 1

Bauingenieur

Sie entwerfen, planen, konstruieren, entwickeln, bemessen, errichten und überwachen Bauwerke und sorgen für deren Instandhaltung, Nutzungsfähigkeit und letztendlich auch für den Abbruch. Im Rahmen unseres VDI-Adventskalenders schauen wir uns den Beruf des Bauingenieurs genauer an und zeigen auf, welche Aufgaben er in einem Technologiekonzern für Baudienstleistungen übernimmt. Etwas zu gewinnen gibt es natürlich auch.

Bild: Mediagram/ Shutterstock.comBauingenieur

Was macht ein Bauingenieur?
Das Bauingenieurwesen ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich in die drei Teilgebiete Hochbau, Tiefbau und Wasserbau gliedert. In diesen unterschiedlichen Teilbereichen setzen sich Ingenieurinnen und Ingenieure mit der Konzeption, Planung, Konstruktion, Berechnung und Herstellung verschiedenster Bauvorhaben auseinander.

Zudem übernehmen Bauingenieurinnen und Bauingenieure beratende und bauaufsichtliche Tätigkeiten bei Baumaßnahmen aller Art. Dabei müssen sie stets auch den Schutz vor Gefahren oder unerwünschten Zuständen wie Einsturz, Brand, Wärme, Kälte, Feuchte, Lärm, Schadstoffbelastung, Immissionen usw., im Auge haben und sich um die Rekultivierung oder den Abbruch am Ende des Lebenszyklus der Bauwerke kümmern.

Wie wird man Bauingenieur?
Grundvoraussetzung für den Beruf ist ein Gefühl für den Raum und für dessen Nutzungsmöglichkeiten. Daraus ergeben sich vielfältige und spannende Beschäftigungsfelder. Denn nicht nur Häuser oder Brücken stehen im Blickpunkt des Bauingenieurs, sondern auch Tunnel, Straßen oder Gleise, Deiche, Häfen oder Talsperren, Kraftwerke und Kläranlagen.

Um als Bauingenieur tätig werden zu können, steht ein Studium an der Universität oder der Fachhochschule auf dem Plan. (Eine Liste mit Studiengängen und Studienorten gibt es hier.) Die ersten Semester hindurch heißt es büffeln. Hier werden Grundlagen vermittelt, zu denen Physik, Chemie, Mechanik, Mathematik, Geometrie und Konstruktion gehören. Danach werden die Kenntnisse vertieft. Es gilt Schwerpunkte zu setzen. Hier könne sich angehende Bauingenieure auf Statik, Bauinformatik oder bestimmte Baustoffe wie Holz, Beton oder Stahl ebenso spezialisieren wie auf Baumanagement oder Siedlungswasserwirtschaft. Das Studium an Fachhochschulen ist mehr auf die Praxis bezogen, an Universitäten theoretischer ausgerichtet.

Der Bauingenieur bei STRABAG/Züblin
Bei STRABAG, einem der führenden Technologiekonzerne für Baudienstleistungen in Europa, und deren Tochtergesellschaft Züblin arbeiten Bauingenieure in ganz verschiedenen Sparten, z.B. im Hoch- und Ingenieurbau, dem Straßen-, Tunnel- und Spezialtiefbau oder dem Schlüsselfertigbau. Dementsprechend unterschiedlich können die Aufgaben sein. Grundsätzlich sind die Bauingenieure für den reibungslosen Ablauf auf der Baustelle verantwortlich. Dazu gehören der Austausch und die Verhandlungen mit der Auftraggeberseite sowie die Koordination der Nachunternehmen. Sie übernehmen außerdem die mengenmäßige Prüfung der erbrachten Leistungen in den Rechnungen der Nachunternehmen und – je nach Baustellengröße – auch kaufmännische Aufgaben, wie z.B. die Rechnungsprüfung.

STRABAG/Züblin-Bauingenieure müssen ganz verschiedene Kompetenzen mitbringen: Sie sind Allrounder, sie schlichten und lösen Probleme, sie sind Organisationstalente mit ausgeprägter kommunikativer Kompetenz und steuern den Einkauf. Immer wichtiger werden IT-Affinität und Softwarekenntnisse. Building Information Modeling (BIM) rückt dabei in den Mittelpunkt: Es dient als zentrales Informationsmodell, das diverse Prozesse mit Daten versorgt. BIM integriert alle Projektbeteiligten und Daten von der Rohbauplanung, Tragwerksplanung, Arbeitsvorbereitung über Fachplanungen der Haus- und Elektrotechnik bis zur Realisierung des Bauvorhabens. Für Bauingenieure heißt dies z.B., dass sie seltener in das Geschehen eingreifen müssen, sondern eher kontrollierende Funktion ausüben: So werden Baumaschinen in Zukunft autonom durch intelligente Logistiksysteme („vernetzte Baustelle“) gesteuert.

Die Einsatzmöglichkeiten für Bauingenieure bei STRABAG und Züblin sind also sehr vielfältig. Im Video berichtet Michael Stoifl von seiner Tätigkeit als Projektleiter im Hoch- und Ingenieurbau.

Wie verändert die Digitalisierung den Beruf des Bauingenieurs?
In der täglichen Arbeit der Bauingenieure nimmt die Digitale Transformation einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Inzwischen werden im Planungs- und Bauprozess digitale Bauwerksmodelle erstellt, die weit über die reine 3-D-Visualisierung hinausgehen. Die digitale Abbildung eines Bauwerks ermöglicht hierbei nicht nur die immer komplexer werdenden Bauwerke besser planen und bauen zu können, sondern auch den Betrieb zu erleichtern und zu optimieren

+++Geschenke, Geschenke, Geschenke+++
Zur heutigen Frage aus unserem VDI-Adventskalender verlosen wir zweimal einen gefüllten STRABAG-Beutel (Inhalt u.a. eine Powerbank). Beantwortet uns bis heute Abend um 23:59 Uhr als Kommentar zu diesem Beitrag hier im Blog oder auf unserer Facebook-, Twitter-, Google Plus– oder LinkedIn-Seite folgende Frage: Wo hat STRABAG seinen Hauptsitz? Hashtag #vdiww nicht vergessen! Unter allen, die mitmachen, verlosen wir zwei STRABAG-Beutel. Viel Glück! Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.vdi.de/teilnahmebedingungen.

VDI-Jahresthema 2017: „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“
Unser Schwerpunktjahr der „Digitalen Transformation“ neigt sich dem Ende. Mit dem diesjährigen VDI-Adventskalender „24 Ingenieurberufe in der Digitalen Transformation“ wollen wir bereits frühzeitig unser VDI-Jahresthema 2017 einläuten: Unter dem Motto „SMART GERMANY. Arbeit in der Digitalen Transformation“ widmen wir uns im kommenden Jahr der Frage, wie Menschen in der digitalen Ökonomie lernen, arbeiten und sich bestmöglich aus- und weiterbilden. Teil unserer Kampagne zur Arbeit der Zukunft wird nicht nur das Berufsbild „Ingenieur 4.0“ sein, es erwarten Euch außerdem zahlreiche Publikationen, Beiträge in unserem VDI-Blog, FAQ und im Jahr der Bundestagswahl natürlich auch spannende politische Einblicke. Auch der Deutsche Ingenieurtag am 11. Mai 2017 steht ganz unter dem Motto Arbeit 4.0.

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philipp-busse-foto.256x256Autor: Philipp Busse
Position im VDI: Junior Pressereferent
Aufgaben im VDI: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Social Media

 

Kommentare & Pingbacks

40 Gedanken zu “Bauingenieur

  1. Die deutsche Strabag AG hat ihren Hauptsitz in Köln, die Strabag SE hat ihren Hauptsitz in Wien. #vdiww

    Man sollte schon genauer sein, bei der Frage; darf ich als VDI Mitglied dann nur den deutschen Sitz nehmen?. Das erspart danach Diskussionen.

  2. Die Strabag SE ist ein österreichisches Unternehmen mit Hauptsitz in Wien.
    Die deutsche Strabag AG, die zu ca. 90 % im Besitz der Strabag SE ist, hat ihren Hauptsitz in Köln.

    #vdiww

  3. Die Strabag AG hat ihren Sitz in Köln und befindet sich zu 90% im Besitz der Strabag SE, die ihren Hauptsitz in Wien hat.

    #vdiww
    #rwth

  4. Pingback: 24 unterschiedliche Ingenieur-Berufsbilder bis Heiligabend - Mensch&Technik 

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